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  • Bild Titel: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
    Autor: Schrotti
    Verfasst am: Di 30. Mai 2017, 05:00
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Eisen und Transferrinsättigung erhöht

Hier könnt Ihr alles reinschreiben, was mit Eisenüberladung und hereditärer Hämochromatose zu tun hat

Eisen und Transferrinsättigung erhöht

Beitragvon Tobsine » So 19. Aug 2018, 11:04

Hallo zusammen,
ich (weiblich 48 Jahre) bin neu bei Euch und habe ein paar Fragen.
Ich arbeite im medizinischen Bereich und lasse daher regelmäßig meine Laborwerte checken. Dabei ist mir in den letzten ca 5 Jahren aufgefallen, dass bei fast jeder Messung das Serumeisen und die Transferrinsättigung erhöht sind, Ferritin ist allerdings immer im unteren Normbereich. Zwei Beispiele:
Oktober 2017:
Eisen 38,3 umol/l
Ferritin 54,4 ug/l
Transferrin 2,36 g/l
Transferrin Sättigung 65%

August 2018:
Eisen 34,8 umol/l
Ferritin 21 ug/l
Transferrin3,19 g/l
Transferrinsättigung 43%

Der Arzt findet daran generell nichts ungewöhnliches, ich hatte aber auch den Eindruck dass er sich nicht ganz sicher war..
Ich würde nun gerne Mein Eisen etwas aufsättigen (Ferro Sanol) weil mein Ferritin niedrig ist und ich unter Haarausfall und Dauerschlappheit leide. Meine Frage :
Ist es bei den Werten in Ordung Eisen zu substituieren oder sollte ich lieber vorher einen Hämatologen aufsuchen?
Meine Transaminasen sind übrigens in Ordnung. Hb Werte auch.

Ich finde dieses Forum sehr hilfreich, da alles gut verständlich erklärt wird (besser als bei manchem Arzt) :greenkugel

Viele Grüße von Nicola
Tobsine
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Re: Eisen und Transferrinsättigung erhöht

Beitragvon Konrad » So 19. Aug 2018, 11:46

Hallo Nicola,
herzlich willkommen im Forum! :hallo
Erhöhte Serumeisenwerte haben häufig mit der Nahrungszusammenstellung zu tun.
Man kann mit Vitamin C + Säure die Eisenresorption enorm pushen.
Daher meine Frage, waren das alles Nüchternwerte?

LG, Konrad

PS: Hab mich Verschrieben: Ferritin statt Eisen
Zuletzt geändert von Konrad am So 19. Aug 2018, 11:56, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Eisen und Transferrinsättigung erhöht

Beitragvon Tobsine » So 19. Aug 2018, 11:54

Hallo Konrad,
Danke für deine Antwort. Der Wert aus August 2018 war kein Nüchternwert. Bei 2017 weiß ich es nicht mehr genau aber es könnte sein, dass auch dieser Wert nicht nüchtern abgenommen wurde...
Meinst du in Anbetracht dessen sollte ich lieber einmal nüchtern Blut abnehmen lassen und schauen ob die Werte dann unauffällig sind?

Liebe Grüße
Tobsine
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Re: Eisen und Transferrinsättigung erhöht

Beitragvon Konrad » So 19. Aug 2018, 12:21

Hallo Nicola,

erhöhte Eisenwerte nach einem guten Frühstück mit Orangensaft sind normal.
Wenn du normale Hb-Werte hast, warum willst du dann zusätzlich Eisen nehmen?
Es gibt sehr viele mögliche Ursachen für eine erhöhte Müdigkeit, nicht zuletzt Überarbeitung. :wink:
Bei mir hatte z.B. ein versteckter Vitamin-B12-Mangel diese Wirkung.
Aber ich muß betonen, ich bin kein Arzt.
Wenn du den Eindruck hast, deine Müdigkeit ist nicht mehr normal, dann laß dich durchchecken.

