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  • Bild Titel: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
    Autor: Schrotti
    Verfasst am: Di 30. Mai 2017, 05:00
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Geburtstage

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Auch ich bin neu- und -gierig

Hier könnt Ihr Euch vorstellen und etwas von Euch erzählen z.B. ob Ihr Betroffene, Angehörige seid oder einfach so interessiert seid, etwas über Hämochromatose zu erfahren

Re: Auch ich bin neu- und -gierig

Beitragvon pskau » Fr 2. Nov 2018, 15:09

Hallo Wolle,

wie schön, von Dir zu hören bzw. lesen, es ist noch jemand an Bord.

Ich kann mich gut daran erinnern, dass (vor mittlerweile 11 Jahren, ist das schon soooo lange her?)) Lias, Mannis, Deine und die vielen anderen Kommentare und Beiträge und mir die anfänglichen Ängste und Unsicherheiten nach der Diagnose gut mildern konnten. Insgesamt bin ich diesem Forum und in erster Linie den hier engagierten Schreibern und Mitgliedern extrem dankbar für die Hilfe und Unterstützung gerade in der ersten Zeit.
Deine Beiträge zum Forum haben bei mir des Öfteren deutlich zur Erheiterung beigetragen, immer wichtig zu bemerken, dass alles mit einem gewissen Schmunzeln wesentlich besser zu ertragen und zu stemmen ist.

Gestern hab ich zum ersten Mal Dein Tagebuch gelesen. Zwischendurch musste ich schmunzeln, unsere Venen scheinen etwas gemeinsam zu haben.
Von Deiner Ausdauer, Dich mit verschiedenen Ärzten auseinander zu setzen, sollte ich mir eine Scheibe abschneiden, ich finde diese Ärzterennerei extrem belastend, nervig, lästig. Was von alleine kommt, geht auch wieder von alleine – ist leider nicht so, weiß ich auch im Kopf, aber morgen ist ja immer noch Zeit, mal einen Arzt zu suchen.
Ich bin sehr, sehr froh, dass mein Transfusionsmediziner noch praktiziert, weil er so unglaublich nett und einfühlsam ist und mir speziell in der Anfangszeit sehr geholfen hat.
Und das Praxisteam ist super nett, daher sind die Arztbesuche dann doch nicht so schlimm (Das haben wir offensichtlich auch gemeinsam).

Der Rehasport: Tatsächlich ist das etwas, was ich angehen sollte. Aber Vereine, Gruppen, Fitnesscenter und Co sind so überhaupt nicht meins.
Aber – es muss was geschehen!
Vor der OP habe ich mich immer mehr wie eine richtig alte Frau bewegt, Fußstellung wie Charly Chaplin (möglichst wenig Bewegung des oberen Sprunggelenks) und watscheln wie eine Ente um nicht abrollen zu müssen. Dass ich endlich dann doch mich zu Ärzten aufgerafft habe, macht mich schon ein wenig stolz. Nun geht es erst einmal mit Krankengymnastik weiter. Ich bemühe mich eifrig, meine Füße beim Laufen gerade zu stellen immer mit dem Ziel vor Augen, 2 Std. mit dem Hund schmerzfrei durch den Wald laufen zu können.

Ich kann mich gut erinnern, was ich vor 10 Jahren mit dem damaligen Prof. besprochen hatte. Ich hatte gejammert, dass ich nicht mehr skifahren könnte und er antwortete trocken: Ich solle froh sein, noch laufen zu können. Ich hatte mich tierisch darüber aufgeregt, war deprimiert, sauer, wütend…
Leider hat der Prof Recht behalten, meine Ziele sind echt bescheiden geworden, ich will (jetzt nur noch) wieder laufen können. Ich schaue neidisch 70 und 80-jährigen hinterher, die sich augenscheinlich so problem- und schmerzfrei bewegen können.

