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  • Bild Titel: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
    Autor: Schrotti
    Verfasst am: Di 30. Mai 2017, 05:00
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HC, Arthrose und Ernährung

Hier könnt Ihr alles reinschreiben, was mit Eisenüberladung und hereditärer Hämochromatose zu tun hat

HC, Arthrose und Ernährung

Beitragvon pskau » Fr 8. Feb 2019, 18:20

Basische Ernährung ist gut bei Arthrose“. Diesen Floh hat mir mein Orthopäde kürzlich ins Ohr gesetzt, seitdem macht sich dieser Gedanke in meinem Gehirn breit.

Ich möchte hier keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, dafür gibt es diverse andere Foren, die neben der eigentlichen Ernährungsfrage gerne gleich eine ganze Weltanschauung liefern, einmal mehr, manchmal weniger vehement und aggressiv vertreten.

Ich möchte hier gerne einmal erfahren, ob und was Ihr HC-Arthrosebetroffene hinsichtlich Eurer Ernährung geändert oder eben nicht verändert habt. Und natürlich, ob es Euch geholfen hat.

Gleichzeitig möchte ich hier festhalten, was ich nun aktuell mache und wie es mir damit geht. Ich bin natürlich nicht repräsentativ, ich bin kein Guru in die eine oder andere Richtung, ich bin ein Mischköstler mit einer Abneigung gegen Gemüse und einer absoluten Vorliebe für rotes Fleisch (in allen Varianten), Käse und Vollmilchschokolade.

PS: Jetzt stehe ich vor der schwierigen Frage, in welche Rubrik packe ich diesen Faden? Passt (natürlich) nirgendwo so richtig. Lieber Admin2: Bitte ggfls. verschieben. Danke und liebe Grüße

PPS: Ernährung alleine hilft nicht, das ist mir klar und das sollte auch allen anderen klar sein!
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Re: HC, Arthrose und Ernährung

Beitragvon pskau » Fr 8. Feb 2019, 18:28

1. Akt: Meine Recherche(versuche):
Was ist basische Ernährung? Da stellen wir uns erst einmal ganz dumm – und fragen Dr. Goggle.
Oh je, das ist unglaublich, auf welche Seiten man da kommen kann.
Gar nicht so einfach, einigermaßen seriös klingende Seiten zu finden.
Bislang (mit leichten Einschränkungen) ganz gut fand ich „Die Ernährungs-Docs“ vom NDR und DoktorWeigl Videos zur Arthrose, wobei letzterer auch basische Ernährung als einen Baustein unter mehreren (richtige Bewegung, Gewicht, Medikamente, passende Hilfsmittel) bei der Arthrose-Therapie aufnimmt, nicht jedoch konkret auf eine solche Ernährungsform eingeht.
Ansonsten ganz viel Veganer-Seiten und dann noch die Seiten zur GAT-Ernährung.
Auch ganz vegan bis auf Butter, zusätzlich sind hier m.E. aber noch Teile einer Trennkost-Diät enthalten. Mit dem Versprechen: Wenn man den Ernährungsplan streng und über 2 Jahre einhält, dann wäre sogar der Knorpel nachgewachsen.

Hier mal Beispiele, was ich bislang gelesen habe:
Kaffee ganz böse – Kaffee in Maßen völlig ok
Tierische Eiweiße ganz böse – Tierische Eiweiße in Form von Joghurt, Käse in Maßen ok
Fleisch und Fisch totales nogo – Fleisch und Fisch in geringen Maßen ok
Alkohol schlecht – Alkohol schlecht (selten 1 Glas Rotwein ok)
Braunhirse essen – Hagebuttenpulver essen
Kurkuma, Pfeffer, Ingwer u.a. gut - Kurkuma, Pfeffer, Ingwer u.a. gut

Gemeinsam hatten die Ansätze, die ich bislang gelesen habe: viel Obst und Gemüse, viel Tee, einige Nüsse und hochwertige Öle, keine Weizenmehlprodukte, wenig Zucker, wenig tierische Eiweiße.