LG, Konrad
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Re: Eisen und Transferrinsättigung erhöht

Beitragvon Tobsine » So 19. Aug 2018, 12:30

Hallo nochmal,
es geht eher um den Haarausfall. Bei diffusem HA sollte man (Frau) laut dermatologischer Empfehlung einen Ferritinwert von über 70 anstreben auch bevor das Hämoglobin abrutscht. Ich war mir bei meinen Eisen und Transferrinsättigungswerten in der Vergangenheit nun aber nicht sicher, ob ich überhaupt Eisen substituieren soll ehe ich den Grund für die erhöhten Werte abgeklärt habe :?
Vitamin B 12 ergo niedriges Transcobalamin wurde bei mir Anfang 2017 auch diagnostiziert, behandelt und ist inzwischen wieder im Normbereich.
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Re: Eisen und Transferrinsättigung erhöht

Beitragvon Konrad » So 19. Aug 2018, 12:51

Hallo Nicola,
das ist interessant, hab' ich noch nicht gehört.
Aber bevor da irgendetwas abrutscht, würde deine Erythropoese erst mal ganz laut mit erhöhten Transferrinwerten nach Eisen schreien. :mrgreen

LG, Konrad

PS:
Zu Haarausfall fallen mir nur so übliche Sachen wie Mangelerscheinungen bei Biotin, Vitamin B2 oder Selen ein.
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Re: Eisen und Transferrinsättigung erhöht

Beitragvon Tobsine » So 19. Aug 2018, 13:19

Bei gestörter Erythropoese ginge es ja schon ans Eingemachte. Die Haare braucht der Körper nicht also wirft er diese (in manchen Fällen) schon ab Ferritinwerten < 100 ab und da muss vorher nichtmal ein Schrei zu hören gewesen sein. :lach
Also ich werde dann mal nüchtern BE machen und wenn da alles tutti ist brav mein Ferro sanol nehmen. Ansonsten melde ich mich nochmal.


LG nochmals
Nicola
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Re: Eisen und Transferrinsättigung erhöht

Beitragvon Konrad » So 19. Aug 2018, 13:30

Hallo Nicola,

ja, melde dich, wie es weitergegangen ist. :winke
Ansonsten fällt mir da noch der Spruch eines Bekannten ein, der meinte Chili, wäre das beste Mittel gegen Haarausfall.
Hat mir sofort eingeleuchtet. :mrgreen

LG, Konrad
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Re: Eisen und Transferrinsättigung erhöht

Beitragvon Tobsine » So 19. Aug 2018, 13:45

Hmmmmmm Chilli? aua aua :troest
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Re: Eisen und Transferrinsättigung erhöht

Beitragvon Konrad » So 19. Aug 2018, 13:49

Durchblutung gut, alles gut!!! :daumen

PS:
Die dermatologische Empfehlung will mir noch nicht so ganz einleuchten.
Sie kollidiert mit den Richtlinien zur HC-Behandlung, die einen Ferritinwert von 50 anpeilt.
Hast du dazu eine Referenz?

Übrigens bedeutet ein erhöhter Transferrinwert noch keine gestörte Erythropoese.
Erst wenn bei erhöhter Mobilisierung kein Eisen hereinkommt, sinkt der HB-Wert.
Da dein Transferrinwert völlig in Ordnung ist, glaube ich nicht an ein Eisenproblem.

LG, Konrad
Zuletzt geändert von Konrad am So 19. Aug 2018, 14:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eisen und Transferrinsättigung erhöht

Beitragvon Tobsine » So 19. Aug 2018, 14:24

Hallo nochmal,
Der dermatologische Wert bezieht sich auf Menschen ohne HC. Der bei HC angepeilte Wert gilt (soweit ich das hier gelesen habe) für den angestrebten Status Quo post Aderlasstherapie (korrigiere mich wenn das falsch sein sollte)
Referenzen gibt es viele:

Spezifisch zum Haarausfall/ Telogenem effluvium:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/17686 ... einfluesse