Nun aber genug mit dem Gejammer, letztlich hilft es nicht weiter, darüber nachzudenken, was nicht mehr geht, sondern Freude in dem zu finden was geht. Ich, meine Familie haben neue Hobbies und Freuden gefunden, die uns begeistern, ausfüllen und unterhalten.
In diesem Sinne, bis die Tage - Ich geh jetzt mit dem Hund!
Petra
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Re: Auch ich bin neu- und -gierig

Beitragvon wolle » Sa 3. Nov 2018, 08:59

Hallo Petra,

du hast sehr nett geschrieben, - DANKE!

Ich bin im nachherein sehr froh den Weg zum Reha-Sport gefunden zu haben. Wenn du sicher auch diesen Weg in meinem Tagebuch gelesen hast.
Ich total unsportlich bin und über meinen Schatten gesprungen bin, meinen inneren Schweinehund überwunden habe, - zu gunsten meiner Gesundheit!
Und wir haben dann ja wohl beide gemerkt, - es wird mit der Zeit und Alter nicht besser!

So durfte ich auch in den Reha Kursen erleben, dass über 70 Jährige eine bessere Kondition haben, als ich nun inzwischen noch gerade u60 ... doch letztendlich
habe ich es für mich getan und nicht einen Konkurrenzkampf daraus gemacht, oder Leistungssport ... um mit den Anderen mithalten zu können ...
... und wenn ich so wie letzte halbe Jahr, berufsbedingt ... etc..., den Sport vernachlässigt habe, - so habe ich es an meiner Kondition gemerkt, - die dann gleich
wieder auf NULL war. - Es ist aber nicht nur der Sport, - sondern auch der soziale Kontakt zu den Menschen, - dort unter 15-30 Leuten, wenige zu treffen, mit denen
man sich gut austauschen kann, - so wie in einem Forum oder FB ... aber Live, den Anderen auch ins Gesicht sehen zu können etc...

Meine Meinung zu Ärzten ...
... ich habe eigentlich garnicht soviele Ärzte ge- und besucht, - ich habe meinen Hausarzt - Internist, der die Diagnose gestellt hat, und später auch Diabetologen, und
meinen Zahnarzt, - den ich aber nur in Notfällen aufsuchen, und wir beide echt froh sind, wenn ich die Praxis verlassen habe. Er ist ein guter Zahnarzt und Mensch, doch alleine mein großes "A" für Angstpatient, auf meiner Karte ... ist für uns Beide auch eine große Anforderung ...
Doch letztendlich ist es wichtig, sich bei seinen Ärzten gut aufgehoben zu fühlen, - und auch den Arzt mit Fragen piesacken zu können, - sprich auch das Verhältnis Arzt und Patient und umgekehrt stimmen muss. Leider ist es auch so, dass meiner Meinung, Gesellschaftsbedingt, die Zeit und Umstände nicht mehr ausreichend sind, eine entsprechende gewünschte Behandlung zu sichern ...
Doch liegt es auch an mir entscheidendes zu machen, zu versuchen etc... um gewünschtes A-P Verhältnis zu pflegen ... und das in einer Regelmäßigkeit, - allso auch hier ist das Schleifenlassen GIFT!

Ja, und auch das ist meine persönliche Meinung, - die Zeiten werden nicht besser, und JA, - jammern bringt uns da nicht weiter, - aber aus der Einsicht, dass es einen älteren Menschen besser geht als uns, - kann auch eine Erkenntnis sein, - " ... der Mensch hat etwas mehr für seine Gesundheit getan ..., als ich der sie vllt. schleifen lies ..."
Viele Situationen und Gründe mögen daran schuld sein, oder schuld gewesen sein ... doch es sind auch unsere eigenen Gründe ... Es ist unsere Schuld, - nicht zu tun ...
Hier ist es dann meiner Meinung wichtig, - so schwer es auch sein mag, - über seinen Schweinehund zu springen, und etwas zu tun, - für sich ...

Das beziehe ich jetzt in erster Linie auf meine Erfahrungen, - und auch den Sorgen etc... etwas aufzuschieben, oder nicht zu machen, oder nicht machen zu wollen ... etc.
Und ich habe meine Gedanken an jeden Leser gerichtet, - wo es jedem selber überlassen bleibt, - ob er sich darin wieder findet oder nicht, - aber ich finde es meiner Meinung wichtig, meine Gedanken hier gelassen zu haben!

