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  • Bild Titel: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
    Autor: Schrotti
    Verfasst am: Di 30. Mai 2017, 04:00
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Geburtstage

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Gamma GT Wert zu hoch

Hier könnt Ihr Euch vorstellen und etwas von Euch erzählen z.B. ob Ihr Betroffene, Angehörige seid oder einfach so interessiert seid, etwas über Hämochromatose zu erfahren

Gamma GT Wert zu hoch

Beitragvon rolo » Do 2. Jan 2020, 11:21

Hallo in die Runde und allen erst mal ein gesundes neues Jahr

Ich habe mal ne Frage an die Fachleute unter euch.
Mein Mann ist sein 2012 HC Patient... hat Ferritin durch den regelmäßigen Aderlass im Griff aber derGamma GT Wert ist immer zu hoch
z.Z. 1,74 (Grenzbereich 0,17-1,19) ich mache mir da bisschen Sorgen, da ich gelesen habe das das auf eine Leberschädigung hinweist oder
weisen könnte.

Hat da jemand von euch Erfahrung oder Wissen was weiterhelfen könnte ?

hoffentlich bis bald
LG Rolo
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Re: Gamma GT Wert zu hoch

Beitragvon Lia » So 5. Jan 2020, 19:51

Hallo Rolo,

vielen Dank für die Neujahrswünsche. Auch Dir und Deinem Mann alles Gute für das Neue Jahr!
:)

Leider kann ich Dir ohne Kenntnisse weiterer Laborwerte nicht viel sagen. Daher paar Fragen:
-Ist nur die Gamma-GT immer erhöht? Oder auch andere Werte? Wenn ja, welche? Wie hoch war Ausgangsferritin bei Deinem Mann?
-Sicher hat man bei Deinem Mann den Zustand der Leber bei Diagnose und auch später abgecheckt. Wie war das Ergebnis der Untersuchungen?
-Wie geht es Deinem Mann aktuell gesundheitlich - Leber und allgemein?

Tut mir leid, dass ich Dir im Moment so wenig dazu schreiben kann. Wenn Du mir auf die Fragen antworten kannst, kann ich Dir eine bessere Antwort geben.

Liebe Grüße

Lia
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Lia
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Re: Gamma GT Wert zu hoch

Beitragvon rolo » Mo 6. Jan 2020, 18:41

Hallo Lia,
schön das du schon geantwortet hast.

Also der höchste Ferritinwert war 2012 = 921, war dann aber vor Feststellung HC schon auf 800 gesunken und nach den Aderlässen ging es relativ schnell runter bis unter 50. Vor dem letzten Aderlass im Dezember 2019 betrug der Ferritinwert 60,8.

Bei der letzten Blutuntersuchung im Dezember waren folgende Werte außerhalb vom Normbereich:
Gamma GT (s) = 1,74 (0,17-1,19)
Eisen (s) = 21,9 (7,2-21,5)
Leukozyten = 3,8 (3,9-10,2)

im August 2019 waren diese Werte außerhalb des Normbereiches:
Gamma GT (s) = 1,34 (0,17-1,19)
Eisen (s) = 31,2 (7,2-21,5)

im April 2019 diese:
Gamma GT (s) = 1,29 (0,17-1,19)
Eisen (s) = 32,3 (7,2-21,5)

im Januar 2019:
Gamma GT (s) = 1,54 (0,17-1,19)

Was ich noch dazusagen will - er hat die Variante (C282Y / H63D heterozygot )... vielleicht wichtig?

Leber wurde schon mehrmals mit Sonographie untersucht, es wurden 2 Flecken -(wie bei Leberhämangiom) und Fettleber festgestellt, aber Fettleber bei letzter US nicht mehr.

Meinem Mann hat starke Schmerzen in den Gelenken und hat schon alles mögliche versucht. Z.Z. ist die Schulter - strahlt in den Arm- ganz schlimm,(MRT -Termin schon geplant...dauert aber auch immer bis man beim Orthophäden einen Termin bekommt... Kniearthrose links schon festgestellt, Steifigkeit in Fingergelenken und Sprunggelenken rechts ...also Baustellen überall

Er hatte auch immer Probleme mit Magen Darm... das hat er aber mit Darmaufbau (Bakterien) und Flosamen in den Griff bekommen, in der Beziehung geht es auch mal aufwärts.
Alkohol trinkt er kaum - hat er noch nie viel -aber ein Glas Sekt oder ein Radler trinkt er schon mal ,aber nicht täglich, er verträgt kein pures Bier, woher das kommt haben wir nicht rausbekommen... irgendwas muss da drin sein... vielleicht gibt es noch jemanden dem das so geht.

Ich hoffe du kannst damit was anfangen, bin schon auf deine Antwort gespannt.

