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  • Bild Titel: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
    Autor: Schrotti
    Verfasst am: Di 30. Mai 2017, 04:00
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Geburtstage

Heute hat kein Mitglied Geburtstag Geburtstage in den nächsten 7 Tagen: christiane, blackmungo (39), Superintendent (54), Grubi (51)

neu, HC oder was anderes?

Hier könnt Ihr Euch vorstellen und etwas von Euch erzählen z.B. ob Ihr Betroffene, Angehörige seid oder einfach so interessiert seid, etwas über Hämochromatose zu erfahren

neu, HC oder was anderes?

Beitragvon henry70 » So 21. Feb 2016, 14:58

Hallo zusammen,

ich bitte Euch mal um Einschätzung folgender Situation:
Ich bin 72 jahre alt, männlich (siehe nick :)
Ich habe DM 2 , seit 2011 (natürlich sicher schon länger) und habe rechtzeitig interveniert (Bewegung plus Ernährung) Ergebnis: HabA1c werte immer unter 5.7 letzter 5.1. NBZ lange zu hoch, jetzt mit low carb high fat um die oder leicht unter 100.
Im sept 15 wurde bei der Blutuntersuchung (neue, junge Ärztin) zum esten mal Ferritin ermittelt: 787 Sie fand das sehr hoch , vermutete Entzündung , hat aber nichts unternommen. (Ich kannte den wert vorher gar nicht) Serum-Eisen 103
Blutsenkung war niedrig, Leberwerte niedrig,(wie seit jahren, nie ein wert höher als 27) Blutbild in Ordnung , außer: Vitamin D zu niedrig und TSH zu niedrig. (muß substituieren) Fettstoffwechsel sehr gut.
Bei nächster Untersuchung M 19.1. 16 war Ferritin auf 843 gestiegen, Transferrin (die Ermittlung hatte ich gefordert, da ich mich inzwischen informiert hatte!) 178 und Sättigung 36 Eisen 90 TSH 4.77
Harnstoff und fettwerte hatten sich deutlich verschlechtert (wegen nicht-nüchtern-blutabnahme) deswegen Wiederholung am 10.2.
Harnstoff und fettwerte wieder im normbereich, Ferritin auf 852 gestiegen, Transferrin auf 168 gesunken. (Ermittlung nur auf meinen wunsch) Eisen nicht ermittelt. :
CRP bei 1, Blutbild weiter ok, leukos Hb usw.
Morgen werde ich zu einem anderen Arzt gehen, weil mir diese Ärztin zu inaktiv und wohl unerfahren (unwissend?) ist.
Mein Überlegungen:
körperlicher zustand: fit, mache täglich fußmärsche (mit zwei Jagdhunden) (seit 2007 25.000 km, um das ausmaß zu kennzeichnen) Belastungs-EKG anfang febr 16 ergab 130% lweistungsfähigkeit meiner Altersgruppe) keiene Probleme.
Tumor? veranlaßt wurde bereits Ultraschall des bauchraums. Letzter hinweis auf leber: bei Ultraschall des bauchraums nach sturz : leber leicht vergrößert, ohne bindegewebliche Umformungen, keine Fettleber.
Meiner Nachforschung nach ist bei einem malignen Tumor das eisen erniedrigt. (Eisenverteilung) Symptomatik habe ich keine (was natürlich nicht viel sagt) PSA weiterhin 2.06
Autoimmunerkrankung: ? es gab mal den verdacht vor drei jahren auf LUPUS . Nach Biopsie ausgeschlossen. Alle Kollagenosen. Außerdem sollen da die Ferritinwerte extrem hoch sein.
Hämochromatose: ? Sättigung spricht erstmal dagegen. Aber: gibt ja auch andere formen.... ?
Ermittelt werden muß wieder das serum-eisen, denn bei Tumor müßte es nach unten gehen bei HC nach oben, oder?
Allgemeine fragen:
- Kann man von einer gleichbleibenden Entwicklung des Ferritinwertes ausgehen, dh. zurückrechnen? Entstehung?
- Bei einem Tumor soll ja das Ferritin erklärbar sein durch den zellabbau und das damit freigesetzte Ferritin. Und das niedrige Eisen durch den verbrauch beim Wachstum???
- Gibt es ernährungsbedingte gründe für hohes Ferritin. z.b. habe ich aus Unerfahrenheit mit lchf extrem!!! viel fett gegessen, das ja in der leber zu ketonkörpern umgeandelt werden muß.... gibt es sowas wie überlastung er leber??
-Macht es sinn, einen diagnostischen aderlaß zu machen neben dem tumorausschluß? Meine Überlegung: Falls HC ist das ja noch der anfang, nach unterschiedlichen berichten beginnt organschädigung bei 800 - 1000.

So, daswärs erstmal. Für stellungsnahmen zu Einschätzung aber zu dem, was ich evtl. jetzt tun sollte, wäre ich dankbar.Falls nochangaben fehlen, bitte fragen.
Dankke an alle.

Henry 70
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Re: neu, HC oder was anderes?