Nachtrag: ... auch für die Allgemeinheit ... meine Meinung:

... wir haben eine chronische Krankheit, - die unterschiedlich und auch sehr tragisch unseren Körper und Geist gezeichnet, geschädigt hat, - und als die Chronische Krankheit einen Namen bekommen hat, - war es ein Schlag ins Gesicht, Psyche ..., - und es wurde uns gesagt was zu machen ist etc. ... und das ein Leben lang, - denn diese Chronische Krankheit wird uns für immer begleiten, - und nun haben wir viele Möglichkeiten damit zu leben ( ... verteufeln ... oder ist ja nicht so schlimm ... oder wird schon wieder ... oder das schaffe ich schon ... oder einfach nur "Scheiße" ... oder oder ...) Doch ich bin der Meinung, - ich kann diese oder auch jede andere Chronische Krankheit zu meinem Freund machen, einen Freund den ich nie wieder los werde, - aber ein Freund, der mir das Leben nicht schwerer macht als es ist, - und mir dabei hilft, die Sitation zu akzeptieren und hilft, weitere Unangenehmlichkeiten mir vom Hals zu halten, bzw. mir Wege zeigt, besser damit umzugehen und weitere Folgeschäden auf schiebt, oder verhindert ...

Ich führe hier mal paar Beispiele auf, zusätzlich zur HC:

Diabetes ...
kann sehr ernsthafte Folgen haben, - wenn wir unsere Lebensweise nicht ändern, - wir müssen jeden Tag rechnen, was esse ich, was spritze ich an Insulin ... etc...

Alkoholkrankheit: unbehandelt sind die Folgen TÖTLICH!!! Ich bin Alkoholiker, - habe die Sucht für mich erkannt und habe sie bzw. mich behandelt -, bezeichne mich als TROCKENEN ALKOHOLIKE, da heißt für mich, - " ich trinke keinen Alkohl mehr, darüber bin ich sehr froh, weil ich mich sonst mit Alk. zerstört hätte, - doch die Gefahr besteht weiter, - denn wenn ich wieder trinken würde, - würde ich sofort dort weiter trinken, wo ich aufgehört habe, - und darin liegt die Gefahr, des sogenannten RÜCKFALL ..." ... d. H. für mich, und ich finde es ist mein bestes Beispiel ... jeden Tag an mir arbeiten zu müssen, jeden Tag mich daran zu erinnern, was passieren kann, ... jeden Tag der Ganzen Sucht Werbungs Scheiße zu widerstehen, an den Regalen mit den unzähligen Flachmännern etc... wartend vor der Kasse --- vorbei zugucken, sie aus meinem Suchtgedächtnis zu streichen ...

ich könnte das weiter ausführen, doch würde das hier den Rahmen sprengen ... was ich damit schreiben wollte und zum Ausdruck bringen will, ist meine Meinung, dass wir auf uns und unsere Begleiter ( Chronische Krankheit ... ) jeden Tag aufpassen müssen .... DANKE

:hallo wolle :blumen :daumen
LG Wolle
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Heteor H63D; Ferritin 1160/Transferin 289/ -sättigung 49%/ Eisen 35,4(2005) - Diabetes (09.2012) -
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Re: Auch ich bin neu- und -gierig

Beitragvon pskau » So 4. Nov 2018, 11:31

Danke Dir Wolle!
Wir haben alle Lebensbaustellen, die nicht vernachlässigt werden dürfen!!
Und scherzhaft gesprochen: mein „Schweinehund“ ist ausgesprochen flauschig. Wenn ich den vernachlässige, pinkelt der mir auf den Teppich oder kackt in die Ecke,….
Wenn er auch nicht Richtung Reha abzielt, bewegen muss ich mich.