Wie haltet Ihr es mit der Ernährung hinsichtlich Eurer HC-Arthrose?
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Re: HC, Arthrose und Ernährung

Beitragvon pskau » Fr 22. Feb 2019, 19:32

Wie schade, dass augenscheinlich keiner was in dieser Richtung probiert hat bzw. keiner von Erfahrungen berichtet.
Also gut, ich berichte einfach mal von meinem Ernährungsumstellungsselbsttest mit begleitenden Maßnahmen:

Ausgangslage:
Ferritin: so zwischen 50 und 70 ng/ml also im Erhaltungsmodus.
Zur Jahreswende akute, aktivierte Arthrose im linken Sprunggelenk mit im MRT sichtbarer Beteiligung der Knochen, rechts „nur“ normale Arthrose, jedoch heftige Schmerzen. Selbst Laufen über kurze Distanzen war kaum mehr möglich.
Verordnung: deutlich Schonung beider Sprunggelenke, Teilentlastung links durch Krücken.
Therapie: 2 x Hyaluron-/Cortisonspritzen in beide OSP im Abstand von 1 Woche
Ende Jan. aus Sicht des Orthopäden zunächst austherapiert: Abklingende aktivierte Arthrose in beiden Sprunggelenken.

Folgendes habe ich seit Jan 19 gemacht:
Klassisch/Bewegung:
- 2 Wochen Krücken und Schonung. Gelenke sind geschwollen und heiß, insb. nach Bewegung
- Steigerung auf moderate Bewegungsrate 1000 – 2000 Schritte/Tag max. (Feststellungen meinerseits: ca. 1,5 Wochen nach der letzten Hyaluron-/Cortisonspritze hatte ich dermaßen fiese Schmerzen, dass ich ganz freiwillig wieder meine Krücken zur Hand genommen habe.
- 1 weitere Woche Krücken also quasi wieder zurück auf Anfang.
- ganz langsam Steigerung der Bewegung.

Seit gut 2 Wochen kehrt zunehmend „Ruhe“ in mein linkes OSP ein. Es tut beim Laufen immer noch weh, ist aber nicht mehr so geschwollen und auch nicht mehr so warm. Auch kann man bedeutend stärker auf dem Gelenk „herumdrücken“, bevor es richtig weh tut.

"Sport"
Sofern meine Gelenke sich ganz gut anfühlen, ca. 15 min. Dehnungs- und Balanceübungen, wie ich das bei der Physio auch gemacht habe. Die Treppen im Haus gehe ich nur noch rückwärts runter (also nur dann, wenn keiner guckt), das scheint meinen Knien besser zu gefallen. Abends noch ein bisschen „Luft“-Fahradfahren und bisschen was für die Hüfte. Am Schreibtisch zwischendurch Abrollbewegungen bzw. Dehnübungen für die Füße.

Medikamente:
Angestrebt habe ich 10/20 = max. 10 Tage Diclophenac/Monat. Leider bin ich da noch nicht. Gut bin ich, wenn ich einen Tag überspringen kann. Klappt mal, klappt mal nicht.
Zuletzt geändert von pskau am Fr 22. Feb 2019, 20:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: HC, Arthrose und Ernährung

Beitragvon pskau » Fr 22. Feb 2019, 19:34

Ernährung:
Seit Anfang Feb. esse ich nur noch „so komisches Zeug“. Nein, im Ernst. Bis Anfang April versuche ich, mich weitgehend basisch zu ernähren. (Und meine arme Familie leidet z.T. mit)

D. h. im Einzelnen:
Grüner Tee, Pfefferminztee mit Ingwer, diverse Kräutertees,
1 – 2 Äpfel/Tag
Müsli mit Banane, Haferflocken, Handvoll Walnüsse, 2 Esslöffel Leinsamen, 2 Esslöffel Braunhirsemehl mit wenig Soja-Ersatzjoghurt ungesüßt oder Vollkornroggenbrot mit Käse-Ersatzprodukt (die Inhaltsliste klingt grausig)
Abends Gemüse mit Kartoffeln oder Reis oder Buchweizen (Alles Rezepte zur GAT-Ernährung) einzeln oder als Eintopf
Selten, aber immerhin: grüner Salat mit Öl, Zwiebeln und ZITRONE (Essig ist nicht erlaubt, Dressing mit Zitrone schmeckt mir aber nicht)
Dinkelnudeln mit Pesto, Tofu gabs auch mal (bähh), ein wenig Hühnchen gebraten. (2-3 Stückchen Wurst aus dem Eintopf genascht)
Wenn ich gut bin, Cocktailtomaten oder rohe Paprika, Kohlrabi oder Möhre.

