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  • Bild Titel: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
    Autor: Schrotti
    Verfasst am: Di 30. Mai 2017, 05:00
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Geburtstage

Heute hat kein Mitglied Geburtstag Geburtstage in den nächsten 7 Tagen: King Julian (55)

Fragen querbeet zu Ferritin und HC

Hier könnt Ihr Euch vorstellen und etwas von Euch erzählen z.B. ob Ihr Betroffene, Angehörige seid oder einfach so interessiert seid, etwas über Hämochromatose zu erfahren

Fragen querbeet zu Ferritin und HC

Beitragvon MaPu » Fr 24. Feb 2017, 22:06

Hallo,

zunächst mal einen Gruß in die Runde. Klasse Forum, sehr konstruktiv, sehr informativ und respektvoller Umgang miteinander.

Habe erhöhtes Ferritin, bin aber noch in der Klärungsphase. Transferrinsättigung bzw. Gentest sind noch nicht erfolgt. Dazu dann evtl. zu gegebenem Zeitpunkt mehr.

Jetzt erst mal ein paar Fragen querbeet:

Ca. 10% der Bevölkerung sollen hetereozygote Träger für die C282Y-Mutation sein. Ca. 22% (runden wir mal ab auf 20) für H63D. (Quelle: http://www.uniklinik-ulm.de/struktur/in ... notyp.html). Hieße doch im ersten Fall: als heterozygoter Träger von C282Y auf einen Partner zu treffen mit gleicher genetischer Disposition liegt bei 1:100 (1/10*1/10).
Im zweiten Fall: als heterozygoter Träger von C282Y auf einen Partner zu treffen mit H63D (heterozygot) liegt die Wahrscheinlichkeit bei 1:50 (1/10x1/5).
In beiden Fällen läge die Wahrscheinlichkeit für die Vererbung beider mutierten Gene an ein Kind bei 25%. Stimmt das oder hab ich ein Brett vorm Kopf. Falls es stimmt, wäre eine Kombination C282Y/H63D (und damit einem leichteren Verlauf bei Ausbruch) doch gar nicht so selten.

Wenn man so die Ursachenlisten für erhöhtes Ferritin durchschaut, taucht meist auch "Tumorerkrankungen" auf. Nicht unbedingt beruhigend. Bei detaillierteren Recherchen stößt man schon mal auf den Hinweis, dass das doch eher selten sei und die Ferritinwerte (deutlich) über 1000 lägen (z.B. hier: http://www.allgemeinarzt-online.de/a/gr ... is-1750340). Gibt es hierzu genauere Angaben?

Oftmals wird auch das Metabolische Syndrom als Ursache gelistet (ich meine jetzt nicht die Fettleber). Hier im Forum und auch ansonsten sind aber kaum detaillierte Angaben zu finden. Vielleicht auch Definitionssache? Weiß jemand Näheres oder kennt gute Quellen?

Kann Ferritin im Rahmen eines grippalen Infektes steigen? Wenn ja, wie stark? Und danach wieder schnell deutlich fallen (innerhalb 10 Tagen um 200, z.B.von 850 auf 650)? Infekte werden im Netz/Forum zwar immer wieder auch genannt, aber auch hier fehlen mir Detailangaben/Quellen.

Gibt es nähere Infos zu evtl. Korrelationen von HC zu Bluthochdruck, chronischer Sinusitis, Schilddrüse?


Vielleicht kann jemand etwas Licht ins Dunkel bringen. Würde mich sehr freuen.

Viele Grüße nochmals
MaPu



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Re: Fragen querbeet zu Ferritin und HC

Beitragvon wolle » Sa 25. Feb 2017, 10:14

Hallo MaPu,

willkommen im Forum.

Sehr interessante Dinge, Zahlen, Statistische Werte und Anmerkungen .... aus Deinem Beitrag.

Ich werde mich hüten darauf eine Antwort geben zu können und zu wollen,
weil mir das Wissen fehlt betreffend irgendwelcher Stat. Zahlen,
noch diese Aussagekraft etwas bringt.