Ich habe aber mal eine ganz andere Frage.
Mich beschäftigt gerade die Frage:
Was genau tut bei Arthrose eigentlich weh?
Also sind es die Knochen/Knochenhaut, die Bänder, die Muskeln oder was schmerzt eigentlich genau?
Ich habe da noch nicht weiter recherchiert, vielleicht hat sich der ein oder andere damit ja schon beschäftigt.

Ich – stolz heute -: 3 Tage ohne Schmerzmittel, 2000 Schritte, 4000 Schritte, 4000 Schritte und heute Morgen konnte ich die Treppe runtergehen ohne Tränen.
Ich glaube die Endorphine sinds, Autosuggestion auch vielleicht (Hyaluron (rechts 3 Spritzen bislang) hilft, hilft, hilft, muss helfen….)
Links OSP nach OP: schmerzt, aber im erträglichen Rahmen

Noch was nicht so unerfreuliches:
Vor 2 Jahren habe ich das Rauchen aufgegeben.
Ergebnis: 10 kg mehr Gewicht, welches ich einfach nicht mehr loswurde.
Gerade mit Arthrose eine echt blöde Kombi.
Mühevoll war ich 3 kg nun wieder los (Bewegung, etwas bewussteres Essen, wenig/kein Alkohol) und ich hatte echt Befürchtungen, nach mehr als 6 Wochen Zwangspause bei der Bewegung und allgemeinem Frust, die kg wieder drauf zu haben. Aber – erfreulicherweise – nein, die Schokolade ist nicht direkt auf den Hüften gelandet.

Machts gut – bis die Tage
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Re: Auch ich bin neu- und -gierig

Beitragvon Hedgehog » So 4. Nov 2018, 16:59

Vielleicht hilft Dir Reha mehr als Du glaubst. Vor etwa 10 Jahren sind meine Schmerzen beim gehen begonnen. Erst später wurde HC festgestellt und behandelt. Damals war ich viel zu müde, um irgendwelche Gymnastikübungen zu machen. Außerdem meinte ich, das tut sicher weh. Ich dachte, jetzt wird mit der Zeit alles nur schlimmer. Doch kam eine Zeit, wo Verschiedenes dazu beigetragen hat, dass ich bei eine Physiotherapeutin zurecht kam, die genau richtig für mich war, und in meinem Leben war es auch die richtige Zeit, und wir konnten gut zusammen arbeiten. Die Schmerzen sind zwar nicht ganz verschwunden, und es kommen dann und wann noch neue dazu (obwohl ich noch keine 50 bin), doch kann ich jetzt viel besser damit umgehen, sowie besser und etwas länger laufen. Mit der Zeit haben mir die Übungen sogar soweit geholfen, dass ich regelmäßig beim Volkstanzen mitmachen kann (nur keinen ganzen Tag lang, sonst tut es wochenlang weh….aber 1 1/2 Stunden geht schon) Hätte ich vor 10 Jahren wirklich nicht geglaubt.
Alles Gute wünsche ich bei der gesunden Bewegung!
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Re: Auch ich bin neu- und -gierig

Beitragvon pskau » Mi 28. Nov 2018, 18:03

Ein weiterer Zwischenbericht:
Anfang der Woche war ich – für die nächste Zeit das hoffentlich letzte Mal - beim Orthopäden meines Vertrauens.
4 Spritzen Hyaluron ins rechte Sprunggelenk insg.
1 Spritze – Pause wegen nicht heilender bzw. nässender OP-Einstichstelle – 2 Spritzen Hyaluron linkes OSP. Die letzte Spritze hat der Doc nicht gesetzt, da auch ohne alles soweit gut läuft.
Ich kann mit relativer Schmerzfreiheit auf ebener Fläche laufen. Die Beweglichkeit meines linken OSP wird immer besser, rechts ist eine Steigung der Strecke noch immer eine Herausforderung und schmerzhaft.
Der Doc gab mir auf den Weg, es nicht zu übertreiben, Jogging und Co wird nicht wieder gehen, aber normale, moderate Bewegung ist ok.
In den letzten 4 Wochen habe ich nur 3 Schmerztabletten (Diclofenac) eingenommen, das ist ein Mega-Erfolg!!
Ich bin glücklich, weiterhin 2 mal in der Woche zur Krankengymnastik gehen zu können. Mit dem neuen Rezept komme ich bis ins neue Jahr. Danach schaue ich mal bzgl. Reha-Sport.
Nach der KG bin ich zwar ordentlich am humpeln – mein neues Mantra: Füße gerade, nicht watscheln, langsam, omhhhm -, aber am nächsten Morgen komme ich die Treppe trotzdem runter, also was will ich mehr.
Lt. Schrittzähler bin ich zwischen 4000 – 8000 Schritte/Tag unterwegs, je nachdem, wie oft ich mit dem Hundchen gehe, bzw. wer wann mit dem Hund geht, was einzukaufen ist, …, also auch hier alles im grünen Bereich.

