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Neuling mit Erfahrungen und Fragen nach 1. Aderlass

Hier könnt Ihr Euch vorstellen und etwas von Euch erzählen z.B. ob Ihr Betroffene, Angehörige seid oder einfach so interessiert seid, etwas über Hämochromatose zu erfahren

Neuling mit Erfahrungen und Fragen nach 1. Aderlass

Beitragvon Tom1984 » Di 4. Okt 2016, 14:04

Hey
vor etwas über einem Jahr fiel bei mir bei einem Blutbild der erhöhte Eisenwert auf. Mein Arzt hat daraufhin zunächst die Eisenwerte ausführlicher geprüft und dann einen Gentest machen lassen. Der ergab, dass bei mir zwar bei keinem der relevanten Gene beide Chromosomen einen Defekt aufweisen, aber bei beiden für Hämochromatose relevanten Genen jeweils einer. Mein Ferritin-Wert war damals ungefähr bei 300 und meine Transferin-Sättigung bei 60. Ich habe dann erstmal versucht durch eine Ernährungsumstellung den Wert zu drücken bzw. nicht weiter ansteigen zu lassen. Das bedeutete: 1) kein rotes Fleisch mehr (was ich vorher in Massen konsumiert hatte), also nur noch Hähnchen und etwas Fisch - 2) nicht zu viel Vitamin C zum Essen (also keine Fruchtschorlen oder z.B. eine Vitamintablette) - 3) öfter mal einen Pfefferminztee zum Essen, um das Eisen zu binden. Mit der Umstellung konnte ich die Werte über ein Jahr einigermaßen stabil halten bzw. minimal senken.

Meine Werte vom letzten Blutbild: Eisen, 228 ug/dl, Ferritin 289 ng/ml, Transferrin 247 mg/dl, Transferrin-Sättigung 66%, Hämoglobin 16,6. Alter: 32
Vor einer Weile habe ich mich nochmal ausführlicher mit dem Thema beschäftigt. Der Stop des Eisenanstiegs durch die Ernährungsumstellung (in Verbindung mit meines wohl eher seltenen Gendefekts von jeweils 1/2 Chromosomen) sollte zwar verhindern, dass jemals meine Organe beschädigt werden, aber das überschüssige Eisen im Körper ist trotzdem nicht gut. Es fördert freie Radikale, die von Antioxidanten (u.a. aus Obst und Gemüse) bekämpft werden müssen. Zudem ist ein Ferritin-Wert über 200 wohl ein eigenständiger Risikofaktor für Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Ich habe öfter Probleme mit Verspannungen (insbesondere im Nacken), die ich erst mit sehr diszipliniertem Krafttraining ganz gut in den Griff bekommen habe. Ein Arzt meinte zu mir, dass mein Blut eventuell zu dick ist und die Verspannungen begünstigen könnte, so dass diese bei dünnerflüssigem Blut eventuell gar nicht erst entstehen würden.

Jedenfalls habe ich mich mittlerweile entschieden, dass es sicherlich das Vernünftigste wäre durch Aderlässe meinen Ferritin-Wert auf ca. 50 zu drücken. Mein 1. Aderlass von 500 ml fand vor 8 Tagen statt und soll erstmal im 2-Wochen-Rhythmus durchgeführt werden. Ich fand ihn deutlich angenehmer als befürchtet, obwohl er mit der Kochsalzlösung danach sicherlich über eine Stunde gedauert hat (länger als ich dachte). Die dickere Nadel war auch nur ein kleiner Pieks. Die ersten 10 Minuten fühlte ich mich dabei etwas ungewohnt, dann hatte sich mein Körper aber beruhigt und der Rest war nicht wirklich unangenehm und den Restabend war ich dann auch nicht ganz so platt wie befürchtet (merken tut man es natürlich trotzdem). Ich hatte an dem Tag darauf geachtet viel zu trinken, gut zu essen und war einige Stunden vorher beim Sport. Am Tag nach dem Aderlass habe ich gar nichts mehr gemerkt, allerdings habe ich ab dem 3. Tag ein Schwindelgefühl bekommen (mal stärker, mal schwächer) und es scheint erst jetzt ab dem 8. Tag wirklich abzuklingen.