Beitragvon Lia » So 21. Feb 2016, 22:08

Hallo Henry,

herzlich willkommen im Forum :winke!
Heute abend bin ich schon zu ko, möchte aber mein Willkommen dalassen :)
Morgen schreibe ich Dir zu Deinen Fragen.

Einen schönen Sonntag abend wünscht Dir

Lia
Die Hummel hat 0,7 qcm Flügelfläche bei 1,2 Gr. Gewicht. Nach den bekannten Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesen Verhältnissen zu fliegen. Die Hummel fliegt trotzdem!
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Re: neu, HC oder was anderes?

Beitragvon henry70 » So 21. Feb 2016, 22:28

Hallo Lia,
ja, danke auf jeden fall schon mal. Ihr alle in den foren macht eine ganz großartige arbeit, ich habe das auch schon mit Diabetes erfahren und komme dadurch damit gut zurecht, brauch immer noch keine Medikamente dabei
Noch eine Ergänzung zu meinen angaben:
ich bin 182 groß und wiege 72/73 kg.
Noch eine info: In der Vergangenheit (ca 20 jahre lang) habe ich regelmäßig wein getrunken, durchschnittlich 1/2 l pro tag, immer nur zum essen. Hab immer die Leberwerte kontrollieren lassen, wie schon erwähnt, waren sie immer sehr gut. Kommentar des Hausarztes damals dazu: Ihr leber arbeitet im "unteren anforderungsbereich" , Sie rauchen nicht, leben gesund, nehmen keine Medikamente. Mein FLI (fatty liver index) ist 20. Kann es trotzdem sein, dass der weinkonsum eine rolle spielt?
LDH-wert wurde auch schon mehrmals und jetzt auch ermittelt: er ist im normbereich.
Grüße
henry70
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Re: neu, HC oder was anderes?

Beitragvon BirgittaM » Mo 22. Feb 2016, 06:13

Hallo, Henry!

Ich habe deinen Bericht auch erst mal quer gelesen und bin eh nicht die Kompetenzkanone hier.

Deshalb beschränke ich mich ebenfalls auf:
:hallo Willkommen im Forum!
Gruß, Birgitta

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Re: neu, HC oder was anderes?

Beitragvon Lia » Di 23. Feb 2016, 01:10

Hallo Henry,

sorry, es gibt so Tage, da kommt man zu nichts...
Aber ich schreib bald, versprochen!

Liebe Grüße

Lia
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Re: neu, HC oder was anderes?

Beitragvon BirgittaM » Mi 24. Feb 2016, 20:43

Hallo, Henry!

Bei einer TfS von 36% ist eine HH ziemlich unwahrscheinlich.
Ich hatte ein Ferritin von knapp 360 und eine TfS von beinahe 90% , der Gentest ergab "full house" = homozygot bei C282Y, wie die meisten Hämos.
Der Serumeisenwert ist nur von untergeordneter Bedeutung, weil er sehr stark von der Ernährung abhängig ist.
Insofern ist es kein sonderlicher Verlust, dass er nicht bestimmt wurde.

Zur Zeit sind mehrere Leute mit hohem Ferritin und fehlenden weiteren Hinweisen auf HH hier unterwegs.
Wenn du mal im "Ich bin neu(gierig)"-Bereich stöberst, findest du sie sicher, einer ist Markus78, soweit ich weiß.
Dort hat Lia schon eine Menge geschrieben, vielleicht findest du schon Hinweise für dich selbst in den Beiträgen.
Gruß, Birgitta

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Re: neu, HC oder was anderes?

Beitragvon Lia » Mi 24. Feb 2016, 22:24

Hallo Henry, nun komme ich dazu, meinen Beitrag zu schreiben. Du hast viele Punkte angesprochen und dazu Fragen gestellt, die recht komplex sind. Daher bekommst Du jetzt einen Rundumschlag :wink: von möglichen Ursachen für dauerhafte Ferritinerhöhung und Wahrscheinlichkeiten. Langer Text :)

Allgemein: Ursachen für dauerhafte Ferritinerhöhung:

1 Lebererkrankung, Metabolisches Syndrom, Adipositas, Mangelernährung?
Ultraschall des bauchraums nach sturz : leber leicht vergrößert, ohne bindegewebliche Umformungen, keine Fettleber.
FLI 20 = Fettleber unwahrscheinlich, Leberwerte normal
Wenn kein Hinweis auf deutliche Leberschädigung und kein metabolisches Syndrom vorliegt, Fettstoffwechsel normal ist, Normalgewicht und keine Adipositas oder extreme Mangelernährung besteht, (letztere können ohne Leberschaden zu Ferritinerhöhung führen) gesunder Lebensstil vorhanden ist, ist Ferritinerhöhung durch Lebererkrankung oder metabolisches Syndrom unwahrscheinlich.

