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Aderlasstherapie und Vitamin C

Fachsimpeln rund um Hämochromatose für besonders Interessierte.
Hier darf Fachvokabular ohne leichtverständliche Erklärung benutzt werden und englische Sprache ohne deutsche Übersetzung. Es können sowohl etablierte als auch nicht etablierte Hypothesen rund um Eisenüberladung diskutiert werden.

Aderlasstherapie und Vitamin C

Beitragvon Konrad » So 3. Aug 2014, 18:22

Liebe Mutanten,

HC-Patienten wird ja von Gott und der Welt ständig der Rat gegeben, Vitamin C zu meiden, weil dies die Eisenaufnahme des Essens steigern würde. Ich habe bisher immer abgewunken, weil wir ja, Dank diesem Forum, sehr genau wissen, wie Vitamin C bei der Eisenaufnahme wirkt. Es fördert bei pflanzlichem Eisen die Resorption durch Reduktion des 3-wertigen Eisens, was man z.B. durch gleichzeitigen Konsum von Kaffee, Tee (Tannine) oder auch Milch bremsen kann.
Nun habe ich allerdings ein paar Artikel gelesen, die es möglicherweise angezeigt sein lassen, Vitamin C in der AL-Phase grundsätzlich zu meiden.

Bei einer HC-Diät denkt man hauptsächlich an eine Minimierung der Eisenaufnahme, was sicherlich nicht falsch ist. Es gibt aber noch einen anderen Aspekt, zu dem ich bisher in Bezug auf eine Diät nichts gelesen habe.
Der Aderlass wirkt bei HC ja deshalb, weil Eisen von den Ferritin- und Hämosiderinspeichern in das Hämoglobin des neugebildeten Blutes verlagert wird. Dabei kommt es darauf an, möglichst viel Eisen aus Ferritin für die Erythropoese zu mobilisieren, und dies sollte eine Diät fördern, oder zumindest nicht hemmen.

Bisher hatte man nur ungenaue Kenntnis über die Pfade, wie Eisen in vivo aus Ferritin ausgeschleust wird.
Neuere Arbeiten scheinen aber die Erkenntnis zu erhärten, daß dies hauptsächlich über Autophagozytose in den Lysosomen erfolgt:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20406137
Lysosomal proteolysis is the primary degradation pathway for cytosolic ferritin and cytosolic ferritin degradation is necessary for iron exit.
Zhang Y, Mikhael M, Xu D, Li Y, Soe-Lin S, Author information Abstract Ning B, Li W, Nie G, Zhao Y, Ponka P

Folgende Artikel beschreiben nun, daß Vitamin C die Autophagozytose von Ferritin hemmt:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3667602
Ascorbic acid inhibits lysosomal autophagy of ferritin.
Bridges KR.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1962568
Ascorbic acid and iron metabolism: alterations in lysosomal function.
Hoffman KE1, Yanelli K, Bridges KR.

Logischerweise muß man daraus folgern, daß Vitamin C die Verlagerung von Eisen aus Ferritin bremst, was bei der Aderlasstherapie kontraproduktiv sein muß.
Hat zu dieser Schlußfolgerung vielleicht jemand eine Veröffentlichung gefunden?

LG, Konrad
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Konrad
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