Und für die Seele
Ganz wenig Zartbitterschokolade oder Lakritz, Studentenfutter in Maaßen, Mandeln.
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Re: HC, Arthrose und Ernährung

Beitragvon pskau » Fr 22. Feb 2019, 19:36

Mein persönliches Hauptproblem:
Obwohl das Gemüse/die Gerichte mit viel Liebe und vielen Gewürzen/Kräutern zubereitet ist und auch mehr oder weniger gut schmeckt, befriedigt mich das Essen nicht. Es ist eher so, dass ich was im Bauch habe, aber die Lust auf was zu Essen bleibt.

Was sonst noch:
- Magnesium-Trinktablette (das mache ich schon ewig)
- Substitution von Vitamin D3, da Anfang Jan. ein absoluter Mangel (< 10 ng/ml) festgestellt wurde. Spiegel ist jetzt auf 27 gestiegen, was immer noch nicht ganz im Soll ist.

Was vermisse ich am Meisten:
- Sprudelwasser!! Ich trinke normalerweise 1-2 l Sprudelwasser mit viel Kohlensäure/Tag. Nun weiß ich einfach nicht, was ich trinken soll. Leitungswasser/stilles Wasser mag ich nicht, Tee kommt mir gefühlt schon aus den Nasenlöchern raus.
- Kaffee! Ich trinke einfach gerne Kaffee. Ich bin auch ohne wach, aber einen leckeren Becher Kaffee gemütlich in der Badewanne schlürfen und der Morgen beginnt sanft und angenehm.
- meine geliebte lila Milchschokolade
- ordentlicher Käse, Joghurt & Co
- leckeres Schweine- und Rinderfilet, Hackbällchen u. ä.
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Re: HC, Arthrose und Ernährung

Beitragvon pskau » Fr 22. Feb 2019, 19:40

Messbares Ergebnis:
- Harnsäurewert von 6 (Einheit weiß ich leider nicht, nur, dass 6 an der oberen Grenze von „Normal“ liegt) auf nun 4,7, was def. ganz im normalen Bereich liegt.
- Gewicht: Mein Gewicht ist leider nicht wirklich gefallen bis jetzt, dafür fehlt mir einfach die Bewegung und die erzwungenen Bewegungspausen haben auch nicht gerade für Muskeln gesorgt. Gewichtsverlust ist jetzt nicht mein primäres Ziel, würde ich aber trotzdem begrüßen.

Subjektives Ergebnis:
Die aktivierte Arthrose ist überwunden, der Teufel schläft, solang ich mich nicht bewege.
Übrig sind die „typischen“ Anlaufschmerzen, Schmerzen beim zulangen Stehen, zunehmende Schmerzen bei gesteigerter Laufstrecke.

Ausblick; Wie geht es weiter:
Diese basisch orientierte Ernährung behalte ich bis mindestens Anfang April bei, danach schauen wir mal, ob sich der Schmerzpegel meiner Gelenke weiter verbessert und ob ich meine Laufstrecken verlängern kann. Darüber hinaus denke ich über die Anschaffung eines Ergometers nach, vielleicht kann ich ja ein Günstiges auftreiben.

Vielleicht hat sich ja jemand von Euch sich mit der Thematik "Einfluss der Ernährung auf die Arthrose" bereits beschäftigt und/oder auch Erfahrungen gesammelt?
Ich würde mich über ein Feedback freuen.
LG pskau
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Re: HC, Arthrose und Ernährung

Beitragvon wolle » Sa 23. Feb 2019, 19:07

Hallo Pskau,

vielen Dank für Deinen Beitrag, -
ich muss mich da mal richtig reinlesen ... wo mir im Moment jedoch die Zeit fehlt.

Bewundere aber Deine Aktivität diesbezüglich, wo es sicher auch heißt
seinen Schweinehund zu überwinden und vor allem durchhalten, -
ja und dann seinen eigenen Weg finden und dran bleiben,
achtsam sein und erkennen was einem gut tut!

