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    Autor: Silver61
    Verfasst am: Mo 10. Aug 2020, 07:50
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Berufsunfähigkeitsversicherung bei Hämochromatoseveranlagung

Hier könnt Ihr alles reinschreiben, was mit Eisenüberladung und hereditärer Hämochromatose zu tun hat

Berufsunfähigkeitsversicherung bei Hämochromatoseveranlagung

Beitragvon Admin2 » So 28. Apr 2013, 08:42

Uns wurde eine Mail gesendet mit folgender Fragestellung:

Muss bei einem Antrag auf Berufsunfähigkeitsversicherung ein positiver Hämochromatose-Gentest angegeben werden, wenn man keine Symptome hat?
=muss bei fehlenden Krankheitssymptomen das Gentestergebnis C282Y homozygot angegeben werden?
Das Thema dürfte mehrere Leute interessieren, daher ein extra Forumthread.

Gruß Admin2 :hallo
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Re: Berufsunfähigkeitsversicherung bei Hämochromatoseveranla

Beitragvon Wallander » So 28. Apr 2013, 15:20

Ja!

Die Versicherung selbst darf einen solchen Test zwar nicht verlangen, aber wenn man ihn selbst irgendwann hat machen lassen, und er positiv ist, muss es mit angegeben werden.

Alles, was man selbst über gesundheitliche Risiken oder bereits vorhandene Beeinträchtigungen weiß, muss man bei Neuabschluss auch die Versicherung wissen lassen.

So ist es leider...

LG, Ingo
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Re: Berufsunfähigkeitsversicherung bei Hämochromatoseveranla

Beitragvon Kunozerus » So 28. Apr 2013, 19:48

Auch ja!

Selbst wenn man irgendwann aus ganz anderen Gründen, die nichts mit einer Hämochromatose zu haben, berufsunfähig werden sollte, können Versicherungen erfolgreich die Zahlung verweigern, wenn sich herausstellt, dass man den Gentest verschwiegen hat.

Einem Freund mit schwerem Tinnitus/Hyperacusis wurde die Rente verweigert, weil er den VERDACHT auf eine Herzerkrankung nicht angegeben hatte (der VERDACHT hat sich NIE bestätigt und wurde nie behandelt), bei einer Freundin, die nach einem komplizierten Handgelenksbruch lange Zeit nicht arbeiten konnte, wurde von der Versicherung in uralten Akten recherchiert und alle möglichen Untersuchungsergebnisse hervorgezaubert, die mit ihrem Sturz nun wirklich nichts zu tun hatten (und von denen sie selber oft nichts wusste...). Sie musste einen Anwalt einschalten und hat lediglich 50% der Versicherungssumme erhalten.

:winke
Das Leben ist gar nicht so. Es ist ganz anders!

Liebe Grüße von Caro
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Re: Berufsunfähigkeitsversicherung bei Hämochromatoseveranla

Beitragvon Lia » So 28. Apr 2013, 23:04

Hallo,

hier im Forum war das immer mal wieder eher am Rande Thema:

magic_viewtopic.php?f=3&t=1548&hilit=Berufsunf%C3%A4higkeit

magic_viewtopic.php?f=3&t=1548&p=19092&hilit=Berufsunf%C3%A4higkeit#p19092

magic_viewtopic.php?f=19&t=1424&p=17096&hilit=Berufsunf%C3%A4higkeit#p17096

magic_viewtopic.php?f=19&t=1424&p=17096&hilit=Berufsunf%C3%A4higkeit#p17134

magic_viewtopic.php?f=3&t=122&p=15636&hilit=Berufsunf%C3%A4higkeit#p15636

----------
Rechtsberatung darf natürlich niemand hier geben.
Allgemein rechtlich relevante Texte zu positiven Gentests könnten sein:

