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    Autor: Schrotti
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Bitte um Beurteilung meiner Eisenwerte

Hier könnt Ihr alles reinschreiben, was mit Eisenüberladung und hereditärer Hämochromatose zu tun hat

Bitte um Beurteilung meiner Eisenwerte

Beitragvon Soap » Mi 9. Apr 2014, 11:57

Hallo,

ich bin Marcus, männlich und 31 Jahre alt.

Ich habe Hashimoto (Autoimmunerkrankung der Schilddrüse) und habe mir vor kurzem zur Kontrolle meine Eisenwerte machen lassen, die ich euch hier kurz aufführe:

Werte vom 03.04.2014
Eisen: 192 (40-160)
Transferrin: 1,97 g/l (2.0-3.6)
Transferrin-Sättigung: 69% (16-45)
Ferritin: 133 ng/ml (30-400)

Hämoglobin 16,8 (alter Wert vom November 2013)

Laut Arzt alles ok. Und es würde nichts auf eine Eisenüberladung hindeuten.

Mein Ferritinwert lag in 2012 bei 100 ng/ml und in 2011 bei 95 ng/ml. Mehr Eisenwerte habe ich leider nicht...

Nach allem was ich im Internet dazu gefunden habe, bin ich nun sehr verunsichert, da die Werte möglicherweise für zu viel Eisen im Körper sprechen könnten.

Nachdem ich lange gegooglet habe, bin ich neben einer Eisenüberladung noch auf die Möglichkeit gestoßen, dass die Werte möglicherweise falsch hoch sein könnten, da eine andere Form der Anämie vorliegen könnte. B12 und/oder Folsäure-Mangel.

Für B12/Folsäuremangel könnten meine M-Werte sprechen.
MCH ist schon immer (fast mein ganzes Leben bzw. solange ich Blutbilder bekomme) bei 33.
MCHC am oberen Rand (34 bzw. 35) des Referenzbereichs.
MCV ist in der Regel auch eher etwas hoch, aber nicht ganz am oberen Rand (mal bei 94, mal bei 96).

Mir geht es jetzt aber insbesondere um die Eisenwerte. Sprechen diese für eine Eisenüberladung oder ein Problem mit dem Eisen im Körper?

Herzlichen Dank für eure Mühe!

Grüße
Soap
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Re: Bitte um Beurteilung meiner Eisenwerte

Beitragvon Marie » Mi 9. Apr 2014, 19:37

Hallo Marcus,

gerade schau' ich mal wieder hier ins Forum und sehe, dass Dir noch keiner geantwortet hat - deshalb will ich kurz etwas zu Deinen eingestellten Werten sagen.
Und natürlich herzlich willkommen! :D

Bis auf den Ferritinwert würden alle weiteren Werte auch bei einer Eisenüberladung so zu finden sein, vor allem:
geringes Transferrin
erhöhte Transferrinsättigung
erhöhter Hämoglobinwert.

Auch die "M-Werte" an der oberen Grenze findet man bei Hämochromatose.
Da gibt es m.E. schon ein wenig "Forschungsbedarf" für Deinen Arzt!
Aber wenn, bist Du sicher kein schwerer Fall!

Ich weiß nicht, ob und welchen Einfluss Hashimoto auf diese Werte hat, das könnte evtl. wichtig sein.

Später bekommst Du sicher noch ausführlichere Antworten!

Liebe Grüße Marie :winken
Marie
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Re: Bitte um Beurteilung meiner Eisenwerte

Beitragvon Soap » Mi 9. Apr 2014, 22:17

Vielen Dank Marie für deine Antwort!!! Hatte schon Bammel, dass sich vielleicht gar keiner meldet :)

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich noch jemand melden würde!!!

Viele Grüße
Soap
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Re: Bitte um Beurteilung meiner Eisenwerte

Beitragvon Lia » Do 10. Apr 2014, 12:17

Hallo Marcus,

herzlich willkommen im Forum :winke
Wie Marie ja auch schon schrieb:
bei männlich 31 Jahre, ERHÖHTEM Ferritin, erhöhtem Serumeisen, erhöhter Transferrinsättigung von 70%, eher hohem MCV, Hb im oberen Normbereich passen solche Laborwerte zu erblicher Hämochromatose mit Eisenüberladung. Wobei die Transferrinsättigung zumeist viel höher ist, also eher 80-100% als 70%.

Dein Ferritin ist aber nicht erhöht. Deswegen sieht die Sache anders aus.
Dein Arzt sieht deswegen keinen Hinweis auf Eisenüberladung, weil Dein Ferritin normal ist.
Und zudem, wenn Transferrin nur minimalst unter dem Referenzbereich liegt, heißt das noch nicht, dass Transferrin auf erbliche Hämochromatose deuten muss. Da sieht man oft deutlich erniedrigtes Transferrin.