Bei mir hätte das im Moment wohl keinen Sinn ...
... darauf zu achten sich bewusst und gesund entsprechend seiner Beschwerden zu ernähren.

Bei mir ist es ja auch die Diabetes, - wo ich doch schon genauer drauf achten sollte,
was ich esse und in welchen Mengen, - um meinen Zucker im Körper richtig und sinnvoll verwerten zu lassen,
wobei mir das Insulin hilft und natürlich auch Bewegung ... was mir meistens gut bis immer besser gelingt.

Doch wenn mich mein Frustweingummiessen überkommt, - ist alles für die Katz. Und die Insulinbombe muss
ran... wo es dann nicht das unbedingte sinnvolle ist, - als lieber sich auf sehr wenige berechenbare Weingummis
zu beschränken ...

Oder ein anderes Beispiel, - der Verzicht auf Alkohol, meine Leber und andere Dinge danken es mir.

Bleib dran, - finde Deinen Weg - und berichte darüber!

:winke wolle :hallo
LG Wolle
Mein HC Tagebuch: magic_viewtopic.php?f=83&t=352



Meine Daten:
Heteor H63D; Ferritin 1160/Transferin 289/ -sättigung 49%/ Eisen 35,4(2005) - Diabetes (09.2012) -
Abstinent (ab 2010 ) - Nichtraucher (auch schon ganz schön lange ) jetzt Erhaltungs-AL´s ( 56 / 25275 [gesamt Al / ml.] )
Stand: 12.2016
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Re: HC, Arthrose und Ernährung

Beitragvon Hedgehog » Sa 23. Feb 2019, 20:00

Ich bin etwas bang, mir zu viele Gedanken übers Essen zu machen. Als Kind habe ich da so einiges mitgemacht, während meine Mutter Krebs hatte und mit einem strengen Diät bekämpft hat. Die ganzer Familie musste auch mitmachen, und von daher neige ich dazu, dass ich schnell Essenswaren als 'schlecht' betrachte, die ich eigentlich nötig hätte. Ich muss aufpassen, nicht mehr abzunehmen, als in den letzten Jahren durch Stress und Verdauungsprobleme passiert ist. Aber im Allgemeinen versuche ich doch, mich und auch meine Familie gesund zu ernähren. Das heißt für mich viel Gemüse, wenig Fleisch, und Reis, Brot und Nudeln immer vollkorn.
Schwer ist es, nicht zu viel Sucker und Salz zu essen: wenn ich das Zeug nicht kaufe, dann kauft es mein Mann oder mein Sohn, und es fällt schwer, es abzulehnen, wenn es so herumliegt und die Anderen es in meinem Gegenwart essen und es anbieten und enttäuscht sind, wenn ich nicht mitesse.

Ich versuche, mehr positiv als negativ mit mit Essen umzugehen. Wenn ich glaube, etwas sei besonders gut für die Gesundheit, dann gewöhne ich mich daran, es oft zu essen. Zum Beispiel jeden Morgen Leinsamen, Fischöl, Turmeric mit Ingwer, Olivenöl und schwarzem Pfeffer. Haferbrei mit ein Löffel geriebenen Mandeln.Zwischendurch esse ich Walnüsse und 'oatcakes' (nicht süsse Kekse aus Hafermehl). Ich trinke sehr viel Wasser, und meistens auch etwas Ingwertee, mal grüner Tee, und abends meistens Brennnessel Tee. Wasser trinke ich aber am Meisten.

Wenn etwas 'schlecht' sein soll, dann achte ich darauf, nur kleine Menge zu essen, und lieber zu Zeiten, wo ich entspannt bin und nicht zu müde, und vorher schon genug Wasser getrunken habe.

Ich schaffe es aber nicht, genau aufzuschreiben, was ich esse und wieviel und ob es eine bestimmte Wirkung hat. Ich habe schon so viele Tabellen, wo ich allerlei aufschreibe, um darauf zu achten, dass ich genug von dem mache, was ich mir vorgenommen habe, und um festzuhalten, wie es mir gesundheitlich geht (sonst kann ich meined, ich habe 'immer' Halsschmerzen usw, während die Tabellen dann auch an den guten Tagen erinnern. Schreibe immer genau auf, welche Medikamente ich zu mir nehme, und welche Physio-Übungen ich gemacht habe, damit alles irgendwann dran kommt. Mir graut es davor, noch eine Liste zu beginnen! Du hast aber natürlich Recht: wenn Du dir so viel Mühe gibst, um Dir durch eine gute Ernährung zu helfen, dann ist es sicher wichtig, gut zu notieren, was sich verändert und wodurch. Ich hoffe, Du entdeckst einen Weg, was für Dich hilfrecih ist, ohne zu schrecklich zu sein!