2 Eisenüberladung?
Erbliche Eisenüberladung? Wenn Transferrinsättigung normal, besteht kein Hinweis auf erbliche Hämochromatose Typ 1 (häufigste Form)
Erbliche Eisenüberladung mit niedriger Transferrinsättigung gibt es wie folgt z.B. (sehr selten):
-Hämochromatose Typ4a macht meist keine Symptome und Aderlässe sind eher nicht angeraten, zumal sie auch nicht gut vertragen werden bei Typ4a. Erbgang ist autosomal-dominant.
-Aceruloplasminämie macht neben einem Diabetes weitere schwere Symptome, so eine Ursache fällt bei einem sich gesund fühlenden Menschen im Alter von mit 72 Jahren weg.
-Hyperferritinämie-Katarakt-Syndrom wäre noch eine seltene Erklärung für hohes Ferritin mit unauffälliger Transferrinsättigung und dem Aufreten von grauem Star, aber ohne Eisenüberladung der Leber. Erbgang ist autosomal-dominant.
-Benigne Hyperferritinämie ohne Katarakt macht keine Krankheitszeichen und ist ebenfalls sehr selten. Erbgang ist autosomal-dominant.
Erworbene Eisenüberladung?
Ernährungsbedingte Eisenüberladung und Eisenüberladung durch Eisensupplemente
Langjähriger Weinkonsum könnte m.E. eine Rolle bei dauerhaft erhöhtem Ferritin spielen. Im Rotwein sind zwar reichlich Polyphenole enthalten, Stoffe, welche die Aufnahme von Eisen pflanzlicher Herkunft hemmen, aber Alkohol kann die Eisenaufnahme aus dem sehr eisenhaltigen Rotwein erhöhen. Meiner Erfahrung nach - auch hier aus dem Forum- haben Rotweintrinker, die über viele Jahre regelmäßig Wein trinken, selbst auch in recht moderatem Maß und ohne Leberschaden, ein höheres Ferritin als z.B. Hämochromatose- Patienten ohne solchen Rotweinkonsum.
-Aderlass bei Hyperferritinämie bei Diabetes? Aderlässe könnten mehreren Studien zufolge die Insulinsensitivität erhöhen, es zeigte sich, dass bei Probanden die Veränderung der Insulinsensitivität auch noch 1 Jahr nach den Aderlässen anhielt. Ein paar vorsichtige Aderlässe wären also vielleicht einen Versuch wert, wenn Dein Allgemeinbefinden gut ist und der Hb ok, allerdings ist reine Laborkosmetik Quatsch, nur einen Wert herunterbringen zu wollen, ohne darin einen Nutzen zu suchen. Das wäre also mit dem Arzt zu diskutieren, Die Studien könnte ich bei Bedarf nennen.

3 Diabetes (Gehört eigentlich teilweise mit zum ersten Stichwort 1 oben zu Metabolisches Syndrom..)
Hohes Ferritin gilt als Risikomarker für einen Diabetes und kommt bei Diabetes nicht selten vor. Ursachen sind m.W. noch nicht letztlich erforscht.
Die Korrelation der Höhe des Serumferritins mit HbA1c zeigte in Studien den Hinweis, dass die Blutzuckereinstellung oder eine Fehlregulation der glykämischen Kontrolle das Serumferritin durch entzündliche Prozesse oder oxidativen Stress oder eine Kombination aus den beiden beeinflussen, da beide eine wichtige Rolle bei der Entstehung von DM Typ2 spielen könnten. (Quelle für letzten Satz, den ich aus dem Englischen übersetzt habe: http://www.ijcbr.com/serum-ferritin-and ... -mellitus/ (aus volltext pdf)
Serumferritin ist bei Diabetikern Studien zufolge höher als in Kontrollpersonen und Serumferritin steht in einer positiven Korrelation mit der zunehmenden Dauer des Diabetes. Zudem zeigte eine Studie mit schlecht eingestellten Diabetespatienten, dass Serumferritin erhöht war, so lange der Blutzucker nicht gut reguliert war.

4 Maligne Erkrankung? Tumor?
Wenn Allgemeinzustand bis auf Diabetes altersentsprechend hervorragend ist, bisher keine hinweisgebende Laborwerte festzustellen sind, schließt das einen Tumor natürlich nicht aus, aber eine Hyperferritinämie kann sich auch durch früheren langährigen Rotweinkonsum und einen vorhandenen Diabetes m.E. wohl bereits vollständig erklären.
Krebserkrankungen mit hohem Ferritin sind oft hämatologisch z.B. akute Leukämie. Hohes Ferritin sieht man auch bei Leber-und Pankreaskrebs und weiteren Krebserkrankungen. Hierzu würde ich mit dem Arzt Rücksprache halten, der Dich, Deinen Gesundheitszustand und Deine Laborwerte kennt.

5 Nierenerkrankungen?
Nierenwerte vermutlich ok?

6 Rheuma oder andere entzündliche Erkrankungen?
Wenn kein Hinweis auf entz. Rheuma, Crp unauffällig, keine Rheumaschub erkennbar, hat eine Ferritinerhöhung andere Ursache. (Was für ein Lupus wurde ausgeschlossen, SLE? Das würde man merken, wenn man einen aktiven SLE-Schub hat, nicht nur an hohem Ferritin und anderen auffälligen Laborwerten, sondern an massiven körperlichen Beschwerden. Das Vorliegen eines SLE wurde bei Dir untersucht, aber nicht bestätigt. Auch andere Rheuma-Erkrankungen wie z.B. die von Dir genannten Kollagenosen können entzündungsbedingt oder durch Anämie chronischer Erkrankung hohes Ferritin machen, aber da es vermutlich keinen Hinweis auf eine rheumatische Erkrankung gibt, da es Dir gesundheitlich gut geht, wird der Arzt vermutlich andere Ursachen naheliegender finden. Ferritinwerte sind da übrigens nicht extrem hoch. Das ist nur bei speziellen rheumat. Autoimmunerkrankungen wie Morbus Still so und dann hinweisgebend auf die Erkrankung.)

