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Makrophagen und Eisen

Hier könnt Ihr alles reinschreiben, was mit Eisenüberladung und hereditärer Hämochromatose zu tun hat

Makrophagen und Eisen

Beitragvon Lia » So 9. Mär 2014, 21:14

Hallo miteinander,

habe heute einen anderen Beitrag gepostet, in dem Makrophagen drin vorkommen.magic_viewtopic.php?f=3&t=2438&p=33931#p33931 Daher schreibe ich jetzt etwas zu den Makrophagen und ihrer Funktion bezüglich Eisen, (Laie an Laien):

Makrophagen gehören zu den "Fresszellen" des Immunsystems. Sie sind für die Erregerabwehr zuständig und schützen den Körper vor Infektionen mit körperfremden Bakterien und Viren. Makrophagen können aber nicht nur körperfremde Erreger "fressen". Sie fressen auch Körpereigenes, nämlich alte unnütz gewordene, oder schädliche körpereigene Zellen.
Makrophagen kommt eine wichtige Rolle zu als Müllabfuhr und Eisen-Recycling-Helfer für rote Blutkörperchen.

Makrophagen können Eisen aufnehmen und freisetzen. Sie verleiben sich die überalterten roten Blutkörperchen ein und geben das darin enthaltende Eisen zur Wiederverwertung, zur Bildung neuer roter Blutkörperchen frei. Sie speichern aufgenommenes Eisen nicht dauerhaft, sondern geben es schnell wieder aus der Zelle an Transferrin ab, um es von diesen Eisentransportern zum Recycling-Werk, dem blutbildenden Knochenmark transportieren zu lassen.

Bei erblicher Hämochromatose sind die Makrophagen im Gegensatz zu nicht erblicher Eisenüberladung übrigens relativ eisenarm im Vergleich zur unmutierten Normalbevölkerung. Das liegt m.E. vermutlich daran, dass aufgrund des bei erblicher Hämochromatose erniedrigten Hepcidinspiegels die Freisetzung von Eisen aus den Makrophagen ebenso ungehemmt abläuft wie die Freisetzung von Nahrungseisen aus den Darmschleimhautzellen. So sieht man in den Makrophagen selbst relativ wenig Eisen, obwohl drumrum Eisenüberladung ist mit erhöhtem Speichereisen und erhöhtem "freien" nicht transferringebundenem Eisen.

Bei Eisenüberladung durch erbliche Hämochromatose Typ1 (der Form, die fast Alle hier betrifft), ist bekanntlich die Leber besonders betroffen. Aber die Makrophagen der Leber, die sogenannten Kupffer-Zellen, sind relativ eisenarm. Im Gegensatz dazu ist die Eisenüberladung in den eigentlichen Leberzellen zu finden, in den Hepatozyten. Erst im weiteren Verlauf bei schwerer Eisenüberladung werden auch die Kupffer-Zellen eisenbeladen. Bei nicht erblicher Eisenüberladung ist es genau andersherum. So kann man erbliche und nichterbliche Hämochromatose bei der Untersuchung von Lebergewebe unterscheiden.
Und deswegen darf erbliche und nicht erbliche Eisenüberladung nicht einfach per se in einen Topf geworfen werden...

LIebe Grüße Lia
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Lia
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