Aus meiner Erfahrung als Kind möchte ich noch sagen, dass wir uns mit der Zeit daran gewöhnt haben. Es wurde besser, als wir uns anfangs gedacht hatten. Habe nur damit aufgehört, als ich mein Studium angefangen habe und viel mehr bei verschiedenen Menschen war.
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Re: HC, Arthrose und Ernährung

Beitragvon pskau » Mo 25. Feb 2019, 12:30

Vielen Dank Ihr Zwei für Euer Feedback und für das Mutmachen. Tut gut!!

Ach Wolle, das „Frustweingummiessen“, bei mir eher lila „Vollmilchschokoladefuttern“ kenne ich. Wie gut, dass es bei Dir dann die Möglichkeit gibt , mit Hilfe der Insulin-Spritze die schädliche Auswirkung zu begrenzen. Es muss nicht immer sinnvoll sein, Essen soll auch Spaß machen. Zu viel Verzicht macht "Heißhunger".
Im Gegensatz zu Dir kann ich mit meiner basischen Ernährung jederzeit aufhören. Ich habe es daher leichter, denn ich kann meinem „Schweinehund“ immer sagen: Ist erst einmal nur für einen begrenzten Zeitraum.
Dann werde ich wissen, ob mein Körper bzw. meine Arthroseschmerzen sich mit dieser –für mich - drastischen Maßnahme reduzieren lassen oder nicht.
Wobei: Am Ende werde ich nicht wissen, was genau welche Verbesserung bewirkt oder eben nicht bewirkt hat. Allerdings: wenn es besser wird, dann habe ich gewonnen.

Der Alkohol: Mein Ex- Arbeitskollege, ein trockener Alkoholiker, hat immer gesagt, es gibt für jeden eine max. Alkoholmenge, die er in seinem Leben trinken darf ohne Schaden zu nehmen. Er hatte diese Menge bereits innerhalb von wenigen Jahren getrunken, also war das Maß voll, den Rest des Lebens war 100% Abstinenz angesagt. Und er sagte, dass er pers. erst die Kurve bekommen hatte, als sein ganzes Leben den Bach runter gegangen war, Unternehmen versoffen, Haus versoffen, Familie fast verloren. Er hat es geschafft, sich selbst (aber mit Hilfe/Klinik & das volle Programm) aus dem Sumpf wieder zu befreien, trotzdem blieb das Thema Alkohol kontinuierlich wichtig für ihn. Dieses Päckchen trug er sein restliches Leben lang auf dem Buckel und sprach offen und sehr progressiv darüber. Auch Du wirst das schaffen!

Hedgehog, augenscheinlich bist Du mir schon weit voraus mit einer basenorientierten Ernährung, klingt zumindest so. Ich habe auch nicht vor, großartig aufzuschreiben, was ich im Speziellen esse. Ich habe mir so eine Tabelle ausgedruckt, in der ich sehen kann, was hauptsächlich basisch verstoffwechselt wird, daran orientiere ich mich derzeit sehr stark. Trotzdem muss Essen Spaß machen, insbesondere wenn, wie in Deinem Fall, eher Untergewicht droht und Essen im Kopf schon neg. belegt ist.
M. M. nach besteht beim akribischen Notieren die Gefahr, dass die Ernährung zum Dogma wird, der Verzicht zum Lebensinhalt. Nee, das will ich nicht. Etwas anderes ist es, Lebensmittel, die man nicht verträgt, hauptsächlich wegzulassen, weil z.B. direkt die Verdauung Probleme macht. Sicherlich hast Du aber auch entsprechende Ersatzprodukte gefunden, die Dich auch „befriedigen“, sodass nicht der Verzicht, sondern der Genuss im Vordergrund stehen kann.
Das meine Familie weiter all die leckeren „Zuckerprodukte“ futtert ist ok für mich, die kaufe ich auch weiterhin ein. (Du hast schon Recht, wenn ich es nicht kaufe, kaufts mein Mann) Und wenn ein Verbot von Schocki und Co im Raume stünde, würde vermutlich mein Nachwuchs erst recht „zuckersüchtig“. Ohne Verbot und im Rahmen halte ich da für den besseren Weg.