Würde ich das mit der Grippewelle vergleichen oder anwenden,
könnte ich mich fragen, wieviele Menschen ggf. an der Grippe sterben,
und dieses mit der letzten Grippewelle vergleichen,
dabei aber noch berücksichtigen muss, dass es ggf. ganz andere Viren und Syntome etc... waren.

Mein Leitspruch lautet glaube keiner Statistik ....

Und zum Anderen was ergibt es für einen Sinn es zu wissen.
Sorry, meine Meinung, - nehme es mir bitte nicht übel!

Einen gesundheitlichen Rat oder Auskunft können wir als Forum nicht geben und wollen es auch nicht, -
ich denke mal das versteht sich von selbst!

Hast Du Deine Fragen mal Deinem Doc. gestellt?

Zu dem was mir einfällt, und das ist meine persönliche Meinung, - die Du ggf. in Deiner Ausführung noch nicht berücksichtigt hast,
ergibt sich tw. aus der Therapie des Aderlasses und dem Gendefekt, Vererbbarkeit etc....

Das wäre zum 1. Versicherungs-Fragen .... nicht mehr jede Versicherung ist bereit einem zu versichern oder zieht daraus ggf. ein zusätzliches Geschäft,
weil eine andere Risikogruppe, - ob berechtigt oder nicht, lasse ich mal hier offen, - hierzu zählt nicht nur die HC .....

2. Blutspenden .... da die wohl beste Therapieform bei der HC der Aderlass ist, - und dieser Anfangs der Therapie wöchentlich, monatlich ...lebenslang ... gemacht wird ...,
und so wie aus Presse zu entnehmen ist, - Blutspender wohl doch Mangelware sind ( Anm. etwas ironisch gemeint: die meisten HC´ler sind, und nicht unbedingt zur Spende zugelassen sind .... ), HC die zur Ader gelassen werden, - der kostbare Saft im Müll landet ... im welchen Verhältnis steht das? Betrifft im übrigen auch insulinplichtige Diabetiker die zur Spende gesperrt sind , und andere Spendenwillige, die aber nicht dürfen, - wo hinterfragt werden muss, ob der Ausschluss gerechtfertigt ist ... So bei den HC´lern mit blutigen Eisenüberschuss, wo jedoch dieser Eisenüberschuss nicht ansteckend ist, und jeder gesunde Körper den Eisenüberschuss, welcher auch zur eigen Blutherstellung benötigt wird .... letztendlich dem Spendenempfänger nicht schaden sollte, wo bei auch noch zu berücksichtigen ist, dass aus der Blutspende durch viele Arbeitsschritte das Blut zerlegt wird, sicher auch das Eisen tonnenweise entfernt werden könnte ( ironie ) ...

Gesamt gesehen, ist diese HC, mit Ihrem AL, sehr gut behandelbar, - und wenn du dir mal die Zugehörigkeit einzelner Betroffenen hier im Forum anschaust,
wirst du erkennen, - die 10 jährige Überlebensgrenze mehrfach geknackt wurde.

Ich will damit sagen, das lt. meiner Statistik ( Gefühlt ) an Stress, Grippe, Unfälle, sogar Alkohol ... mehr Menschen sterben als an HC.
Sind Alkoholiker eigendlich von Blutspendung und Versicherungsschutz ausgenommen .... wobei sicher auch hier die Frage gestellt werden muss,
ab wann ist mann/frau Alkoholiker ( sorry kleiner Abschweifer ... )

Entscheident ist doch wie ich mit dieser chronischen Krankheit lebe, - bewusster und informierter lebe, - so auch bei der Diabetes, Alkoholkrankheit und Süchten ... wenn ich es will und für mich akzeptiere und so entsprechend mein Management aufbaue, wie z. B. soziales Netzwerk: Forum, SHG, Vorlesungen besuchen, pers. Kontakte Gleichgesinnter etc... - das eigene Wissen und die Therapie selbst immer verfolgen und im Auge behalten .... An meinen Themen bleibe.