7 Anämie chronischer Erkrankung, andere Anämien mit erhöhtem Ferritin
(Nur) Wenn eine Anämie besteht, ist an eine der folgenden erworbenen oder erblichen Ursachen zu denken:
Eisenbefundtabelle http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef ... abelle.htm

Hinweis: Die Zahlen 1-7 sind nicht nach Häufigkeit der Ursache geordnet, sondern dienen nur der besseren Orientierung, es gibt sicher auch noch weitere mögliche Ursachen, aber das ist schon mal eine Menge :)

Deine Fragen:
Hämochromatose: ? Sättigung spricht erstmal dagegen. Aber: gibt ja auch andere formen.... ? siehe 2
Ermittelt werden muß wieder das serum-eisen, denn bei Tumor müßte es nach unten gehen bei HC nach oben, oder? Bei Tumoranämie geht Serumeisen runter. Aber nicht zwangsläufig ist Serumeisen niedrig bei hohem Ferritin durch ein Tumorgeschehen. Hohes Ferritin durch Tumor ist nicht gleichbedeutend mit Tumoranämie.
Allgemeine fragen:
- Kann man von einer gleichbleibenden Entwicklung des Ferritinwertes ausgehen, dh. zurückrechnen? Entstehung? Bei den drei Messungen des Ferritins ergibt sich bei Dir ein Trend nach oben. Man kann aber nicht zurückrechnen, zumal wenn nicht klar ist, was das hohe Ferritin verursacht. Am ehesten noch könnte man rechnen, wenn jemand erbliche Hämochromatose hat, wie viel pro Monat ungefähr an Eisen im bisherigen Leben aufgenommen wurde bei gleichbleibender Ernährung, abzüglich besonders eisenverbrauchender Faktoren etc. aber auch das lässt sich nicht wirklich berrechnen und ergibt m.E. keinen praktischen Nutzen.
- Bei einem Tumor soll ja das Ferritin erklärbar sein durch den zellabbau und das damit freigesetzte Ferritin. Und das niedrige Eisen durch den verbrauch beim Wachstum???
Entzündliche Vorgänge setzen Ferritin frei, so auch entzündliche Vorgängen bei Tumoren. Zudem können Tumore vermehrt Ferritin bilden und freisetzen, z.B. produzieren die Leukozyten von Patienten mit akuter Leukämie 4 mal mehr Ferritin als Leukozyten gesunder Personen. Dies sind aber komplexe Vorgänge und vermutlich gibt es mehrere Faktoren bei Tumoren und malignen Erkrankungen, insbesondere in fortgeschritteneren Stadien, die zusammen ein hohes Serumferritin ergeben.
- Gibt es ernährungsbedingte gründe für hohes Ferritin. z.b. habe ich aus Unerfahrenheit mit lchf extrem!!! viel fett gegessen, das ja in der leber zu ketonkörpern umgeandelt werden muß.... gibt es sowas wie überlastung er leber?? Ja gibt es, aber vermutlich wird Dein Arzt Deine Leber aktuell bis auf den kleinen Befund als ziemlich fit beurteilt haben, oder?
-Macht es sinn, einen diagnostischen aderlaß zu machen neben dem tumorausschluß? Meine Überlegung: Falls HC ist das ja noch der anfang, nach unterschiedlichen berichten beginnt organschädigung bei 800 - 1000. siehe 2

Kurzum: Diabetes und langjähriger Rotweinkonsum könnten aus meiner Sicht bei einem Mann von 72 Jahren ein dauerhaft hohes Ferritin von ca 800 ng/ml ausreichend erklären. Das schließt das Vorhandensein eines Tumor- /malignen Geschehens natürlich nie aus. Hier halte ich eine Rücksprache mit dem Arzt für sinnvoll, ebenso zu Deiner Frage, ob ein paar vorsichtige Aderlässe bei DIabetes sinnvoll sein könnten oder nicht. Man kann feststellen, ob Deine Leber eisenbeladen ist, dazu braucht man heute keine Leberbiopsie mehr, es gibt schonende Methoden. Auch hierzu kannst Du Deinen Arzt befragen.

Hoffe, ich konnte als Laie mit Hintergrundinfos etwas weiterhelfen, konkret kann das nur der Arzt beurteilen.
Berichte doch mal, wie es bei Dir weitergeht! :D
Liebe Grüße

Lia
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Viele, die ihrer Zeit vorausgeeilt waren, mussten auf sie in sehr unbequemen Unterkünften warten. (S.J.Lec)
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Re: neu, HC oder was anderes?