Ich probiere mich gerade durch das Veggi-Regal durch, ein paar dieser Ersatzprodukte, die ich gefunden habe, kann „man“ essen, viele sind jedoch einfach nur bäähh.
Aber wenn ich mit die Inhaltsliste so durchschaue, das ist ja ganz abenteuerlich.
Erbsenprotein, welches nach Leberwurst schmecken soll, Mandelgedöhns, was nach Frischkäse schmecken soll, Stärkeabkömmlinge in Scheiben gefärbt und mit Käsearoma, Sojamatsch in Joghurtform, der Phantasie der Lebensmittelchemiker scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. In meinen Augen ganz besonders eklig: Fleischersatzprodukte meist aus Sojaderivaten.

Da lobe ich mir doch meine „echten“ Lebensmittel, wenig verarbeitet, frisch gekocht/gebraten. An mehr Gemüse/Obst kann/werde ich mich gewöhnen, Kartoffeln mag ich sowieso. Meine neue Müsli-Kreation mag ich gern essen, ab April dann aber wieder mit echtem Joghurt und zwischendurch, wenn auch in deutlich geringeren Mengen vermutlich, gibt es auch wieder ein „gutes“ Stück Fleisch. Wurst hab ich schon lange nicht mehr auf dem Speiseplan, bleibt allerdings das Käseproblem.
Schokolade verwehre ich mir nicht ganz, sonst könnte eine Fressattacke folgen. Also lieber mal zwischendurch ein Stückchen, dann ist es auch wieder gut.

Übrigens: Ich hatte gehofft, dass sich meine Ernährungsumstellung pos. auf mein Haut-Schuppenflechtenproblem ausgewirkt habe. Ist leider aber nicht so (oder nicht deutlich). Ich habe vereinzelte, neue, juckende Stellen gefunden, mal sehen, wie sich das weiter entwickelt.

Sorry, mal wieder so ein langer Text.
Vielleicht gibt es ja noch weitere Erfahrungen?
Liebe Grüße, ich werde beizeiten weiter berichten, pskau
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Re: HC, Arthrose und Ernährung

Beitragvon Hedgehog » Mi 27. Feb 2019, 13:20

Zum Haut fällt mir ein, dass es vielleicht eine Zeitlang dauert, wenn der Körper sich doch über die neue Ernährung freut, und dass es vor allem wichtig ist, viel Wasser zu trinken, um die Reinigungseffekt der Ernährungsumstellung wirken zu lassen.
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Re: HC, Arthrose und Ernährung

Beitragvon pskau » Di 5. Mär 2019, 20:46

Hallo miteinander,

es ist Halbzeit meines Ernährungsumstellungsselbstversuchs.

Wie geht es mir:
Arthrose ist „ruhig“, d.h. Gelenke sind nicht übermäßig geschwollen oder warm.
Keine akute Entzündung denke ich.
Morgendliche Anlaufschmerzen wie gehabt.
Laufen: 3000 – 3500 Schritte sind machbar, dann steigen die Schmerzen allerdings exponentiell. Ich muss die Füße hochlegen und im Idealfall nicht noch mal losgehen. (Der Hund nimmt darauf jedoch keine Rücksicht, wenn mein Mann nicht im Haus ist, muss ich gehen).
Zwischendurch ein Tag Lauf-Pause tut mir gut.
Gestern hatte ich plötzlich Fingergelenke (also ich habe gemerkt, sie sind vorhanden) heute ist wieder alles soweit unauffällig, bei starkem Draufdrücken merke ich einige Gelenke dann aber doch.
Haut: die neuen Schuppenflechtplacken sind relativ klein geblieben bis auf einen, der ist aktiv.

