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    Autor: Schrotti
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Ferritin von 12.7 trotz Hämochromatose (ohne Aderlass)

Hier könnt Ihr alles reinschreiben, was mit Eisenüberladung und hereditärer Hämochromatose zu tun hat

Ferritin von 12.7 trotz Hämochromatose (ohne Aderlass)

Beitragvon Andrine » Di 29. Okt 2019, 19:25

Hallo in die Runde

Bei mir wurde ein Ferritin von 12.7 festgestellt, die Transferrinsättigung ist bei 42 (16 - 45).

Nun wollte mir die Ärztin Eisentabletten oder -Infusionen verschreiben. Ich habe gemäss Gentest eine homozygote Hämochromatose. Bei einem Aderlass war ich bisher nie, bis vor kurzem hatte ich aber regelmässig die Mens.

Ev. wegen dem tiefen Ferritin (?) fühle ich mich zur Zeit ziemlich müde. Und die Mens blieb mehrmals aus.
Nehme ich Eisentabletten, bekomme ich Symptome wie z.B. ein Stechen in den Gelenken, Augen usw.
Könnte es sein, dass der Körper das Eisen (Ferritin) bewusst tief hält? Die Transferrinsättigung ist ja in der Norm und somit ok.

Ich überlege, was zu tun ist, bin aber ratlos. Hat jemand schon ähnliches erlebt oder davon gehört/ gelesen?

Wäre froh um Tipps. :blumen :winken

Danke im Voraus & LG, Andrine
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Re: Ferritin von 12.7 trotz Hämochromatose (ohne Aderlass)

Beitragvon Lia » Di 29. Okt 2019, 21:02

Hallo Andrine,

auch wenn Du eine genetische Disposition hast, die eigentlich eine Neigung zu besonders guter Eisenspeicherung macht, was zu Eisenüberladung führen kann, ist das bei Dir anders: Du hast Eisenmangel. Auch wenn die Transferrinsättigung ok ist. Daher will Dein Arzt Eisen zuführen.

Blutverlust, Erkrankungen z.B. Zöliakie oder auch bestimmte andere genetische Dispositionen können zu Eisenmangel führen.
Ferritin von 12,7 ng/ml ist niedrig und ich würde an Deiner Stelle mit dem Hausarzt herausfinden wollen, was den Eisenmangel verursacht. Damit man "das Eisenleck stopfen kann" :) .

Ja, ich würde der ärztlichen Empfehlung folgen, aber vielleicht erstmal Eisentabletten probieren zusammen mit eisenreicher Ernährung. Eiseninfusionen schießen das Ferritin plötzlich hoch, und bin da nicht sicher, ob Du wie unmutierte Menschen reagierst. (Kenne mich da aber nicht so gut aus. Bin eh nicht so sehr für Infusionen - auch wenn sie von Herstellern massiv beworben werden und Ärzte in sogenannten "Eisenzentren" gutes Geld damit machen. In den "Eisenzentren" wird m.W. nie Eisenüberladung therapiert, sondern es geht hauptsächlich um Eiseninfusionen. Wenn eine Infusion wirklich notwendig ist, Tabletten+Ernährugnsumstellung nicht ausreichen, sind Infusionen natürlich ok: der schnellste Weg, um Eisen hochzubekommen.)

Sehr häufig für Eisenmangel verantwortlich ist ein chronischer bzw. wiederholter Blutverlust. Bei menstruierenden Frauen kann eine starke Mens/ Myom zu Eisenmangel führen. Wenn Du also bis vor kurzem starke Monatsblutungen hattest, können diese wahrscheinlich für Deinen Eisenmangel verantwortlich sein, insbesondere falls Du Dich eisenarm ernährst, z.B. kein/nur wenig Fleisch isst. Auch chronische Blutungen im Magen-Darmtrakt können Eisenmangel machen z.B. bestimmte Medikamente gegen Gelenkbeschwerden (nichtsteroidale Entzündungshemmer wie Diclofenac).

Für Dich gelten jedenfalls die Regeln für Hämochromatose-Betroffene mit Eisenüberladung nicht. (!) Du solltest so essen, wie andere Menschen mit Eisenmangel auch: eisenreich. Nur sollte man bei Dir dauerhaft = lebenslang die Eisenwerte besonders gut im Auge behalten bzgl Eisenbalance: wegen Eisenmangel, aber auch, weil es durch die genetische Disposition schneller zu einer Eisenüberladung kommen kann als bei unmutierten Menschen.

Viel Erfolg! Wenn Du magst, berichte mal, wie es bei Dir weitergeht.

