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Vorsicht: Meeresfrüchte und Baden i. warmen Gewässern!

Hier könnt Ihr alles reinschreiben, was mit Eisenüberladung und hereditärer Hämochromatose zu tun hat

Vorsicht: Meeresfrüchte und Baden i. warmen Gewässern!

Beitragvon Lia » Mo 5. Jun 2017, 20:25

Hallo miteinander, die Urlaubssaison naht und vermutlich habt Ihr in den Medien von dem Fall des frisch tätowierten Mannes in Mexiko gelesen, der trotz Warnung seiner Ärzte im Golf von Mexiko gebadet hat. Darauf bekam die frisch tätowierte Wunde eine Infektion mit dem Erreger vibrio vulnificus. Der Patient verstarb.
Mehr: https://www.welt.de/gesundheit/article1 ... -ging.html

Menschen mit der Erbkrankheit Hämochromatose und Eisenüberladung sind für Infektionen mit dem eisenliebenden Erreger vibrio vulnificus besonders empfänglich, daher schreibe ich einen Beitrag. Panikmache ist allerdings nicht angesagt, inbesondere nicht beim Urlaub in Deutschland. :)

Das niedersächsische Landesgesundheitsamt zum Krankheitsbild und zu besonders gefährdeten Personen:
"Vibrio vulnificus kann bei gesunden Personen nach Verzehr kontaminierter Lebensmittel eine Gastroenteritis mit krampfartigen abdominalen Schmerzen, Erbrechen, Übelkeit und wässrigem Durchfall verursachen. Meist ist der Verlauf mild. Vor allem aber bei älteren Patienten und bei Personen mit vorbestehenden Lebererkrankungen und Immunschwäche (Diabetes mellitus, hämatologische Erkrankungen, Kortisontherapie) können wenige Stunden nach Verzehr kontaminierter Lebensmittel eine primäre Sepsis mit Multiorganversagen und blasenbildende Hauterscheinungen auftreten. Nach Angaben der amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) kann bei prädisponierten Personen eine Keimzahl von 100 für eine Erkrankung ausreichend sein.

Wundinfektionen entstehen bei Kontakt von Hautverletzungen mit Meer- oder Brackwasser oder durch Hautverletzungen durch Schalentiere (z.B. Muscheln, Krebse). Sie können sich schnell ausbreiten und ohne adäquate Therapie zu ausgedehnten Nekrosen führen. Entwickelt sich daraus eine Sepsis, können solche Erkrankungen auch tödlich verlaufen. Wundinfektionen betreffen häufig Arbeitnehmer aus der Fischereiwirtschaft. "

Quelle: http://www.nlga.niedersachsen.de/downlo ... _2012_.pdf

Der Keim kommt weltweit vor, häufig in warmen Gewässern, besonders an Flussmündungen und in Brackwassern.
Gefahr besteht hauptsächlich in warmen Ländern. Eine Wassertemperatur ab 20 Grad Celsius ist für das Erregerwachstum ideal.
Aber auch in kälteren Gewässern wie Ost-und Nordsee ist der Erreger nachgewiesen und es kommt vereinzelt zu Infektionen.
Der geringe Salzgehalt der Ostsee und steigende Wassertemperaturen begünstigen das Erregerwachstum.
In den Ostseeanrainerstaaten gibt es inzwischen 20-30 Fälle pro Jahr. Das sind allerdings weiterhin nur wenige Einzelfälle.
Auch in der Nordsee kommt der Erreger an salzreduzierten Gewässern vor, v.a. an der Flut ausgesetzten Flußmündungen von Ems, Weser und Elbe.
Bei hohem Salzgehalt wie den Gewässern um die ostfriesischen Inseln und an der ostfriesisichen Küste ist der Erreger bislang nicht gefunden worden.

Eine Infektion kann aber auch durch den Verzehr von rohen oder unzureichend gegarten Meerestieren hervorgerufen werden. (Austern, Miesmuscheln, Krebse, Garnelen).
Meeresfrüchte sollten nicht roh verzehrt werden. Man sollte auf ausreichendes Durchgaren achten.
Die Inkubationszeit für Infektionen mit vibrio vulnificus beträgt 12-72 Stunden.

"Personen mit offenen oder schlecht heilenden Wunden sollten diese deshalb nicht dem Kontakt mit warmem, salzarmen Meerwasser aussetzen, insbesondere wenn sie an Vorerkrankungen leiden und ein geschwächtes Immunsystem haben."
Quelle http://www.nlga.niedersachsen.de/infekt ... 19317.html

Menschen mit der Erbkrankheit Hämochromatose und Eisenüberladung sind für Infektionen mit vibrio vulnificus wie gesagt besonders empfänglich. Der Mangel des Eisenormons Hepcidin begünstigt das Erregerwachstum. Eine Therapie mit Minihepcidin wirkt einer Studie am Mausodell nicht nur präventiv, sondern auch wenn schon eine Infektion im Gange ist.
http://newsroom.ucla.edu/releases/iron- ... tudy-finds
http://www.cell.com/cell-host-microbe/a ... 31-3128(14)00454-5

Die Erkrankung ist nicht meldepflichtig. Vermutlich gibt es mehr Fälle als bekannt.
Im Urlaub sollte man also gegebenenfalls etwas achtgeben und die Ratschläge der niedersächsischen Landesgesundheitsamtes befolgen.
Ich hatte mal im Urlaub eine fiese Vergiftung nach dem Verzehr von evtl unzureichend gegarten oder verdorbenen Garnelen (eher hochpreisiges Restaurant und keine Spelunke :pfeif :wurm ). War eine Woche schwer krank ans Hotelbett gefesselt. Warum ich nicht beim Arzt war, ist mir heute noch ein Rätsel, denn so krank war ich selten wie da. Drum passt auf Euch auf und habt einen schönen Urlaub! :faul :daumen

Liebe Grüße

Lia
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Lia
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Re: Vorsicht: Meeresfrüchte und Baden i. warmen Gewässern!

Beitragvon wolle » So 18. Jun 2017, 07:08

Moin Lia,

ich bin schockiert, - was es alles gibt.
Und das wo ich gerade an der Ostsee bei 14 Grad Wassertemp. bisschen gebadet habe ... :gruebel

Danke für die ausführliche Info, - allso doch lieber gleich mit Taucheranzug baden.

:blumen Wolle :daumen
LG Wolle
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Meine Daten:
Heteor H63D; Ferritin 1160/Transferin 289/ -sättigung 49%/ Eisen 35,4(2005) - Diabetes (09.2012) -
Abstinent (ab 2010 ) - Nichtraucher (auch schon ganz schön lange ) jetzt Erhaltungs-AL´s ( 56 / 25275 [gesamt Al / ml.] )
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