Bewegung:
Weiterhin so, wie bereits beschrieben. Ungefähr 3 mal pro Woche Balance- und Dehnungsübungen, wie bei der KG. Den „Krümmungswinkel“ meiner OSG (also wenn man z.B. Kniebeugen machen möchte) bekomme ich aber einfach nicht vergrößert. Dauer: Tageschau oder Tagesthemen vom Vortag auf dem Händy.
Mit dem Ergometer wird das nichts, ich warte auf Fahrradwetter (und der Hund muss das „am Fahrradlaufen“ auch noch lernen). Normales Gehen wie beschrieben.

Schmerzen:
OSG, darüber hinaus Schienbeine, vermutlich Muskulatur. Kniee beim Treppenruntergehen (rückwärts ist definitiv besser), zwischendurch Schmerzen oben im Bereich des Mittelfußes. Achillessehnen sind auch merklich vorhanden.

Medikamente:
Unverändert, an einem Ruhetag kann ich auf Diclophenac verzichten, sonst nicht.
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Re: HC, Arthrose und Ernährung

Beitragvon pskau » Di 5. Mär 2019, 20:54

Was esse ich:
Meine „Spezialmüsli-Mischung“ mit wenig Sojaghurt (dieser leider stark verarbeitet) zum Frühstück
Mandeln und Walnüsse
Weniger Gemüse als ich wollte, aber deutlich mehr als vorher, immer frisch als Ratatouille oder einzeln gekocht. 2 mal/Woche grüner Salat, Cocktailtomaten mit den "guten" Ölen, Zwiebeln, Knoblauch
Kartoffeln, Reis, Buchweizen
Banane/Apfel täglich, mal eine Beerenmischung (da stehe ich aber nicht so drauf)
Sündhaft teure Erdbeeren gab es auch einmal – lecker
Weniger Brot (3 – 4 mal pro Woche Roggenvollkornbrot und eher am Vormittag), dazu Käse-/Frischkäse-Ersatzprodukte, auch Leberwurstersatzprodukt – sehr stark verarbeitet.
Suppen (Kartoffelsuppe, Graupensuppe), darin natürlich auch Gemüse und Fleisch mitgekocht. Das Fleisch ist für meine Familie, ich nasche auch ein wenig (aber echt nur sehr wenig)
Falafel (fertig aus der Packung, also deutlich verarbeitet).
Fisch gab es auch einmal.
Gewürzt wird u.a. mit den gepriesenen Gewürzen Kurkuma, Ingwer, Chili, Pfeffer und Kräuter sowieso.

Was trinke ich:
Ich probiere mich durch die umfangreichen Kräuterteesortimente, die der Laden so zu bieten hat. Viel grüner Tee ist dabei, Pfefferminz, Pfefferminz mit Ingwer, Fenchel, Salbei schmeckt mir nicht, verhindert auch nicht den Hunger auf Süß. Neueste Sorte Kurkumatee mit Kräutern – ist nicht der Hit, muss aber weg.
Magnesiumtrinktablette, Leitungswasser
Am Abend schon mal alkoholfreies Kölsch.
Trinkmenge in Summe: ziemlich viel (wie auch zuvor)
Kein Kaffee

Was nasche ich:
Wenig Zartbitterschokolade (Es gibt eine Sorte mit Chili, die ist fein. Und dann gibt es eine Sorte mit Kaffeebohnensplittern, die ist auch sehr lecker – und bestimmt nicht basisch, also 1 Riegel = 25g)
Studentenfutter, getrocknete Feigen
ein wenig Lakritz
Gestern packte mich der Heißhunger, ich musste einfach lila Vollmilchschokolade und 2 Tütchen Gummibärchen (vom Zoch gefangen) essen.
Besonders gemein sind die Popcorntütchen (auch vom Zoch), die nur darauf warten, von mir ge(fr)essen zu werden.
Zuletzt geändert von pskau am Di 5. Mär 2019, 21:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: HC, Arthrose und Ernährung

Beitragvon pskau » Di 5. Mär 2019, 20:58

Zusammenfassend:
Ich glaube, mein Speiseplan ist dann doch nicht so basisch, wie das die „Basisch-Gurus“ als das allein Erfolgversprechende vertreten, wohl aber antientzündlich. Auf tierische Produkte verzichte ich weitestgehend (ein bisschen Hühnchen, Rindfleisch aus der Suppe genascht und es gab einmal Fisch)
Insgesamt aber wenig (er) Zucker, keine Weißmehlprodukte, keine (bzw. kaum) tierische Produkte.
Nun, besser oder noch extremer kann ich nicht, will ich auch nicht. Irgendwie muss es ja auch schmecken.