Gendiagnostikgesetz:
Abschnitt 4
Genetische Untersuchungen
im Versicherungsbereich
§ 18
Genetische Untersuchungen und Analysen
im Zusammenhang mit dem
Abschluss eines Versicherungsvertrages
(1) Der Versicherer darf von Versicherten weder
vor noch nach Abschluss des Versicherungsver-
trages
1. die Vornahme genetischer Untersuchungen
oder Analysen verlangen oder
2. die Mitteilung von Ergebnissen oder Daten aus
bereits vorgenommenen genetischen Untersu-
chungen oder Analysen verlangen oder solche
Ergebnisse oder Daten entgegennehmen oder
verwenden.
Für die Lebensversicherung, die Berufsunfähig-
keitsversicherung, die Erwerbsunfähigkeitsversi-
cherung und die Pflegerentenversicherung gilt
Satz 1 Nr. 2 nicht, wenn eine Leistung von mehr
als 300 000 Euro oder mehr als 30 000 Euro Jah-
resrente vereinbart wird.
(2) Vorerkrankungen und Erkrankungen sind
anzuzeigen; insoweit sind die §§ 19 bis 22 und 47
des Versicherungsvertragsgesetzes anzuwenden.
http://www.bvdh.de/newsdownload/39/Gesetz_2404-09.pdf

Zwei wichtige Punkte aus dem Versicherungsvertragsgesetz
§ 19 VVG - Anzeigepflicht
http://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__19.html

§ 19 Anzeigepflicht
(1) Der Versicherungsnehmer hat bis zur Abgabe seiner Vertragserklärung die ihm bekannten Gefahrumstände, die für den Entschluss des Versicherers, den Vertrag mit dem vereinbarten Inhalt zu schließen, erheblich sind und nach denen der Versicherer in Textform gefragt hat, dem Versicherer anzuzeigen. Stellt der Versicherer nach der Vertragserklärung des Versicherungsnehmers, aber vor Vertragsannahme Fragen im Sinn des Satzes 1, ist der Versicherungsnehmer auch insoweit zur Anzeige verpflichtet.
(2) Verletzt der Versicherungsnehmer seine Anzeigepflicht nach Absatz 1, kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten.
Vollständiger Text und Quelle:
http://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__19.html

Ich kann nur jedem total gesunden jungen Menschen raten, so schnell wie möglich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Viele vergessen das, solang sie fit sind, daher sagt es den jungen Leuten, die Ihr kennt, weiter.
Ich jedenfalls bekomme keine mehr... :wink:

Liebe Grüße

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Re: Berufsunfähigkeitsversicherung bei Hämochromatoseveranla

Beitragvon Wallander » Mi 1. Mai 2013, 09:30

Diesen Rat kann ich nur jedem geben. Ich habe mit 21 eine solche Versicherung abgeschlossen und die zahlt jetzt nach meiner Pensionierung sogar.

Dabei ist es aber auch so, dass sich bestimmte Unternehmen mehr anstellen, als andere. Darüber sollte man sich vor dem Abschluss auch entsprechend schlau machen.

Wer einen Gentest vor hat, sollte ihn erst nach dem Abschluss machen bzw. nach Vertragsannahme. Ich bekomme einen brauchbaren Betrag im Monat, und hätte nie gedacht, dass das mal relevant wird. Habe ich eigentlich damals nur über meinen Vater gemacht, weil der meinte, das sei wichtig...

Also erst Versicherung abschließen, Annahme abwarten und dann erst zum Test.
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Re: Berufsunfähigkeitsversicherung bei Hämochromatoseveranla

Beitragvon hermann » Do 10. Okt 2013, 14:54

Grundsätzlich ist es immer Gut eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu haben, ganz besonders, wenn im familiären Umfled Erbkrankheiten wie diese auftreten.
Dazu auch noch eine Frage, fragen die nach Erbkrankheiten in der Familie auch, bzw rechnen die das auch dann in die Prämie ein?
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Re: Berufsunfähigkeitsversicherung bei Hämochromatoseveranla

Beitragvon CableGuy » Do 21. Nov 2013, 14:40

Ich würde das auch angeben, sonst können sie dir, wie schon von Kunozerus erwähnt, später einen Strick daraus drehen.

Was die Zahlungsmoral einzelner Versicherer angeht, kommt man nicht so einfach an Daten,
da muss man schon einen Makler fragen, die haben diese Zahlen. Wenn sie denn wollen. :wink:
Ich finde sowas sollte mal in einem der vielen Tests, die es zu Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt,
bewertet werden!