Ist die Transferrinsättigung immer hoch? Oder nur 1 mal erhöht gemessen? Du hast wohl nur diesen Wert, schreibst Du, wenn ich richtig verstehe?
Eine genetisch bedingte Tendenz zu gesteigerter Eisenaufnahme, eine genetische Disposition für Hämochromatose oder eine einfach vorliegende Mutation ist aus der Internetferne für einen Laien erstmal nicht auszuschließen, wenn die Transferrinsättigung dauerhaft sehr hoch ist, auch wenn das Ferritin normal ist. Männer im Alter von 30 mit Hämochromatose haben aber oft schon sehr deutlich erhöhtes Ferritin und manche haben auch schon Symptome aufgrund gravierender Eisenspeicherung, erste Leberprobleme etc.
Eine einfach vorhandene Hämochromatosemutation, eine einfache Heterozygotie, ist sehr häufig in der Allgemeinbevölkerung, da können Eisenwerte, auch die Transferrinsättigung, über den Durchschnittswerten der allgemeinen Bevölkerung liegen.
Es gibt zudem Menschen, die die genetische Disposition haben, also homozygot sind, aber völlig gesund sind, auch keinen chronischen Eisenverlust im Körper haben und dauerhaft ohne Behandlung tortzdem keine Eisenüberladung der Organe bekommen. Bei solchen Gesunden mit Hämochromatoseveranlagung, die nur eine erhöhte Transferrisättigung haben, aber kein erhöhtes Ferritin, gibt es keinen Grund, sich krank zu fühlen und keine Therapienotwendigkeit. Weil eben das Ferritin normal ist. Solche gesunde Betroffene lassen in längeren Abständen Eisenwerte kontrollieren und haben ansonsten mit dem Thema Hämochromatose nix zu tun.

Dein Arzt hält es vermutlich nicht für sinnvoll, aus rein medizinischem Interesse heraus, ohne Hinweis auf Handlungsbedarf, einen Gentest zu machen. Das kann unnötig Geld kosten und angenommen, es gibt einen positiven Befund, einem Menschen unnötig ein Krankheitsgefühl geben.
Bei Vitamin B12 Mangel kann die Transferrinsättigung meines Wissens erhöht ausfallen. Eine hohe Transferrinsättigung ist für die definitive Bestimmung eines Vitamin B12 Mangels aber nicht aussagekräftig.


Mein Vorschlag:
Sprich beim nächsten Arztermin mal mit Deinem Arzt, wenn Du beunruhigt bist.
Vielleicht hält er es für sinnvoll, die Transferrinsättigung demnächst erneut zu messen, Du kannst ihn das fragen.
-Falls die Transferrinsättigung wieder erhöht ist und der Arzt einen Vitamin B12 Mangel vermuten kann, weil z.B erhöhtes Risiko für einen Vitamin B12 Mangel besteht erkrankungsbedingt oder aufgrund von Ernährungsgewohnheiten etc und/oder Hinweise aus Laborwerten vorliegen könnten. Kannst ihn fragen, ob er es für sinnvoll hält, darauf zu untersuchen.
Kannst Du auch selber zahlen, wenn Du für Dich eine Notwendigkeit siehst und der Arzt das aber nicht für sinnvoll hält.
(Falls die Transferrinsättigung weiter deutlich erhöht ist:) Du kannst ihm sagen, dass Du verstanden hast, dass aufgrund des normalen Ferritins aktuell keine überschüssige Eisenspeicherung vorliegt und ihn fragen, ob er ausschließen kann, dass Du symptomfreier Träger einer einfachen Hämochromatose-Mutation bist oder einer doppelten Hämochromatose-Mutation ohne vermehrte Eisenanspeicherung. Und ob er da weiteren Handlungsbedarf sieht oder ob man Gesunde zu Kranken macht. Ich persönlich bin ganz klar gegen vorschnelle Gentests, da vermutlich nicht alle Versicherer genügend Ahnung davon haben, dass eine doppelt vorhandene Hämochromatose-Mutation noch keine Erkrankung macht und da das bloße Wissen über einen Genstatus nicht immer einen medizinischen Nutzen verspricht.

Noch etwas, was ich immer beim Thema Hashimoto loswerde :) Das Thema wird leider im Internet bisweilen unseriös benutzt. Dasselbe gilt für andere "Mode"diagnosen wie Borrelliose und ADHS. Diese Erkrankungen gibt es wirklich, aber es wird auch viel Schindluder damit getrieben. Es werden unter Betroffenen gerade im Internet und durch selbsternannte Spezialisten Probleme suggeriert, die medizinisch nicht haltbar sind. So werden Patienten mit einer angeblichen oder mit tatsächlich von einem seriösen Arzt diagnostizierter Hashimoto-Erkrankung in manchem Schilddrüsenforum schnell zu ziemlich verunsicherten Menschen, was ihre Gesundheit angeht.
Klar ist, die Schilddrüse braucht genügend Eisen, um gut funktionieren zu können.