LG Rolo
rolo
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Re: Gamma GT Wert zu hoch

Beitragvon Lia » Mi 15. Jan 2020, 23:50

Hallo Rolo,

zuerst mal möchte ich mich entschuldigen, dass Du erst jetzt eine Antwort bekommst.
Kann Dir jetzt etwas konkreter antworten. Du schreibst, dass Du Dir Sorgen wegen der GGT machst. Vermutlich geht Deine Sorge in Richtung, kann das was Bösartiges sein, hepatozelluläres Karzinom (Abk.=HCC)?
Wie kann man sicher sein, dass die entdeckten Flecken gutartig sind?
Hier kann ich Dir ein paar Hintergrundinfos geben:

-HH ohne Leberzirrhose mit Ferritin <1000
Hat jemand eine Hämochromatose mit Leberzirrhose, ist er Hochrisikopatient für ein hepatozelluläres Karzinom. Wenn man da Raumforderungen in der Leber sieht, ist ein HCC sogar ziemlich wahrscheinliche Diagnose.
Dein Mann aber hatte glücklicherweise 2012 ein Ausgangsferritin von unter 1000 ng/ml und (diesem Ferritin entsprechend) eben noch keine Leberzirrhose, so wie ich Dich lese. Sondern nur eine Fettleber. Die wurde im letzten US aber auch nicht mehr festgestellt. Damit ist das Risiko für ein HCC sehr viel niedriger als bei einem Hämochromatose-Patienten, der bereits eine Leberzirrhose hat. Es gibt allerdings auch Patienten ohne Leberzirrhose mit einem HCC.

-US-Diagnostik wurde gemacht
Die beiden festgestellten Flecken passen (Formulierung "wie bei") zu einem harmlosen Hämangiom. Das haben viele Menschen und ist häufiger Zufallsbefund. Man hat das bei Deinem Mann aufgrund der Hämochromatose sicher sehr gut abgecheckt. Es wurde in Abständen US gemacht. Meist können Hämangiome gut erkannt werden. Manchmal sieht man das nicht eindeutig, weitere mögliche Untersuchungen führen dann zu einer sicheren Aussage.

-Keine Größenzunahme der Raumforderung spricht nicht für Krebs.
Die Tumoren bei einem HCC wachsen. Wenn man nach 8-12 Wochen eine erneute Bildgebung macht, wäre ein maligner Tumor deutlich gewachsen. Hämangiome können grundsätzlich zwar auch an Größe zunehmen, tun dies aber in den allermeisten Fällen nicht, insb. nicht bei Männern.
Kommt es also zu keiner Größenzunahme, entspricht das dem Verhalten der meisten Hämangiome. 2 nichtwachsende Tumore sprechen also für gutartig.

-Laborwerte geben Hinweise
Bei einem HCC ist die GGT üblicherweise erhöht. Normale GGT macht ein HCC unwahrscheinlich. Die GGT kann beim HCC sehr hoch werden, sehr stark ansteigen. Eine dauerhaft nur gering erhöhte GGT lässt andere, harmlosere Ursachen viel wahrscheinlicher werden.
Zusätzlich hinweisgebend ist ein Tumormarker: AFP (Abkürzung für Alpha-Fetoprotein). Ist das AFP unauffällig, schließt das ein HCC nicht aus, daher ist das überhaupt kein zuverlässiger Vorhersagewert, es sei denn, es liegt bei einem Patienten eine sehr stark erhöhte AFP und/oder deutlich ansteigende Tendenz vor.


Welche Erklärungen wären bei einer wiederholt gemessenen isolierten und geringgradigen GGT-Erhöhung bei einem HH-Patienten in Erhaltungsphase wahrscheinlich, wenn kein schwerwiegender Leberschaden diagnostiziert ist?
(-Alkohol. Fällt bei Deinem Mann weg wie Du schreibst. HCC haben wir oben schon behandelt.)
-Du beschreibst, Dein Mann hat schon länger starke Schmerzen. Diverse Medikamente, z.B. Schmerzmittel wie NSAR können zu einer dauernden isolierten GGT-Erhöhung führen, wenn man sie über einen längeren Zeitraum einnimmt.
-Fettleber bzw. "Restauffälligkeit" der Auswirkungen der früheren Eisenüberladung auf die Leber oder Fettleber durch Medikamente. (Fettleber war ja noch bis zu einiger Zeit im US zu sehen.)

Fernere Erklärungen könnten sein:
-Ursachen außerhalb der Leber, z.B. in Zusammenhang mit der Bauchspeicheldrüse wie Diabetes
-Einnahme von Schilddrüsenhormonen
-ohne erkennbare Ursache

Wenn Ihr Euch Sorgen macht, würde ich den Arzt konkret fragen:
-warum die Flecken als harmlose Hämangiome diagnostiziert sind (und nicht auf eine andere, bösartige Ursache z.B. HCC hinweisen)
-welche Ursache der Arzt für die GGT etwas über Norm für wahrscheinlich bzw unwahrscheinlich hält.
Ich kann nur Hintergrundinfos geben, aber hoffe, Dir hat das weitergeholfen.

Liebe Grüße

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Re: Gamma GT Wert zu hoch

Beitragvon rolo » Mo 20. Jan 2020, 19:24

Liebe Lea,
vielen Dank für dein Antwort. Wahnsinn was du alles weist.
Du hast mir auf jeden Fall weiter geholfen.

Wir werden den Arzt nochmal fragen.
LG Rolo
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Re: Gamma GT Wert zu hoch

Beitragvon Lia » Sa 25. Jan 2020, 23:05

Hallo Rolo,

Arzt fragen klingt gut. Viel Erfolg und alles Gute!

Liebe Grüße

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