Nächster Aderlass Anfang Dez.. Bin gespannt auf meinen Ferritin-Wert, der sollte zwischen 50 und 80 liegen. Dann wäre ich wieder da, wo ich schon einmal war, bevor ich bei den AL über mehrere Jahre geschludert hatte. Ist übrigens mein 60. Aderlass incl. ~ 20 mal Apharese zwischen Jan und Juli 2008. Bei durchschnittlich 2 - 3 mal stechen bevor es läuft macht das ca. 150 Löcher in meinem Pelz. (Wobei ich mich seit Monaten nicht beklagen kann: tiefenentspannt, gut gelaunt und mit mindestens 3 Liter Wasser am Vormittag und begabten Händen klappt es schon beim ersten Mal!!)

Btw.: Ich habe vor einiger Zeit in einem Laden ein recht interessant-häßliches (Kunst- nah ja, besser Kitschkunst-) Objekt gesehen.- Also zumindest der Knorpelzustand ist miserabel. :greenkugel
Ich fand es ziemlich lustig.

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Re: Auch ich bin neu- und -gierig

Beitragvon wolle » Do 29. Nov 2018, 12:07

Hallo Petra,

Das Bild finde ich echt Cool, - hast du davon noch mehr, z. B. andere Perspektive?

Gruss Wolle :hallo
LG Wolle
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Re: Auch ich bin neu- und -gierig

Beitragvon pskau » Do 29. Nov 2018, 12:53

Voila: Ein zweites habe ich auch, jedoch so wirklich anders sieht das Bild nicht aus.
Such Dir das "Schönste" aus. :-)
LG Petra
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Re: Auch ich bin neu- und -gierig

Beitragvon pskau » Mi 5. Dez 2018, 11:46

Neuer Zwischenbericht in Sachen Ferritin:
Ich bin jetzt wieder da, wo ich hingehöre. Mit dem letzten Aderlass im Nov. 18 habe ich 67 ug/l erreicht.
Ich habe nach einem weiteren AL ein Gespräch mit dem Doc geführt, in Erwartung eines Lobes bzw. in Erwartung einer Planung der Erhaltungs-AL von 3 – 4 AL/Jahr.
Aber mitnichten. Der Doc meinte zunächst weiterhin 8 AL pro Jahr, also erst einmal 4 im 1. Halbjahr – Werte überprüfen, dann weiterplanen, später waren es dann „nur“ noch 6 AL/Jahr. Ich solle Ende Jan 19 zum nächsten AL wiederkommen. Meine Befürchtung, dass ich in eine „Eisen-Anämie“ rutschen könnte, wollte der Doc nicht hören.

Darüber hinaus war er überhaupt nicht zufrieden mit der „Langsamkeit“ meiner 2. Enteisung. 26 AL à 450ml waren es seit Juli 2016 mit dem Ausgangswert 530 bzw. 610 ug/l. Ist das langsam? Ich weiß es leider nicht und der Doc hat mich ziemlich verunsichert.