Ein Weiterer Punkt deiner Statistik/Ausführung .... welchen du anschneidest, - ist die Vererbbarkeit an die eigene Kinder .... - ja, da magst du recht haben,
doch wäre es ein Grund für Dich, sich gegen eine Familiengründung zu entscheiden? Ich denke da gibt es sicher weitere und noch wichtigere Gesichtspunkte, sich gegen eine Familiengründung zu entscheiden .... Doch wäre dann sicher die Menscheit schon ausgestorben.

Ich selber habe zwei Kinder, inzwischen beide Erwachsen. Als meine HC bekannt wurde: brach für mich etwas zusammen, - mindestens 1 Schreiber hier in unserem Forum kann das bestätigen, - doch schnell konnte mir die Angst genommen werden, so das ich es akzeptiert habe. Entsprechend habe ich auch mit meiner Familie und Kinder gesprochen und aufgeklärt. Und beide Kinder haben noch keinen Gen-Test machen lassen, beobachten aber Ihre Blutwerte, und fragen .... Es ist Ihre Entscheidung, - und es gibt viele für und gegen´s.

Doch nochmal wg. dem Nachwuchs ...., wie doll schädige ich das Ungeborene durch Alk. und Tabak, - wie verkraftet es eine Grippewelle, oder Medikamente, - da brauchen wir nicht weit zurückdenken .... doch so bleibt es wie in allen Dingen deiner alleinigen Entscheidung überlassen, - für oder gegen Familienplanung zu sein.

Ach und es fällt mir noch was ein. Selbstdiagnose: .... in unserer sehr modernen und digalen ... Welt, die so schnellliebig ist ... wo uns Google zu einem Thema unendlich viele Vorschläge macht, .... bin ich der Meinung, dass die Aussagekraft und Wahrheit sehr stark der Kontrolle unterzogen werden muss,
und man sich davon nicht unbedingt verrückt machen lassen muss!

Mal paar spontane Gedanken von mir!

Ich wünsche mir für Dich alles Gute,
und vielleicht einen interessanten Erfahrungsaustausch hier im Forum!
LG Wolle
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Re: Fragen querbeet zu Ferritin und HC

Beitragvon MaPu » Sa 25. Feb 2017, 13:44

Hallo Wolle,

vielen Dank für die Begrüßung und Deine ausführliche Antwort. Doch leider - sorry - zielt sie an meinen Fragen weitgehend vorbei.
Ich habe weder Angst vor der evtl. Diagnose einer Hämochromatose, noch Angst vor Folgen für die Familienplanung (habe erwachsene Töchter). Es geht mir auch nicht um Statistik (den Begriff habe ich nicht ein Mal erwähnt), sondern um Wahrscheinlichkeiten, also Stochastik. Und das bewerte ich auch nicht über, sondern ist eine Frage, die mich mehr am Rande beschäftigt. Themen wie Aderlass, Blutspenden u.a. habe ich doch gar nicht angeschnitten. Und nach einem gesundheitlichen Rat habe ich auch nicht gefragt.

Nix für ungut, trotzdem Dank für Deine Mühen
und ein schönes Wochenende.

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Re: Fragen querbeet zu Ferritin und HC