Beitragvon henry70 » Do 25. Feb 2016, 22:42

Hallo Lia,
herzlichen dank für Deine auführliche antwort. Du hast Dir ja eine riesenarbeit gemacht!
Ich hatte heut zwei Untersuchungen, Prostata und lunge (beides ohne hinweis auf Tumor, gottseidank) und bin ziemlich "fertig".
Auf jeden fall werde Dich/Euche weiter informieren, dies erstmal nur als zwischenantwort.
Morgen wird nochmal (bei dem neuen Arzt, einem Allgemeiner) der Blutstatus gemacht und nächste woche werde ich mit ihm das weitere vorgehen besprechen. Er ist recht offen für Gespräche und vorschläge. Das ist schon mal sehr positiv.

Also, ich melde mich dann mit genaueren Infos über die weitere Entwicklung.
Für heut abend,
viele grüße
Henry 70
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Re: neu, HC oder was anderes?

Beitragvon henry70 » Mo 29. Feb 2016, 19:19

Hallo Lia,

auch von mir nachträglich alles gute zu Deinem geburtstag.
Ich hatte ja gesagt, ich melde mich wieder..
Der neue Arzt hat ja gleich den gentest auf Hämochromatose gemacht, der ist aber noch nicht da.
Mir schien das zwar angesichts des niedrigen sättigungswertes nicht nötig, aber da bei der neuen Blutuntersuchung der sättigungswert bei cq 46 liegt, also einen punkt
über der norm, also auch gestiegen ist, schadet es vielleicht nicht, hier Klarheit zu haben.
Das wichtigste aber: Der Ferritinwert ist von den ca. 850 auf etwas über 500 gefallen!! D.h. der prozeß der Steigerung hat sich nicht fortgesetzt, sondern ist umgeschlagen. Entsprechend ist der Transferrinwert auf 190 gestiegen, beides noch nicht in der norm, aber doch deutlich weniger beunruhigend. (Ich hab die werte noch nicht vorliegen, auch die anderen alle noch nicht, denke, die sind aber auch ok. ) Er will es einfach weiter beobachten bzw. den gentest abwarten.
Welche Erklärung gäbe es?
- doch eine akute Entzündung irgendwann? Dagegen sprächen die anderen entzündungswerte, auch, dass ich keinerlei Infekt hatte. (seit fast 10 jahren nicht mehr)
- der weinkonsum, wie du meintest. Dagegen spräche, dass ich mehr weiß- als Rotwein getrunken habe und zum Zeitpunkt der Steigerung des wertes schon fast keinen mehr.
- der zusammenhang mit low carb high fat mit meinem übermäßigen fettkonsum (wie schon beschrieben) Das würde aber bedeuten, dass der wert im herbst 15 richtig hochgeschnellt ist, (geht das?) und sich dann nur noch leicht gesteigert hat.
Interessant ist in dem zusammenhang mein eigener test. Als ich die letzte Steigerung sah, hab ich bemerkt, dass sie leicht geringer geworden war (die Steigerung!) und habe gedacht: mal sehen, ob sich das fortsetzt, wenn ich den Fettverbrauch auf ein normales maß (im rahmen von lchf) reduziere. Das hat zeitlich genau gepaßt. Vom 10.2. auf den 26.2. (Dein geburtstag, wie ich jetzt gesehen habe, hat vielleicht glück gebracht :) sinken um über 300 einheiten.
Vielleicht aber auch nur zufall.
Vielleicht ist es aber doch so, dass insgesamt die Ketoadaption, die ja bei höherem alter durchaus lange dauern kann und manchmal nicht einfach ist, auch zu einer vorübergehenden Erhöhung des serumferritins führen kann. Ich werde das mal im lchf-forum ansprechen. Kann ja, wäre es so, dem einen oder anderen hilfreich sein, das zu wissen.
Das wärs erstmal dazu. Wenn ich den gentest und die anderen werte habe, melde ich mich nochmal. Und wenn dabei nicht noch was "schreckliches" herauskommt, FAHRE ICH AM SONNABEND FÜR DREI WOCHEN IN DIE NORMANDIE AN DIE ALABASTERKÜSTE!!! wie geplant und schon bezahlt. (Wers nicht kennt, mal googeln, ist wunderschön) und kümmere mich nicht um Eisen- sondern um schöneren Stoffwechsel !!
Herzliche grüße
henry70
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Re: neu, HC oder was anderes?