Frauen stellt insbesondere der Eisenmangel eine häufige Ursache für einen diffusen Haarverlust dar. Dabei gibt der Ferritin-Spiegel im Serum Auskunft über die Körpereisenvorräte. Ferritin-Werte unter 40 ng/ml sind von einem telogenen Effluvium begleitet (27, 28, 29). Aber auch bei Ferritin-Konzentrationen von 40 bis 70 ng/ml sind deutliche diffuse Haarverluste beobachtet worden. Erst bei einem Serum-Ferritin über 70 ng/ml stellt sich eine Normalisierung des Haarwachstums ein (27). In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß Ferritin-Werte unter 70 ng/ml aus allgemeinmedizinischer Sicht im unteren Normalbereich liegen, während diese Spiegel für ein volles Haarwachstum nicht ausreichend sind.


Ich habe in den letzten 18 Monaten zwei drittel meiner Haare verloren (ist OT und ich hör auch gleich auf :wink: ) Nach diversen Untersuchungen bleiben als verdächtige Faktoren: B12 Mangel (bin Vegetarierin), die Gene oder das immer etwas niedrige Ferritin.
nochmals Grüße von Nicola
Tobsine
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Re: Eisen und Transferrinsättigung erhöht

Beitragvon Konrad » So 19. Aug 2018, 14:50

Tobsine hat geschrieben:Spezifisch zum Haarausfall/ Telogenem effluvium:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/17686 ... einfluesse

Vielen Dank für die Referenz; werde ich mal genauer studieren.

Tobsine hat geschrieben:Ich habe in den letzten 18 Monaten zwei drittel meiner Haare verloren (ist OT und ich hör auch gleich auf :wink: ) Nach diversen Untersuchungen bleiben als verdächtige Faktoren: B12 Mangel (bin Vegetarierin), die Gene, oder das immer etwas niedrige Ferritin.
nochmals Grüße von Nicola

Oha, das hört sich nicht gut an.
Dann hoffe ich für dich, daß es tatsächlich ein Eisenmangel ist, denn der läßt sich einfach beseitigen.

LG, Konrad
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Re: Eisen und Transferrinsättigung erhöht

Beitragvon Tobsine » So 19. Aug 2018, 15:01

Ja das hoffe ich auch. Macht mich nicht grade glücklich obwohl es natürlich schlimmeres gibt.

Ich wünsche noch einen schönen sonnigen Sonntag :blumen
Tobsine
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Re: Eisen und Transferrinsättigung erhöht

Beitragvon Konrad » So 19. Aug 2018, 19:58

Hallo Nicola,

ich muß doch nochmal nachfragen, denn irgendwie sehe ich heute schlecht.
Dein Transferrinwert 2018 war über 3 g/l , oder war das ein Tippfehler?
Ich habe da nämlich eine 2 gelesen; muß mir wohl doch eine Lesebrille anschaffen. :rot
Wenn der Wert tatsächlich über 3 war, dann ist dies natürlich ein eindeutiges Zeichen für einen beginnenden Eisenmangel, der erwähnte "Schrei" der Erythropoese.

Eisensubstitution ist manchmal nur sehr langsam wirksam, weil der Körper bei zuviel Eisen in der Nahrung durch vermehrte Hepcidin-Produktion die Eisenresorption unterbindet.
Ich muß mal nachlesen, aber soweit ich mich erinnern kann, gibt es die ersten Versuche mit Hepcidin-Antagonisten.
Mit so einem Präparat wirst du quasi zum HC-Patienten im Anfangsstadium. :)
Die Eisenresorption wird angekurbelt.
Ich würde aber in jedem Fall einen Spezialisten konsultieren.

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Re: Eisen und Transferrinsättigung erhöht

Beitragvon Tobsine » So 19. Aug 2018, 21:50

Hallo nochmal,
Ja der besagte Wert war 3,19. Meinst du der ist schon zu hoch? Laut Labor darf er bis 3,6 gehen. Sind deren Referenzwerte veraltet?
Danke, dass du dich deshalb nochmal meldest.
:daumen
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