Beitragvon Lia » Sa 25. Feb 2017, 15:52

Hallo MaPu, herzlich willkommen im Forum :winke

Auf die Schnelle, muss jetzt gleich weg. Habe auch überlegt, was ich Dir antworte, ob ich gleich den Fragenkatalog "abarbeite" oder ob ich erstmal allgemein antworte auf das, was hinter den detaillierten Fragen stehen kann.
Vermutlich ging auch Wolles Antwort in diese Richtung.
Einerseits finde ich es sehr klasse, so klare und interessante Fragen, das bekommt man nicht alle Tage :) und darauf werde ich auch auf jeden Fall noch antworten.
Andererseits geht es, was Dich und Dein Ferritin angeht, konkret erstmal nur darum, dass Du vermutlich ein zu hohes Ferritin hast und wie Du schreibst, noch keine weiteren Laborergebnisse vorliegen, die überhaupt eine richtungsgebende individuelle Antwort ermöglichen.
Da Du bei Deinem Unterthema Tumorerkrankungen schriebst "sehr beunruhigend", halte ich es schon für sinnvoll, nicht nur sachlich die Fragen abzuarbeiten, die zudem auch einigen Aufwand machen, eigentlich schon 7 einzelne Threads sind :) Ich überlege bei meinen Antworten immer, ob die Antworten und Links den Fragesteller tatsächlich weiterbringen. Eine individuelle Antwort, die nicht nur detailllierte Wahrscheinlichkeiten aufzeigt, halte ich aus obengenannten Grund schon für sinnvoll.
Aus Beunruhigung heraus sich mit detaillierten Wahrscheinlichkeitsrechnungen zu befassen, ist eine zweischneidige Sache. Wahrscheinlichkeiten gebe ich gerne an, um zu beruhigen, sie sollten aber nicht vom Wesentlichen wegführen, ruhig erstmal die nächsten Eisenwerte abzuwarten. Bei hohem Ferritin, wie hoch eigentlich? sollte man bei einem sonst gesund? wirkenden Menschen ohne sonstige Laborauffälligkeiten? nicht an eine Krebserkrankung denken. Bei einer Frau mit vorheriger Brustkrebsop kann ein erhöhtes Ferritin jedoch ein Rezidiv andeuten und ist dann anders zu bewerten... als Beispiel-aber was bringt Dir persönlich diese Info? Dafür sind zu wenig individuelle Infos in Deinem Ausgangsbeitrag. Aus medizinischem Interesse heraus halte ich Deine Fragen für spannend.
Klar ist, im Krankenhaus bei kranken Menschen sieht man oft ein erhöhtes Ferritin z.B. aufgrund von Infektionen, Entzündungen und Tumorerkrankungen. Bei Tumorerkrankungen kann es zu hohem Ferritin kommen sowohl durch die Erkrankung selbst, aber auch durch die sog. Tumoranämie und auch noch durch Eisenüberladung durch wiederholte Bluttransfusionen im Rahmen der Krebserkrankung. Bei den unterschiedlichen Krebsformen kommt es auch noch auf das Stadium an, in welcher sich die Erkrankung befindet, wie hoch Ferritin individuell ausfällt.Beispiel Leukozyten von Patienten mit akuter Leukämie produzieren 4 mal mehr Ferritin als Leukozyten gesunder Personen, je nach Krankheitsdauer fällt Ferritin verschieden hoch aus. Es kann da also m. E. keine allgemeingültige Ferritinhöhe genannt werden. Soviel für den Moment.Später mehr. :)

Liebe Grüße

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Re: Fragen querbeet zu Ferritin und HC

Beitragvon MaPu » So 26. Feb 2017, 09:28

Hallo Lia,

ganz herzlichen Dank für Deine Antwort. Aber zunächst mal möchte ich mich bei Wolle entschuldigen für meine vielleicht etwas "patzige" Antwort.
Wolle, Deine Beiträge, so auch dieser, sind immer interessant und belebend für Die Diskussion in diesem Forum!

kurz ein paar Fakten zu meinen Anliegen/meiner Situation:

erstmalige Messung erhöhten Ferritins in 09/2016: knapp über 400, in 12/2016 dito

Anfang 02/2017: Ferritin deutlich über 800 (hatte zu diesem Zeitpunkt einen grippalen Infekt und wegen Verdachts auf Lungenentzündung auch ein Antibiotikum eingenommen). Verdacht bestätigte sich beim Röntgen nicht.
Andere Blutwerte zu diesem Zeitpunkt: Erythrozyten und Hämoglobin sowie Transaminasen (Leberwerte) leicht erhöht. CRP und alle anderen Werte im Normbereich.