Nachtrag: keine Prozessquoten einzelner Anbieter, aber etwas zu Beschwerden und dem statistischen Ausgang einer Gerichtsverhandlung
http://www.bu-versicherung-test.de/zahlen-fakten-berufsunfaehigkeitsversicherung/#beschwerden
Zuletzt geändert von CableGuy am Mi 27. Nov 2013, 10:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Berufsunfähigkeitsversicherung bei Hämochromatoseveranla

Beitragvon Lia » Do 21. Nov 2013, 17:12

offtopic:

Herzlich willkommen im Forum, Ihr beiden :winken

Liebe Grüße

Lia
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Re: Berufsunfähigkeitsversicherung bei Hämochromatoseveranla

Beitragvon CableGuy » Fr 22. Nov 2013, 17:45

Lia hat geschrieben:offtopic:

Herzlich willkommen im Forum, Ihr beiden :winken

Liebe Grüße

Lia


Merci ^^
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Re: Berufsunfähigkeitsversicherung bei Hämochromatoseveranla

Beitragvon troplos » Di 16. Jun 2020, 21:26

Hallo zusammen,

vor drei Jahren hatte ich aufgrund eines hohen Ferritin-Werts einen Gentest
durchführen lassen, der positiv ausfiel (gesicherte C282Y homozygote
Hämochromatose). Anschließend wurde die Aderlasstherapie durchgeführt.

Mein Studium ist nun beendet und jetzt bin ich berufstätig. Im Augenblick
erkundige ich mich nach Berufsunfähigkeitsversicherungen. Was ich bislang
zu Berufsunfähigkeitsversicherungen im Zusammenhang mit Hämochromatose
gelesen habe, ist eher entmutigend. Man muss aber auch sagen, dass die
meisten Beiträge dazu älter sind als 7-10 Jahre. In den meisten Fällen
wurde angedeutet, dass es schwierig bis nicht möglich ist, eine
BU-Versicherung abzuschließen.

Ich würde gerne in diesem Zusammenhang etwas präziser fragen:

Gibt es auch positive Erfahrungen, bei denen eine BU-Versicherung
erfolgreich abgeschlossen werden konnte und das bei bereits bekannter
Diagnose bzw. bei bereits vorliegendem positiven Gentest und bereits erfolgter Aderlasstherapie?
Wenn ja, könntet ihr dazu vielleicht die Versicherungsfirma nennen oder
eine PN schreiben?
Oder falls nein, habt ihr dann Alternativ-Produkte abgeschlossen?
Oder habt ich euch an einen Vermittler gewandt?

Wenn es konkrete Erfahrungen in dieser Richtung gibt, wäre ich sehr dankbar
für eure Rückmeldungen =)

Liebe Grüße
Troplos
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Re: Berufsunfähigkeitsversicherung bei Hämochromatoseveranla

Beitragvon Lia » Di 16. Jun 2020, 23:36

Hallo Troplos, herzlich willkommen im Forum :winken

Interessantes und wichtiges Thema. Hätte ich das nur früher gewusst. Jeder, der kann und gesund ist, sollte eine abschließen. Jugendliche sollten in der Schule darüber erfahren, ist ebenso wichtig wie Prozentrechnen.

Hoffe, es melden sich viele Leute mit aktuellen Erfahrungen. Ich kann nur eine uralte beisteuern. Bei mir wurde über die die Hämochromatose diagnostiziert, als zu dieser Zeit schon Gelenkprobleme bestanden. Eine BU bekam ich nicht mehr.
Hätte aber eine Idee:
Ich könnte mal bei Versicherern Kontakt aufnehmen und nachfragen, da ich ja eh keine mehr bekomme und da locker sein kann, könnte ich sagen, ich frage für einen Bekannten. Ist ja nicht gelogen... :wink:

Wenn gewünscht, kann dieser Thread auch in den Forenbereich verschoben werden, der nur für eingeloggte User sichtbar ist. Diesen Bereich gab es beim ersten Beitrag dieses Threads noch nicht...

Viel Erfolg!

Liebe Grüße

Lia
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