So viel zu meiner Geschichte. Nun zu meinen Fragen:
1) Ist dieses Schwindelgefühl eine bekannte Nebenwirkung von Aderlässen? Kann sich jemand erklären, warum der Schwindel bei mir erst am übernächsten Tag anfing? Wird sowas generell besser, wenn der Körper sich an die Aderlässe gewöhnt? Mein Arzt meinte vorher, die ersten Aderlässe sind oft fies für den Körper, aber nach ein paar Mal wird es dann gar kein Problem mehr.
2) Auch wenn mir klar ist, dass das bestimmt sehr individuell sein kann: Wie viele Aderlässe wären realistisch, um von Ferritin 300 auf 50 zu kommen? Eher 5, 10, 20 oder mehr?
3) Mein Arzt hat den Plan aufgestellt, dass mein Ferritin auf 50 sinken soll und wir dann erst wieder Aderlässe machen, wenn der Wert über 100 gestiegen ist. Er meinte Aderlässe in sehr großen Abständen würden nicht so viel bringen, weil man den Körper etwas unter Stress setzen müsste, damit er das neue Blut auch stark aus den Eisendepots bildet. Ich lese aber meistens, dass es die gängige Praxis ist Erhaltungs-Aderlässe in gleichen Abständen zu machen, die mehrere Monate auseinander liegen. Ist sein Plan für mich sinnvoll?
4) Achtet ihr trotz Aderlässe stark auf die Eisen-Ernährung? Ich habe gelesen, dass bei einem 500 ml Aderlass in etwa 250 mg Eisen entfernt werden. Als Mann liegt mein Tagesbedarf bei etwa 10 mg. Wenn ich durch disziplinierte Ernährung etwa 25% Eisen einsparen kann, dann wären das 2,5 mg pro Tag. Das hiesse dann, dass ein Aderlass in etwa so effektiv wäre wie 100 Tage disziplinierte Ernährung. Mein Fazit wäre daraus, dass es sinnvoll wäre die gelernten Grundsätze beizubehalten, aber nicht mehr ganz so stark drauf zu achten.

Bin gespannt auf eure Antworten,
Tom
Tom1984
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Re: Neuling mit Erfahrungen und Fragen nach 1. Aderlass

Beitragvon 70juergen » Mo 10. Okt 2016, 13:13

Hallo

aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass die wöchentlichen Aderlässe anstrengend waren und ich sehr schlapp war zum Schluss. Ich musste aber auch von 2570 runter (hat ca 40 Aderlässe benötigt / 1 Jahr).
Bei mir waren es ca 5-10 Aderlässe, um von 300 auf 50 zu kommen, das ist aber individuell sehr verschieden. Nach der Initialphase, in der es darum ging, den Wert von 50 zu erreichen, geht es darum den "niedrigen" Wert zu halten. Ich bekomme immer einen Aderlass, wenn der Ferritinwert um 100 ist (ca 2-3 Mal im Jahr). Den Ferritinwert lasse ich alle 6-8 Wochen messen. Ich habe mal gelesen, dass man sich 1 Aderlass im Jahr spart, wenn man sich konsequent eisenarm ernährt. Lt. meinen Ärzten soll ich auf Innereien verzichten. Ich habe während der Initialphase auch mit einer Ernährungsmedizinerin gesprochen, sie sagte, dass man generell Fleischverzehr reduzieren soll, unabhängig von der HC (so wie früher der "Sonntagsbraten" und nicht täglich Fleisch). Aber auf tierische Produkte verzichten finde ich nicht gut (Vitamin B12 etc.). Eine ausgewogene Ernährung kunterbunt (bis auf Innereien wegen der HC ) finde ich am Besten und ich komme sehr gut damit zu Recht.

alles Gute Dir
Jürgen
Alle sagen, dass geht nicht. Dann kam jemand, der wußte das nicht und hat das einfach gemacht.
70juergen
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