Zwischenfazit:
Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mir mehr versprochen, jetzt vielleicht nicht, dass ich Feengleich über die Wiese schwebe, aber doch, dass meine Schmerzen spürbar geringer würden. Ich kann da natürlich keinen Vergleich ziehen, weil ich ja nicht weiß, ob ich bei anderer Ernährung und gleicher Belastung vielleicht wieder eine akute Entzündung hätte.
Vielleicht mache ich ja auch „entscheidende“ Fehler mit meiner Interpretation einer arthrosegerechten Ernährung basisch und entzündungshemmend orientiert.
Wenn einer Verbesserungsvorschläge hat: immer her damit.

Kennt jemand seriöse Studien, die solche Ernährungsansätze bewerten?
Oder schreibt einer von dem anderen ab? (man kann manchmal diesen Eindruck bekommen)

LG und auf in den nächsten Monat (ist ja bald Fastenzeit, dann passt das ja) pskau
Zuletzt geändert von pskau am Fr 8. Mär 2019, 14:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: HC, Arthrose und Ernährung

Beitragvon Hedgehog » Do 7. Mär 2019, 17:04

"Fisch gab es auch einmal." warum nur einmal? Ölhaltiges Fisch sollte man wenigstens 2 mal in der Woche essen, weil es sehr gut für Gelenke, Herz, Augen, Gehirn….sein sollte. Wir essen es meistens nur 1 mal in der Woche, dafür schlucke ich täglich Fischöl Kapseln.

Kräutertees mit Süßholzwurzel schmecken süß, wenn man sie wenigstens 5 Minuten ziehen lässt. Hibiskustee und Früchtetees schmecken mir zu süß….Hast Du bekannte, mit denen Du Tees teilen könntest, wenn Du verschiedene Sorten ausprobieren möchtest, ohne unbedingt 20 von jedem trinken zu müssen?

recht hast du, dass du nicht wissen kannst, wie es dir ohne dieses Experiment gegangen wäre: also Mut! Weitermachen! Vielleicht hilft es mehr als du denkst. Es ist auch schwer zu wissen, weil du so viele Dinge zusammen verändert hast. Aber das kannst du ja anders machen, wenn die Zeit um ist: nur eine 'verbotene' Nahrungssorte in einer Woche wieder anfangen. Zum Beispiel richtige Milch /Milchprodukte. Schön wäre es, wenn die nichts ausmachen!!
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Re: HC, Arthrose und Ernährung

Beitragvon pskau » Fr 8. Mär 2019, 13:52

Dank Dir, Hedgehog!

Die Erklärung bezüglich des Fischs ist einfach: Es ist kein basisch verstoffwechseltes Lebensmittel, daher eigentlich tabu für meinen Selbsttest.
Eigentlich, denn gestern gab es lecker Räucherlachs.

Darüber hinaus essen wir tatsächlich wenig Fisch. Für die "Omegas" gibt es im Moment Mandeln und Walnüsse, Oliven- und Rapsöl. Wobei, manchmal könnte mein Hirn vielleicht noch eine extra-Portion vertragen? :lach
Einen Tee-Tauschpartner habe ich leider nicht, Tee mag in meinem Bekanntenkreis keiner trinken. Ist aber auch nicht schlimm, kriege ich schon runter ohne Ekelpickel.

Vor drei Tagen ging es mir laufmäßig wieder total beschissen, laufen nur mit zusammengebissenen Zähnen. Vor zwei Tagen und gestern hingegen richtig gut (5000 und 7000 Schritte mit dem Hund), heute morgen mein "KG-Sportprogramm" lief auch richtig gut.
Irgendwie kapier ich es nicht, auf und ab.

Sei es drum, erst mal weiter (vielleicht bis Ostern, dann gibt es Eier - mmmhh, lecker).
Ich habe nun ein Sahneersatzprodukt zum Kochen entdeckt, auf Soja-Basis, auch entsetzlich verarbeitet. Hat aber für den Auflauf funktioniert.
LG pskau
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