Liebe Grüße

Lia
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Re: Ferritin von 12.7 trotz Hämochromatose (ohne Aderlass)

Beitragvon Andrine » Di 29. Okt 2019, 22:29

Hallo Lia

Herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort. :wink:

Ja, ich stimme Dir grundsätzlich zu, wie Du es beschreibt macht das Sinn.
Wenn nur die erwähnten Symptome nicht wären, wenn ich Eisen einzunehmen versuche. Letztes Mal war das bei einem Drittel einer Eisentablette! Diese Schmerzen dürften nicht sein, wenn mein Körper das Eisen wirklich braucht, oder sehe ich das falsch?

Über die Ernährung bringe ich meinen Ferritinspiegel wahrscheinlich nicht wieder hoch. :gruebel

Fragen über Fragen...

LG, Andrine
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Re: Ferritin von 12.7 trotz Hämochromatose (ohne Aderlass)

Beitragvon Lia » Mi 30. Okt 2019, 09:59

Hallo Andrine,

Eisensupplementation kann Nebenwirkungen machen. Eisentabletten z.B. im Magen-Darmtrakt Übelkeit, Verstopfung und auch Sodbrennen sowie Verfärbungen (Stuhl, Zähne) und im Einzelfall Überempfindlichkeitsreaktionen (Haut). Schwerwiegendere Nebenwirkungen können Eiseninfusionen machen, auch deswegen sollte man das nur geben, wenn der Eisenmangel nicht anderweitig gut behebbar ist.)
Gelenkschmerzen und Probleme an den Augen sind mir als Nebenwirkungen bei Eisentabletten nicht bekannt.
Diese Schmerzen dürften nicht sein, wenn mein Körper das Eisen wirklich braucht, oder sehe ich das falsch? Vermutlich siehst Du das falsch. Denn wenn der Körper bei der genetischen Hämochromatose-Disposition etwas dringend haben will, ist es paradoxerweise: Eisen. :) Die Mutation zeigt dem Körper fälschlicherweise eine Eisenmangelsituation an. Bildlich gesagt: Die "Eisenschleußen werden weiter offengehalten", damit möglichst viel Eisen in den Körper aufgenommen werden kann, selbst wenn die Eisenvorräte schon übervoll sind.
Bei Dir kommt aber trotz der genetischen Programmierung auf "offene Eisenschleuße" nicht genug Eisen im System an.

Daher mein Rat, Ursache suchen und ggfls beheben sowie Eisenmangel vorsichtig, aber effektiv ausgleichen und dabei berücksichtigen, dass Du vermutlich schneller als andere Menschen den Eisenmangel ausgleichen kannst. Seit wann besteht der Eisenmangel? Wie sieht Dein Hb-Wert aus? Bereits eine Eisenmangel-Anämie? Was sagt Dein Arzt?

Liebe Grüße

Lia
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Re: Ferritin von 12.7 trotz Hämochromatose (ohne Aderlass)

Beitragvon Andrine » Mi 6. Nov 2019, 18:27

Hallo Lia

Vielen Dank für Deine erneute ausführliche Antwort!

Mittlerweile habe ich mir ein Präparat gekauft, das neben Eisen auch noch B-Vitamine, Kupfer und Vit. C enthält. Das scheine ich soweit zu vertragen, wenn ich es nicht täglich nehme.

Ich denke, Du hast das schlüssig analysiert, besser als die Ärzte, die ich gesehen habe. :blumen

Macht Sinn: weil mein Körper das Eisen sich so begierig einverleibt, reagiere ich äusserst empfindlich auf mehr Eisen als tatsächlich vom Körper benötigt wird. Was heisst: ich muss sehr vorsichtig das Eisen, das fehlt (auch meine Menstruation ist ja ausgeblieben, was möglicherweise darauf zurückzuführen ist), zuführen, damit es auf keinen Fall zu viel ist.

Jedenfalls bin ich froh, dass Eisensupplemente Low Dose momentan möglich zu sein scheinen. Eine Infusion kommt auf keinen Fall in Frage. Ich esse auch wieder Fleisch, Blutwürste und Leber. :)

Einen manifesten Eisenmangel habe ich wohl seit dem Sommer (da ist die Mens ausgeblieben und im Januar war das Ferritin noch bei 22). Den Hb-Wert weiss ich nicht. Ich habe nächste Woche nochmals einen Termin bei der Ärztin.
Das Labor empfahl, den Homocystein-Wert zu bestimmen.
Die Hausärztin meinte einfach, ich solle Eisentabletten nehmen, dann schrieb ich ihr, dass das bei mir nicht so einfach ist - also soll ich es lieber lassen.
Aber bei einem Ferritin von 12.7., das in den letzten Jahren immer weiter gesunken ist... :?

Herzlichen Dank nochmals für Deine Hilfe und liebe Grüsse

Andrine
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