Beitragvon henry70 » Di 26. Sep 2017, 17:36

Hallo, liebe forumsmitglieder,

ich melde mich mal wieder hier, nach ca. 1 1/2 jahren, die für mich einige neue "Baustellen" gebracht haben.
Zunächst hatte ich ja alle großorgane prüfen lassen, Ultraschall des bauchraums ok, Röntgen der lunge auch. Bei Magen- und Darmspiegelung allerdings kam eine Hiatus-Hernie mit schon herausgebildetem Barrett-Ösophagus. (Das ist eine schleimhautveränderung der Speiseröhre, sie ist dann dort wie die Schleimhaut des Magens) Gottseidank noch ohne neoplasie. Hieß aber für mich noch kompliziertere Ernährung (low carb wegen Diabetes plus jetzt säure-reduzierend ) Da bin ich immer noch am rumbasteln, denn den Diabetes will ich weiter ohne Medikamente unter kontrolle halten.
Dann im August, eindruck, irgendwas stimmt nicht mit meiner sicht, halte mir jeweils ein auge zu... Ergebnis beim Augenarzt: Makulaforamen , schon 3. grad, dh glatter durchriß (Makula ist der punkt des präzisen sehens auf der Netzhaut) Risiko u.a. Netzhautablösung. Also op, die gottseidank schon möglich ist. Was ich hierbei erfahren habe: wie wichtig ein Arzt ist , der sein metier versteht und engagiert ist. Sofort zu einem ausgesprochen erfahrenen Spezialisten usw.- Ergebnis heute: sicht wie früher!
Dann die gegenerfahrung: Im Januar kuppe des rechten Zeigefingers gequetscht. Der Hausarzt näht es aber dann heilte es nicht, Erst nachdem es 4 Monate ! danach anfing sehr seltsam auszusehen, wurde ich schnell zum Chirurgen geschickt. Der schimpfte auf den Arzt, viel zu spät usw. Hatte beim dem aussehen den verdacht auf knochenauflösung und mich sofort bei einem handspezialisten zur op angemeldet. Inzwischen ist 9 Monate danach ca die hälfte des nagels wieder herausgewachsen.
Warum schreibe ich das alles? Nun, einfach als Erklärung vielleicht auch Entschuldigung, dass ich mich nicht früher gemeldet habe, was ich eigentlich selbst vorhatte.
Ich war auch froh, dass an der Baustelle "Ferritin" ruhe zu herrschen schien. "Schien"!, denn inzwischen spielt der Ferritinwert Achterbahn.
Ich geb mal sämtliche werte ein, die ich für wichtig halte.. Vielleicht kann mir jemand etwas dazu sagen. Ich bin nämlich da recht ratlos.

pos Datum Ferritin Transferrin Sättg. GGT GOT GPT sonst werte

1. 25.9.15 787 - - 18 21 19 BSG 4'10

2. 19.1.16 843 178 36 18 25 25

3. 10.2.16 852 168 - - - - CRP neg PCT neg

4. 26.2.16 576,8 190 46,6 15 - -

5. 24,8. 16 567,3 202 (215-365) 36 26 25 30

6. 9.3.17 476,1 209 35,7 25 22 33 CRP 0,83

7. 13.6.17 748 203 48 25 26 23

8. 21.9.17 901 187 43 18 30 42 CRP Kleiner 5

Dazu ist folgendes anzumerken:
Seltsam: Ergebnisse von unterschiedlichen ärzten/Labors : 1-3/ 4-6/ 7u8 !!!?? Die Grenzwerte unterschieden sich bei Labors kaum.

Der etwas angestiegene GPT wert könnte durch einige tage entfernt liegende grippeimpfung plus einige Tabletten Diclofenac plus Cortisonspritze wegen Schultergelenkentzündung entstande
n sein.

Mit dem Arzt von pos 7 u 8 hatte ich vereinbart, mal keinen tropfen Alkohol zu trinken, um zu sehen, ob zusammenhang damit besteht.

Er will jetzt den gentest machen??
Wären hier nicht probe-aderlässe sinnvoll?

Ich neige ja dazu, weiter die Entwicklung zu beobachten,solange der wert unter 1000 bleibt. Risiko?

Dies vor allem, weil ich mit demnächst 74 ja eigentlich "fit wien Turnschuh" bin! Sämtliche anderen werte sind einwandfrei,sogar sehr gut.

Wäre nett, wenn mir eine/r von Euch zu dieser Entwicklung was sagen könnte. Danke im voraus und
freundliche grüße
Henry 70
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Re: neu, HC oder was anderes?

Beitragvon Lia » Do 28. Sep 2017, 21:28

Hallo Henry,

Du hast Diabetes oder? Wie gut ist der eingestellt? Das Ferritin könnte mit dem Diabetes in Verbindung stehen.

Habe mich jetzt nur schnell mal quergelesen, was Eisenzufuhr bei Barrett-Ösophagus angeht. Dachte eigentlich, dass viel Eisen in der Nahrung der Speiseröhre nicht gefallen sollte, aber da gibt es Widersprüche: Eine Tierversuchs-Studie hatte zwar mal ergeben, dass Eisengabe bei Mäusen die Entstehung eines Barrett-Ösophagus und die kanzerogene Entartung fördern könnte und das hatte ich irgendwie im Kopf. Es scheint aber wohl beim Menschen bisher keine Hinweise zu geben, dass eisenreiche Ernährung von Barrett-Ösophagus und Krebs fördert. Bei Untersuchungen bei Menschen fand man eher Eisenmangel und eisenarme Ernährung bei Menschen mit Barrett-Ösophagus: Für Mitlesende: hier ist mit Krebs nur gemeint die Weiterentwicklung der Krebsvorstufe Barrett-Ösophagus hin zum Speiseröhrenkrebs. Andere Krebsarten sind nicht gemeint!
Iron Intake and Body Iron Stores as Risk Factors for Barrett’s Esophagus: A Community-Based Study 2008
Zitat:Patients with Barrett’s esophagus had lower dietary iron intakes and lower serum iron stores than controls in our population. These findings do not provide support for the current hypothesis that high iron stores or a high iron intake are risk factors for Barrett’s esophagus (...)Zitat ungefähre Übersetzung: Patienten mit Barrett Ösophagus hatten niedrigere Eisenzufuhr und niedrigere Serumeisenwerte als Kontrollpersonen der Studienpopulation. Diese Ergebnisse stützen nicht die Hypothese, dass hohe Eisenlevel oder eine hohe Eisenzufuhr Risikofaktoren für die Entstehung eines Barrett Ösophagus sind.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2671068/