11 Tage später: Rückgang des Ferritins um 200. Transferrin 246. Transferrinsättigung bzw. Serumeisen wurden leider nicht mit bestimmt. Alle anderen Blutwerte wieder im Normbereich. Leberwerte waren wohl durch Antibiotikum und Paracetamol temporär gestiegen.

in letzter Zeit in anderem Zusammenhang erfolgte diagnostische Untersuchungen (Thorax-CT, Ultraschall diverser Organe u.a.) ohne Auffälligkeiten.

Sonstiges zur Gesundheit: seit Jahren immer wieder mal Müdigkeitsphasen (nicht im Sinne von Abgeschlagenheit); seit einiger Zeit leichte Beschwerden im Mittelgelenk des linken Mittelfingers; darüber hinaus: chronische (Rhino)Sinusitis, Bluthochdruck (medikamentös gut eingestellt), Schilddrüsen-Unterfunktion (auch gut eingestellt)

zum Thema Wahrscheinlichkeiten der Vererbung usw.:
dient nicht zu meiner Beruhigung, sondern weil ich es
a) interessant finde, dass die HC bzw. die genetische Disposition dazu doch offensichtlich so verbreitet, aber offenbar wenig bekannt ist
b) weil ich als "Zahlenmensch" gerne mit solchen mathematischen Dingen etwas "rumspiele"
ergänzend zu a): Bei solchen Wahrscheinlichkeiten müssten eigentlich viel öfters, wenn nicht regulär, Ferritin & Co. gemessen werden.

Und last but not least:
Bei der Ursachensuche im Internet nach erhöhten Ferritinwerten taucht "Tumorerkrankungen" als Grund meistens auch auf. Natürlich denkt man erst mal "hmm". Aber ich gehe davon aus, dass hier noch diverse andere Faktoren dazu kommen müssten. Einige erläuterende Infos würden mich interessieren.
Dasselbe gilt für das Metabolische Syndrom. Taucht auch immer wieder als mögliche Ursache auf, habe aber noch nichts Näheres dazu gefunden. Wie ist es in diesem Zusammenhang definiert? Die Definitionen der WHO, IDF usw. sind mir bekannt.

Herzliche Güße ans Forum
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Re: Fragen querbeet zu Ferritin und HC

Beitragvon wolle » So 26. Feb 2017, 16:18

Hallo Mapu,

... Entschuldigung angenommen,
und auch danke hier für deine persönliche Nachricht!

Ich wollte auch eher allgemein geschrieben haben,
und aus eigener Erfahrung berichtet haben.

Und den gesundheitlichen Rat überlasse ich den Fachmännern oder -frauen.

Vielleicht trifft man sich ja auch mal im Chat,
und kann dort mal schreiben!

Sonst lese ich einfach hier mit
und geben weiterhin meinen Senf dazu,
der bestimmt nicht böse gemeint ist.
Denn es gibt Dinge über die man bzw. ich nicht herziehe,
und dazu gehört auch das Thema Gesundheit.
Entsinne ich mich an die ersten Stunden hier im Forum,
ging es mir sehr mies, - doch mit der Zeit und zusätzlichen Weh wehchen,
gewinne ich dazu abstand werde ruhiger, ...

Gruß

Wolle
LG Wolle
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Re: Fragen querbeet zu Ferritin und HC

Beitragvon Lia » Sa 4. Mär 2017, 00:43

Hallo MaPu,

wollte Dir heute endlich schreiben, aber bin jetzt platt und gehe schlafen. Habe es nicht vergessen. Kommt! :)

Liebe Grüße

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Re: Fragen querbeet zu Ferritin und HC

Beitragvon Lia » Mi 8. Mär 2017, 20:05

Hallo MaPu,

nun meine Antwort:

Ca. 10% der Bevölkerung sollen hetereozygote Träger für die C282Y-Mutation sein. Ca. 22% (runden wir mal ab auf 20) für H63D. (Quelle: http://www.uniklinik-ulm.de/struktur/in ... notyp.html). Hieße doch im ersten Fall: als heterozygoter Träger von C282Y auf einen Partner zu treffen mit gleicher genetischer Disposition liegt bei 1:100 (1/10*1/10).
Im zweiten Fall: als heterozygoter Träger von C282Y auf einen Partner zu treffen mit H63D (heterozygot) liegt die Wahrscheinlichkeit bei 1:50 (1/10x1/5).
In beiden Fällen läge die Wahrscheinlichkeit für die Vererbung beider mutierten Gene an ein Kind bei 25%. Stimmt das oder hab ich ein Brett vorm Kopf. Falls es stimmt, wäre eine Kombination C282Y/H63D (und damit einem leichteren Verlauf bei Ausbruch) doch gar nicht so selten.

Antwort: Ja, in beiden Fällen läge die Wahrscheinlichkeit bei 25%. Und ja, eine kombinierte Heterozygotie C282Y/H63D ist in der Allgemeinbevölkerung nicht selten. Selten ist aber, dass diese Genkombination hochgradig erhöhte Eisenwerte macht. Daher erkranken nur sehr wenige Menschen mit dieser kombinierten Heterozygotie an Symptomen einer Hämochromatose und wenn, dann auch meist leichtgradig. (Zusatzfaktoren können jedoch auch im Einzelfall eine schwere Hämochromatose machen, so war z.B. der Vater einer Frau hier im Forum schwer betroffen.)

Bei solchen Wahrscheinlichkeiten müssten eigentlich viel öfters, wenn nicht regulär, Ferritin & Co. gemessen werden.
Antwort: Aufgrund der geringen Spezifität und der nicht besonders hohen Sensitivität kann sie jedoch nicht als Screeningtest dienen, sondern lediglich als Verlaufsparameter bei bekannter Diagnose.
Zitat"Bei einer Reihe von Tumoren ist Ferritin unabhängig vom Speichereisen erhöht. Da diese Erhöhung mit der Ausbreitung und Aktivität des Tumors parallel verläuft, kann man Ferritin auch zur Verlaufsbeobachtung von malignen Tumoren verwenden. Als Tumorsuchtest ist es ungeeignet!." (Quelle med4you http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef_ferritin.htm )
Ich bin dennoch der Ansicht, der kostengünstigen Ferritin-Bestimmung etwas mehr Stellenwert einzuräumen und nicht nur bei Verdacht auf Eisenmangel zu testen. Auch wenn man bei erhöhtem Ferritin nicht weiss, was genau im Busch ist, so kann m.E. ein erhöhtes Ferritin doch als unspezifischer Warnmarker fungieren: Achtung, bei diesem Patienten genauer hinschauen! -Ist was im Busch? Wie sind bestehende Beschwerden im Zusammenhang mit erhöhtem Ferritin einzuordnen und was könnten in Zukunft für Beschwerden entstehen? Welche weiterführenden Laboruntersuchungen sind dann sinnvoll? Prävention-Lebensstil, Ernährung, Bewegung? (z.B. erhöhtes Ferritin kann auf erhöhtes Diabetesrisiko und auf Fettleber hinweisen).

Oftmals wird auch das Metabolische Syndrom als Ursache gelistet (ich meine jetzt nicht die Fettleber). Hier im Forum und auch ansonsten sind aber kaum detaillierte Angaben zu finden. Vielleicht auch Definitionssache? Weiß jemand Näheres oder kennt gute Quellen?
Antwort: Die sehr häufige Fettlebererkrankung und häufige Ursache für Leberwert-und Ferritinerhöhung bei oft unauffälliger Transferrinsättigung wird (bei passenden Faktoren) als Teil des Metabolischen Syndroms gesehen, das ist glaube ich heute ärztlicher Konsens. Daher ist Metabolisches Syndrom der Sammelbegriff und die Fettlebererkrankung eine der möglichen Manifestationen. Wozu suchst Du detailierte Angaben zu Ferritinerhöhung bei Fettlebererkrankung? Dazu gibt es inzwischen viel Literatur und auch im Forum müsste viel zu finden sein. (In die Suchfunktion "Fettleber" oder aus der "bloßen" Fettleber fortschreitend "NASH" eingeben)