Er hat dann Überweisungen für einen Fibroscan UND ein MRT von Leber und Milz ausgestellt. Für mich wären das die ersten Leberuntersuchungen überhaupt.
Und jetzt sitze ich hier etwas ratlos am Schreibtisch und überlege, ob diese Untersuchungen nun Sinn für mich machen bzw. was ich mit den Ergebnissen wohl anfangen kann.
Fibroscan = Verlaufskontrolle chronischer Lebererkrankungen sagt der Gockel. Hier habe ich mir einen Termin besorgt, der sogar ziemlich kurzfristig für die nächste Woche geklappt hat.

Bei MRT Leber/Milz finde ich als Anwendungsbereich hauptsächlich Krebserkrankungen.
Ich glaube, ich warte erst einmal auf die Ergebnisse des Fibroscans, bevor ich hier einen Termin mache. Dieses Ärzterennen finde ich ganz schrecklich!
Zuletzt geändert von pskau am Mi 5. Dez 2018, 20:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Auch ich bin neu- und -gierig

Beitragvon Hedgehog » Mi 5. Dez 2018, 14:20

Warum Dein Arzt darauf besteht, Du solltest bei Ferritin von 67 doch noch unbedingt 8 Mal im kommenden Jahr zum Aderlass ist mir schleierhaft. Ich bin kein Arzt, sondern lediglich HC Patientin….habe aber erfahren, dass ein ganz niedriges Ferritin sogar bei unseren Genen nicht unbedingt bald wieder steigt. So wurde ich davon abraten, noch mehrere Aderlässe zu untergehen, ohne jedes Mal die Werte kontrollieren zu lassen. Unnötige Aderlässe sind, wie Du schreibst, nicht ungefährlich. Außer Anämie kann es passieren, dass die Transferrinsättigung am steigen bleibt, während Ferritin weiter fällt, was scheinbar nicht einfach zu behandeln ist. ('Iron avidity') Vielleicht meint der Arzt, es ist leichter viele Behandlungen auf einmal vorzuschreiben, und es wird für Dich leichter sein, eventuell einige Termine abzusagen, als zusätzliche zu verlangen?? Das System in Deutschland kenne ich nicht. Es können natürlich auch andere Aspekte Deiner Gesundheit im Hintergrund stecken, die den Arzt beeinflussen. (Oder er hat schlechte Erfahrungen mit Patienten gemacht, die sich über zu weinig Aderlässen beklagt haben…! :wink: ) Die andere Untersuchungen schaden wohl nicht, wobei ich auch gut verstehen kann, dass Du lieber die Zeit für etwas anderes benutzen möchtest! (so geht's mir auch…. sollte laut Facharzt jedes Jahr vorsichtshalber Ultraschall vom Leber machen lassen…. aber ich melde mich dann meistens erst nach 1 1/2 Jahren....besser etwas verspätet als gar nicht, finde ich….aber so ein Verhalten würde ich meinem Mann wohl nicht empfehlen!). Hoffentlich kosten die weitere Untersuchungen nicht zu viel Zeit.
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Re: Auch ich bin neu- und -gierig

Beitragvon pskau » Mi 5. Dez 2018, 19:25

Ich danke Dir Hedgehog für Deine Einschätzung.
An dem Krankensystem in D kann es m.E. nicht liegen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht, was meinen Doc geritten hat. Vorbereitet auf das Gespräch schien er nicht wirklich, obwohl ich es angemeldet hatte.
Meinen nächsten AL-Termin habe ich für Mitte Feb. vereinbart. Da Weihnachten mit viel lecker Fleisch Jam-Jam dazwischen liegt, sollte da hoffentlich nicht Schlimmes passieren. In jedem Fall werde ich wieder Ferritin dabei messen lassen (leider habe ich gestern keinen Wert nehmen lassen), dann wird sich zeigen, wo ich liege.
Und ich warte mal ab, was dieser Fibroscan aussagt.
(Hoffentlich erklärt mir der Doc nicht, ich hätte eine Säuferleber. Ich trinke nämlich so gut wie nie Alk, vielleicht alle 2 Wochen ein Gläschen Rotwein).

Ich trage meine Werte immer in einer Grafik ein, mein Ferritin geht dabei ziemlich linear nach unten.