Hoffe, das hat Dir weitergeholfen.

Liebe Grüße

Lia
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Re: Bitte um Beurteilung meiner Eisenwerte

Beitragvon Soap » Do 10. Apr 2014, 16:49

Ganz lieben Dank Lia für die ausführlichen Erklärungen!!! Das hilft mir sehr weiter und beruhigt mich.

Ich vermute bei mir in der Tat einen B12-Mangel, welchen ich aber nochmal abklären lassen muss. Hohe M-Werte sowie ein B12-Wert (Serum) um die 400 ist zwar nicht kritisch, aber 400 ist auch nicht super toll und meine M-Werte sind manchmal sogar über der Norm. Und B12 wäre ein klassischer Hashi-Mangel... Daher möchte ich der Sache mit dem B12 nochmal nachgehen.

Du hast absolut Recht damit, dass man im Internet ruckzuck verunsichert werden kann, insbesondere wenn man als Neuling irgendwo reinkommt und aus purer Verzweiflung Infos sucht und selbst null Plan hat. Insbesondere bei Hashimoto...

Ich werde meine Eisenwerte nun erstmal zur Seite legen und sie in ca. 3 Monaten kontrollieren lassen. Zwischenzeitlich kläre ich B12 ab und fülle sofern notwendig entsprechend auf. Sollten meine Eisenwerte durch niedrige B12-Spiegel "verfälscht" sein, dann werde ich das bei den nächsten Eisenwerte sehen. :)

Herzlichen Dank für die Hilfe!!!!

Viele Grüße
Soap
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Re: Bitte um Beurteilung meiner Eisenwerte

Beitragvon Soap » Do 10. Apr 2014, 17:03

Und ja! Ich hatte nur diese eine Mal die gesamten Eisenwerte samt Transferrinsättigung. Sonst war es als nur mal das Ferritin!
Soap
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Re: Bitte um Beurteilung meiner Eisenwerte

Beitragvon Soap » Mo 27. Mär 2017, 11:18

Hallo zusammen,

ich hatte das Thema Eisenüberladung schon abgehakt...
Jetzt habe ich spaßeshalber neue Eisenwerte machen lassen:

Serum Eisen: 49,0 umol/l (11,0-28,0)
Ferritin: 112,3 ug/l (30-400)
Transferrin: 2,4 g/l (2,0-3,6)
Transferrin-Sättigung: 81 % (16-45)
Hämoglobin: 16,8
Hämatocrit: 47

Vit-B12: 735 (211-911)

Kupfer: 13,4 umol/l (11,0-24,0)
freies Kupfer: 4,8 umol/l (<2,36)
Ceruloplasmin: 0,16 g/l (0,20-0,60)

Die Eisenwerte sind ähnlich wie das letzte Mal als ich hier in 2014 geschrieben habe...

Das Ferritin ist nach wie vor im Normalbereich. Serum-Eisen sehr hoch und Transferrin-Sättigung bei 81% :(
Ich habe etwas Panik. Vielleicht ist auch nur die Leber in anderer Weise belastet.
Ich werde hierzu nun mal doch meinen Arzt befragen, was ich seit 2014 nicht gemacht habe.

Ich wäre sehr dankbar, wenn jemand nochmal über meine neuen Blutwerte schauen könnte, auch in Anbetracht der Werte aus 2014.
Kann ich sonst noch irgendetwas abklären lassen was das Eisen angeht?
Ich hatte 2015 aber auch mal niedrige Eisenwerte, Ferritin bei 99, Transferrinstättigung nur bei 17 % und Eisen auch an der Normuntergrenze. Das ist doch alles verrückt! Sieht doch ganz so aus, als ob irgendetwas anderes die Eisenwerte beeinflusst.

Für eure Mühe vielen Dank!

Grüße
Marcus (34)
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Re: Bitte um Beurteilung meiner Eisenwerte

Beitragvon Lia » Sa 1. Apr 2017, 11:59

Hallo Soap,

warum hat der Arzt die Kupferwerte gemessen? Wie beurteilt er sie?
Was sagt der Arzt zum Serumeisen?
Ein Gentest für Hämochromatose wurde glaube ich ja nie gemacht, weil Ferritin nie hoch war. Eine einmalige Transferrinsättigung von 17% weist auch nicht direkt auf Hämochromatose hin, eigentlich ist m.W. bei der unbehandelten genetischen Disposition für Hämochromatose die Transferrinsätigung dauerhaft sehr hoch. Es gibt diverse mögliche Ursachen für hohes Serumeisen. Unauffälliges Ferritin bedeutet: keine Eisenüberladung.

Liebe Grüße

Lia
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