Kann Ferritin im Rahmen eines grippalen Infektes steigen? Wenn ja, wie stark? Und danach wieder schnell deutlich fallen (innerhalb 10 Tagen um 200, z.B.von 850 auf 650)? Infekte werden im Netz/Forum zwar immer wieder auch genannt, aber auch hier fehlen mir Detailangaben/Quellen.
Antwort: Serumferritin ist wie das Crp ein Entzündungsanzeiger. Dabei steigt allgemein gesprochen crp schneller an nach Beginn einer akuten Entzündungsreaktion (nach ca 6-12 Stunden) als das Serumferritin und fällt auch schnell nach Entzündung wieder ab (Halbwertszeit im Plasma ca 24 Std.), während Ferritin noch eine Weile ansteigt oder erhöht bleibt und auch deutlich langsamer absinkt als crp. Crp ist besser als das Serumferritin geeignet, entzündliche Vorgänge einschätzen zu können, weil Beginn Verlauf und Rekonvaleszenz durch Crp genauer markiert werden als durch Serumferritin.
Was den grippalen Infekt angeht, crp wird nicht nur abhängig von der Art und Schwere der Beschwerden, sondern auch je nach Infekt-Erreger unterschiedlich ausfallen. Eine Unterscheidung zwischen viralen und bakteriellen Infektionen ist nicht sicher möglich. Bei bakteriellen Infektionen besteht oft ein stärkerer Anstieg als bei viralen Infektionen. Ich vermute, beim Serumferritin ist der Anstieg ebenfalls erregerabhängig.
(Ich habe mir als Quellen mal folgendes abgespeichert gehabt: crp http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/c/CRP.htm ; Ferritin: http://www.who.int/nutrition/publicatio ... annex4.pdf

Konkret
Wann wurden die Laborwerte bestimmt? Währenddessen Du mitten im Infekt warst? War das Crp während des Infekts und Verdachts auf Lungenentzündung unauffällig, aber Ferritin auf deutlich über 800 ng/ml?
Ein vorübergehender Transaminasenanstieg kann sich durch die Einnahme von Antibiotika und Paracetamol während des Infekts erklären.
Bei erblicher Hämochromatose findet man meist ein vermindertes Transferrin. Ein Transferrin von 246 mg/dl liegt im Normbereich.
Da Serumeisen nicht bekannt ist, lässt sich daraus nicht die Transferrinsättigung errechnen. Die Errechnung der Transferrinsättigung fällt bei normalem Transferrin niedriger aus als bei vermindertem Transferrin. Bei erblicher Hämochromatose ist dieTransferrinsättigung meist sehr hoch. Daher tippe ich auf eine unauffällige bis nicht sehr erhöhte Transferrinsätigung.
Da man aber aktuell der Sache nachgeht, wirst Du bald die nötigen Informationen haben, um klarer zu sehen.
So kann man konkret wenig sagen, außer, dass Du wohl ein dauerhaft erhöhtes Ferritin hast.
Eine Fettleber mit meist auch auffälligen Leberwerten wäre eine denkbare häufige Ursache für moderat erhöhtes Ferritin bei negativem Gentestergebnis bzw ziemlich unauffälliger Transferrinsättigung, ein dabei ansteigendes Ferritin auf deutlich über 800 kann auf einen entzündlichen Prozess der Leber hindeuten, wenn z.B. leberschädliche Medikamente zu einer ohnehin schon Fettleber-belasteten Leber hinzukommen.
Ein erhöhter Blutdruck liegt vor. Lebensstil/Übergewicht/Ernährung/Alkohol-Süßgetränke/Bewegung? Triglyzeride/Blutzucker/Harnsäure erhöht?
Da wäre dann eine Fettleber als weitere Manifestation eines Metabolischen Syndroms nicht weiter verwunderlich.