(Grafik gelöscht)
Zuletzt geändert von pskau am So 13. Jan 2019, 13:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Auch ich bin neu- und -gierig

Beitragvon Hedgehog » Mi 5. Dez 2018, 19:51

Deine Grafik finde ich sehr gut. So etwas sollte ich auch mal versuchen. Bei mir wurde Ferritin allerdings erst dann gemessen, nachdem ich mich ziemlich oft beim Hausarzt über Schmerzen beklagt hatte und endlich zur Rheumatologe geschickt wurde. Du hast aber nicht nur fallende sondern auch ansteigende Werte. Das ist ja interessant: so könnte man meinen (wobei ich gar nicht weiß, ob das medizinisch so gesehen sein wurde), dass auch ohne Aderlass Du von Deinen heutigen Wert vielleicht noch gut zwei Jahre hättest, bevor Du die Normgrenze überschreiten würdest. Wer weiß aber, wie schnell wir aufs Neue Eisen stapeln? Manchmal passiert es ja, dass auch ohne weitere Aderlässe die Ferritinwerte nicht mehr ansteigen.
(Ich habe jetzt wieder zurückgelesen… vielleicht will der Arzt Dein Ferritin extrem nach unten bringen, falls Dir noch einmal einfallen sollte, Jahrelang mit HC Bewachung /Behandlung Pause zu machen….! )
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Re: Auch ich bin neu- und -gierig

Beitragvon pskau » Mo 17. Dez 2018, 12:39

Vielen Dank für das Lob. :) und die :blumen

„Neuer“ Zwischenstand Gelenke:

Die mit den Hyaluron-Spritzen in die OSP erreichte völlige Schmerzfreiheit ist leider weitestgehend wieder verflogen.
Leider war die Zeit der Schmerzentlastung deutlich kürzer, als ich mir das erhofft hatte. Trotzdem profitiere ich aber noch immer, was die Streckenlänge, die ich annähernd humpelfrei laufen kann, betrifft. Auch das morgendliche Aufstehen ist noch nicht wieder zur Qual geworden. Meine Physio hilft weiterhin dabei, meine allgemeine (und spezielle) Beweglichkeit zu verbessern, meine Muskulatur wieder in Gang und auf die richtige Länge zu bringen und somit als Gesamtpaket der konventionellen und konservativen Therapiemöglichkeiten derzeit meine Lebensqualität zu verbessern.
Die Behandlung der Arthrose mit Hyaluron stellt ja leider nur eine symptomorientierte Therapie da, die nicht gegen den Knorpelverschleiß an sich hilft.
Und was bei uns HC’lern nun eigentlich zum Knorpelverschleiß ohne mechanische Ursachen oder Verletzungen führt, scheint ja immer noch im Dunkeln zu sein.

Ich habe nachgeschaut, was der Doc mir im Einzelnen gespritzt hatte:
Lipotalon => aus der Gruppe Cortison
Mepihexal => Lokalanästetikum (wirkt wenige Stunden)
Recosyn => Hyaluronsäure

Nun stellt sich für mich die Frage, hat nun das Cortison oder das Hyaluron nun für 1,5 – 2 Monate eine deutliche Verbesserung Richtung Scherzreduktion bewirkt, aber letztlich ist es leider wurscht. Nun habe ich verstanden, weshalb der Doc gesagt hat, mehr als 3, max. 4 Spritzen am Stück geht nicht, nun ist erst mal eine längere Pause angesagt.

Physio läuft noch bis in den Januar, dann schaue ich mal Richtung Reha-Sport. Richtung Sommer /Urlaub kann ich erneut über eine Spritzenkur nachdenken. Und mit jedem Monat/jedem Jahr mit eigenen Gelenken erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Therapiemöglichkeiten mit „gezüchteten“ und wieder in das Gelenk eingesetzten „körpereigenen“ Knorpel ausgeweitet und verbessert werden. (wünsche ich mir jedes Jahr zu Weihnachten, leider liegt diese Therapie auch dieses Jahr nicht unter dem Baum)

Mein Fibroscan ergab eine „ normal weiche“ Leber, die sich genauso darstellte, wie sie sein sollte. Wenn das nicht mal eine tolle Nachricht ist!