Hier wird sogar von möglicherweise protektivem (=schützenden) Einfluss von Eisen gesprochen, was die Entstehung des Barrett-Ösophagus und die Krebsentstehung angeht:
(Iron intake and markers of iron status and risk of Barrett's esophagus and esophageal adenocarcinoma. 2010
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20936528 )
Den dort genannten protektiven Einfluss würde ich allerdings ohne die Studien im Volltext gelesen zu haben, eher erstmal bezweifeln.
Allerdings könnte etwas mehr Eisenzufuhr durch die Nahrung gesundheitlich evtl nützen, weil der Eisenverlust durch Blutungen im Ösophagus besser ausgeglichen wird. Und diese bessere gesundheitliche Disposition könnte protektivgegen eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes in Richtung Barrett-Ö. und Krebsentstehung wirken. Müsste mich da noch genauer einlesen, komme dazu im Moment nicht.

Generell bin ich auch bei Menschen ohne Hämochromatose-Mutation ein Freund genügender Eisenreserven ohne Risiko für Eisenmangel, sehe aber keinen Nutzen darain, ein größeres Überangebot an Eisen in der Leber zu bunkern. Da war doch schon mal ein Hämochromatose-Gentest angekündigt, wie war denn das Ergebnis oder wurde nicht gemessen, weil Du jetzt erneut vom Gentest schreibst? Ich vermute keine C282Y Homozygotie bei normaler Transferrinsättigung. Und auch bei einer erworbenen dauerhaften höhergradigen Eisenüberladung wäre Ferritin eher dauerhaft hoch und würde nicht zwischendurch auch mal so deutlich absinken.
Da man durch die Ösophagus-Sache potentiell einen Blutverlust hat, sollte man mit Probe Aderlässen aus meiner Sicht vorsichtig sein, wenn man nicht einen deutlichen Verdacht hat, dass das Ferritin tatsächlich Eisenüberladung der Leber bedeutet und nicht andere Ursache hat.
Was sagt der Arzt ausser Gentest?

Soweit erstmal von mir

Liebe Grüße

Lia
Die Hummel hat 0,7 qcm Flügelfläche bei 1,2 Gr. Gewicht. Nach den bekannten Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesen Verhältnissen zu fliegen. Die Hummel fliegt trotzdem!
Viele, die ihrer Zeit vorausgeeilt waren, mussten auf sie in sehr unbequemen Unterkünften warten. (S.J.Lec)
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.(Erasmus v. Rotterdam)-Recht hat er, der Erasmus! :nick
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Re: neu, HC oder was anderes?

Beitragvon Lia » Do 28. Sep 2017, 21:57

PS: sehe grad Henry, dass du online bist. Habe grad noch am Text rumeditiert. Das, was da jetzt steht, ist der soweit fertige Text.
Die Hummel hat 0,7 qcm Flügelfläche bei 1,2 Gr. Gewicht. Nach den bekannten Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesen Verhältnissen zu fliegen. Die Hummel fliegt trotzdem!
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Re: neu, HC oder was anderes?

Beitragvon henry70 » Do 28. Sep 2017, 23:16

Hallo Lia,

danke erstmal für Deine antwort.
Ich bin ziemlich ratlos wegen dieser Schwankungen.
Doch der reihe nach...

1. Ja, ich bin Diabetiker. Nehme aber keine medikamente. Habe 2011 bei 6,0 für HbA1c aber hohen NBZ interveniert durch zunächst gemäßtige KH-aufnahme später low-carb, dann auch ketogene Ernährung. HbA1c werte seitdem zwischen 4,9 und 5.5 Seit ich auch leichte form von intermittierendem fasten mache (dinner-cancelling)
auch NBZ im normbereich. Und viel Bewegung natürlich.
Ich schreib einfach mal, was ich mir so als Erklärung gedacht habe..
2. ^Die Schwankungen: Wie erklärt sich zb ein absinken des ferritinwertes vom 10.2.16 von 852 auf 576 am 26.2.! 14 tage! Und dann wieder steigerung vom 9.3.17 von 476 auf 748 und dann sogar auf 901?
--maligne Neubildung? Die erste Feststellung war genau vor zwei jahren und ist sicher schon länger so. Aber noch nie zusätzlicher hinweis im Blutbild, siehe entzündungswerte , aber alle anderen werte. Ob solche Schwankungen dazu passen würden, weiß ich auch nicht.
Vom Charakter her doch eher für autoimmunerkrankungen, also schübe. Aber das ohne jede weitere Symptomatik?