Bald weisst Du mehr, wenn die weiteren Ergebnisse vorliegen.
Liebe Grüße

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Re: Fragen querbeet zu Ferritin und HC

Beitragvon MaPu » Sa 11. Mär 2017, 10:51

Hallo Lia,

im Nachgang zu meiner PN nun auch offiziell über das Forum herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort.

Ich hatte bislang immer die Fettleber vom Metabolischen Syndrom getrennt gesehen. Die zahlreichen Beiträge über die Fettleber sind mir bekannt. Müsste man eine solche aber nicht beim Ultraschall erkennen können (Größe, heller)?
Ansonsten passen bei mir halt einige Parameter in Richtung Metabolisches Syndrom:
Bluthochdruck, Taillenumfang, leicht erniedrigtes HDL, Nüchternblutzucker 112.
Mich interessiert auch immer das Warum: Warum steigt dann der Ferritinspiegel?

>>Wann wurden die Laborwerte bestimmt? Währenddessen Du mitten im Infekt warst? War das Crp während des Infekts und Verdachts auf Lungenentzündung unauffällig, aber Ferritin auf deutlich über 800 ng/ml?<<
in beiden Fällen: Ja

Ich melde mich wieder, wenn ich Genaueres weiß.

Bis dahin Dir und allen Forumsmitgliedern und -besuchern eine schöne Zeit
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Re: Fragen querbeet zu Ferritin und HC

Beitragvon MaPu » Di 28. Mär 2017, 21:16

So, kurzes Update:

War zwischenzeitlich beim Gastroenterolgen/Hepatologen zur Darmspiegelung (Vorsorge): alles ok.
Und gleichzeitig zur Leber-Sonografie: ebenfalls alles da, wo es sein soll und alles so, wie es sein soll.

Der Ferritinwert ist wieder im 400er-Bereich. Die Transferrinsättigung liegt bei 23%: also (mit größter Wahrscheinlichkeit) keine Hämochromatose.
Der Arzt vermutet sehr, dass bei mir hinter den erhöhten Ferritinwerten entzündliche Prozesse steckten. Zurzeit sieht er keinen weiteren Abklärungsbedarf und schlägt eine erneute Überprüfung des Ferritins in etwa einem halben Jahr vor.

Ich belasse es jetzt auch dabei. Nach all den Untersuchungen der vergangenen Wochen (mehrere Blutbilder, Thorax-CT, Ultraschall aller Bauchorgane, Spezial-Sonografie der Leber, Darmspiegelung, urologische Vorsorge-Untersuchung) möchte ich keine Überdiagnostik betreiben.

Sollten sich bei mir für das Forum interessante Erkenntnisse ergeben, werde ich mich gerne melden.
Ich hoffe, durch die Schilderung meines Falls dem ein oder anderen ein paar nützliche Informationen gegeben zu haben.

Euch allen wünsche ich für die Zukunft alles Gute, vor allen Dingen viel Gesundheit.

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Re: Fragen querbeet zu Ferritin und HC

Beitragvon Lia » Sa 1. Apr 2017, 12:26

Hallo MaPu,

vielen Dank für Deine Rückmeldung!

Zurzeit sieht er keinen weiteren Abklärungsbedarf und schlägt eine erneute Überprüfung des Ferritins in etwa einem halben Jahr vor.
Das Vorgehen des Arztes erscheint mir sinnvoll- bei einem inzwischen auf 400 ng/ml gesunkenen Ferritin, unauffälliger Transferrinsättigung und gutem Allgemeinbefinden.
Lass es Dir weiter gutgehen und berichte gern mal, wie es in einem halben Jahr aussieht! :)

Ein schönes Sonnenwochenende für Dich und Euch alle wünscht

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