Liebe Leute, in 7 Tagen ist Heiligabend, genießt noch die restliche Vorweihnachtszeit.
LG pskau
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Re: Auch ich bin neu- und -gierig

Beitragvon pskau » Mi 9. Jan 2019, 14:34

Erneuter Zwischenbericht Sprunggelenke:

Leider nicht positiv. Ich frage mich, ob das hier in den Frustthread oder doch in meinen Faden gehört.

Es hatte sich ja angekündigt – jeden Tag tat es ein bisschen mehr weh. Nach Weihnachten konnte ich kaum mehr laufen – trotz Ibu.
Nach Silvester bin ich kaum noch bis zum Parkplatz nach einem kurzen! Hundespaziergang zurückgekommen. Schmerzen links jetzt durchgehend auch auf dem Sofa hockend und in der Nacht.

Beim Doc – als die Praxis wieder auf war – kurzfristig einen Termin bekommen (beim Partner-Doc, meiner hatte Urlaub).
Gelenke: geschwollen, Ultraschalluntersuchung – Kopfkratz – sieht gar nicht gut aus. Gleich zum MRT geschickt, absolute Schonung, Krücken, 3 x Ibu 600mg/Tag verordnet.
Die Helferin des Arztes hat mit dem MRT-Zentrum geflirtet und einen Termin für denselben Tag bekommen. – unfassbar toll.

Zusammengefasst das Ergebnis des MRT: Zustand linkes OSG eher schlechter als besser nach der OP. Knorpel eher weniger als mehr. Meine Knochen haben „Stress“, verstanden habe ich, dass Wasser sich in meinem Knochen gesammelt hat und dieser dann der Belastung noch weniger standhalten kann. Der Doc versuchte es anhand eines Schwammes zu erklären, trocken sei dieser wesentlich druckstabiler als nass. Aber positiv: Knochen sind nicht (zusammenge-)brochen.
Erst einmal 1 Woche nicht laufen, dann sei der Kollege wieder da, dann soll ich wieder kommen.
Seitdem zeigt mein Schrittzähler am Händi wieder 0 an, ich bin so langsam auf Krücken, da fängt er gar nicht erst mit dem Zählen an. Rechtes OSG ist natürlich jetzt doppelt überlastet und tut (was es die ganze Zeit eigentlich macht, bei jedem Schritt weh, sitze ich, ist es friedlich)

Menno, mein Mann geht jetzt mit dem Hund und ich? Ich hangel mich die Treppe Richtung Küche runter.
PS: so wird das nichts mit dem Gewicht verlieren.
PPS: mein Hund passt sich in die Familie ein und humpelt seit ein paar Tagen (ist in ein Kaninchenloch getreten im vollen "Galopp")
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Re: Auch ich bin neu- und -gierig

Beitragvon Hedgehog » Mi 9. Jan 2019, 21:26

Das ist aber schrecklich, gar nicht gehen zu können! Hoffentlich können Dir die Mediziner doch irgendwie helfen. Wie dass sein kann, dass Wasser in die Knochen hineinkommt ist mir schleierhaft. (Ein Grund, bei Regenwetter im Bett zu bleiben?? :lach )
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Re: Auch ich bin neu- und -gierig

Beitragvon mausi » Do 10. Jan 2019, 17:46

Hallo.

Leider hab auch ich mit den Gelenken Problemen. Voriges Jahr rechtes Kniegelenk, jetzt ist das linke Gelenk soweit. Hat das mit hc zu tun? Ich wünsche dir baldige Besserung? Was wird außer Schonung noch empfohlen? Viele Fragen auf einmal.
Ich habe zur Abnützung noch dazu ein Knochenmarködem. Seit der Knie-Op bin ich mit meinen Werten eigentlich super, kein AD seit einem Jahr.
Gute Besserung
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