3. Eine ganz andere frage: Ist es denkbar, dass die Absenkung von pos 4-6 ein messfehler also was technisches ist? Gibt's sowas? War bei einem Arzt und anderem Labor.
Die anderen werte sind ja alle in etwa auf dem gleichen Niveau.

4. Barret-Ösophagus: Blutungen sind da wohl nicht dabei, das würde ich sicher merken und es wäre angesprochen worden. Reizungen der Speiseröhre kommen durch aufsteigende säure vor. Ichhabe mir da überhaupt erstmal ein körpergefühl dafür erarbeitet. (Magenddruck fühlen z..b.) Das könnte evtl. dauerhaft erhöhten wert erklären, aber wieder nicht solche Schwankungen. Der barrett braucht übrigens ca. 10-15 jahre für die Entwicklung.
Die Kenntnis hat aber dazu geführt, dass ich mich nicht getraut habe, weiter ketogen zu ernähren. (viel fett!) Also wieder Änderung und hin und her in der Ernährung.
Von daher letztens den seit langem "schlechtesten" HbA1c wert von 5,5!

5. Entzündungsvorgänge oder sowas in der leber? Befund nach der sonografie: "Leberparenchym homogen, unauffällig echogen, keine herde, keine intrahepatische Cholestase." Dazu die leberenzyme immer im normbereich. Kann da die leber ursächlich für die Steigerung sein oder "nur" eisenüberladen. Ganz versteh ich den zusammenhang nicht.

6. Den test hat der Arzt damals gemacht und nur kleinlaut gesagt, hätte nix ergeben, (kleinlaut wohl, weil er wohl nicht nötig gewesen wäre) Ich hab leider aber die unterlagen nicht geben lassen. Werde ich nächste Woche aber tun, wenn die Praxis wieder offen hat. Noch einen will ich nicht. Aber was ist mit den anderen formen?
Ich verstehe das nicht so ganz. Wären die bei den werten möglich?

7. Sollte ich die leber genauer prüfen lassen? Biopsie oder MRT auf Eisenüberladung?

8. Ich hab veschiedenes gelesen über zusammenahng zwischen eisenstoffwechsel und Insulinsensivität, also kh-stoffwechsel. Der zusammenhang Eisenstoffwechsel-Diabetes ist wohl komplizierter als nur insofern, dass die eiseneinlagerung in der Bauchspeicheldrüse irgendwann Diabetes verursacht. Mehr schon auf der regulatorischen ebene. (ganz verstehe ich das nicht) Kann es sein, dass die Ketose da einfluß hat. Ketonkörper werden ja auch in der leber produziert. Mir ist folgendes aufgefallen. Im nov 15 habe ich mit keto angefangen , da wurde auch der erste hohe wert gemessen etwas vorher. Ca halbes jahr später begann das absinken. Dann hab ich wegen barrett wieder aufgehört und es gab viel auf und ab mit den werten. Der langzeitwert bildet das ja nicht richtig ab. Und wieder ca. 8 Monate danach wieder die Steigerung. ??

9. Ich werde jetztauch zu einem gastroenterologen gehen, der auch diabetologe ist. Vielleicht weiß der was.
Sollte ich zu Hämatologen und/oder Endokrinologen gehen? Der Hausarzt hat keinen plan, wenig Ahnung leider

10 Gehe ich ein Risiko ein wenn ich weiter ausprobiere wie z.b. drei Monate ohne jeden Alkohol um zusehen, ob das was bringt. Die steigerugn auf 901 ist damit sicher nicht erklärt.
Kann diese letzte Steigerung durch eine Entzündung im schultergelk (Röntgenbild) kommen, die ca 3 Wochen vorher hatte und mit cortison "weggespritzt" wurde. ?

So, sorry, dass es so viel geworden ist, Ich hab mich bemüht, es kurz zufassen, aber es geht mir sehr viel durch den kopf und ich bin wirklich ratlos.

Kann man übrigens nicht mal chatten, wäre das nicht einfacher für allem für Dich?

Nochmal danke für alle hilfe und Infos.

Herzliche grüße

henry70



10.
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Re: neu, HC oder was anderes?

Beitragvon Lia » So 1. Okt 2017, 21:36

Hallo Henry,

bin leider seit ein paar Tagen mit einem ziemlich doofen grippalen Infekt außer Gefecht gesetzt.
Schreibe, wenn ich wieder fitter bin, ok?

Liebe Grüße

Lia mit Rüsselpest :)
Die Hummel hat 0,7 qcm Flügelfläche bei 1,2 Gr. Gewicht. Nach den bekannten Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesen Verhältnissen zu fliegen. Die Hummel fliegt trotzdem!
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Re: neu, HC oder was anderes?

Beitragvon henry70 » Mo 2. Okt 2017, 10:14

Hallo Lia
erstmal gute Besserung für Deine "rüsselpest" (toller ausdruck :)
Nur kein streß! Leider sieht man oft erst im alter oder wenn es zu spät ist, wie schädlich der ist. Leider ist ja das gesamtsystem stark auf streß aufgebaut!

Inzwischen seh ich schon etwas klare, hätte aber noch ein paar fragen, aber das eilt nicht.

Danke auf jeden fall für Deine hilfe

herzliche grüße

henry70
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