Leberbiopsie?

In diesen älteren Diskussionen der Vorjahre könnt Ihr lesen und auch weiter aktiv schreiben. Beachtet, dass sich der Stand der Forschung seitdem geändert haben kann. Es gibt inzwischen neue Empfehlungen und Leitlinien zur Diagnostik und Therapie.
Antworten
mausi

Leberbiopsie?

Beitrag von mausi »

Hallo!

Wer hat Erfahrung mit einer Biopsie? :frage :frage :frage Mein Internist möchte diese Untersuchung unbedingt
Eisenwerte eigentlich alle im Normbereich, nur Leberwerte viel zu hoch, Fettleber, zwei Knoten mit 1,8 und 1,9 cm, laut
Internist aber nicht gefährlich :evil :evil :evil also warum dann Biopsie :gruebel :gruebel :gruebel Kann mir jemand Antwort geben, wer hat Erfahrung. :nene :nene :nene Weiss nicht was das alles soll. Aber na ja muß halt sein.
Ist das wirklich so kompliziert?
Danke für eine Antwort
Mausi
:down :down :down :down
katgirl
Kenner
Kenner
Beiträge: 45
Registriert: So 20. Jul 2014, 19:54

Re: Leberbiopsie?

Beitrag von katgirl »

Hallo Mausi,
ich durfte diese Erfahrung vor 4 Wochen machen.
Bei Fettleber mit erhöhten Werten ist die Frage, ob es schon in Richtung Fibrose geht. Auch weil die Lebervenen und die Pfortader schon gestaut sind.
Ich wollte endlich wissen woran ich bin. Leider gab es durch die Biopsie keine neuen Erkenntnisse.
Schau mal hier.
http://xn--hmochromatose-forum-gwb.de/f ... =85&t=2516

Was sind das für Knoten? Handelt es sich dabei schon um Narbengewebe oder sind es nur harmlose Veränderungen?
Hast Du Entzündungen der Leber? Je nachdem welche Werte erhöht sind, sind das Anzeiger für Entzündungen und/oder Zellumbau.

Wenn Du es machen läßt, dann mach Dich vorher nicht allzu "fertig". Es ist auszuhalten! Und es ist auch mit entzündeter Leber auszuhalten! Die Betäubung ist etwas unangenehm, aber ok. Der Einstich erfolgte mit Ultraschallkontrolle, tat halt weh, weil die Leberkapsel geschwollen war/ist. Danach das Liegen auf dem Sandsack auf der Seite war voll doof. Und die Rippen taten auch weh, weil sie erst mal ca. 10 Minuten mit dem Sono die richtige Stelle gesucht haben und dann an den Rippen vorbeipieksen mussten. Mir wurde gasagt, dass das aber normal ist. Erstaunt war ich, dass die Leber wirklich ziemlich weit oben sitzt; also Einstich direkt 2 Fingerbreit unter der rechten Brust zwischen die Rippen. Insgesamt musste ich fast 24 Stunden nüchtern bleiben und war danach auch etwas kaputt.

Entfrustet hatte ich mich ja schon, jetzt mache ich Diät. Hab keine Ahnung ob das was bringt, aber die Hose sitzt schon etwas lockerer.
lg
mausi

Re: Leberbiopsie?

Beitrag von mausi »

Hallo Katgirl!

Da meine Leberwerte seit 2 Monaten stark angestiegen sind GGt, Gamma Gt usw. wurde mir empfohlen diese Punktion zu machen. Fettleber habe ich schon seit Jahren und leider auch starke Oberbauchbeschwerden - Druckgefühl auch hin und wieder Übelkeit. Meine Eisenwerten sind momentan im Normbereich. Die Veränderung in der Leber (Knoten) meinte der Internist es ist gutartig aber wie kann er das beurteilen? ob gut oder schlecht nur durch Ultraschall? Ich bin schon so verunsichert, da mir jeder Arzt etwas anderes sagt. 3 verschiedene Meinungen und jetzt am Freitag war die vierte Meinung. Also was soll man glauben und was nicht. Natürlich bin ich schon beunruhigt und nervös. Ärztin (Freitag) meinte noch da ich ja homozygot bin, also HC die zu Leberzirrhose führe kann, ist es besser die Untersuchung zu machen. Habe geglaubt das wird in Narkose gemacht? Auch hört man ja viel von Nachblutungen die nicht ganz ungefährlich sein sollen. Also kurz und gut ich habe Angst :down :down :down
Morgen muß ich im Krankenhaus anrufen zwecks Termin bin schon neugierig.
Danke für deine Antwort schöne Woche
Mausi :winken :winken
Benutzeravatar
Lia
Alter Hase
Alter Hase
Beiträge: 5869
Registriert: Mo 15. Mär 2004, 16:08

Re: Leberbiopsie?

Beitrag von Lia »

Hallo Mausi,

kurze Zwischenfrage, bevor ich Dir antworte.
Wie hoch war damals Dein Ausgansferritin bei Diagnose, also bei Start der Aderlasstherapie?
Wie sah da die Leber aus?

Habe schnell versucht, das aus Deinen Beiträgen zusammenzusuchen, aber auf die Schnelle nicht fündig geworden. Kannst Du das kurz posten?

Liebe Grüße

Lia
mausi

Re: Leberbiopsie?

Beitrag von mausi »

Hallo Lia!

Mein Ferritin 576 ng/ml
Eisen 156 ug/di
Transferrin 171 mg/dl
also nicht zu überhöht wie ich finde. Aber halt Fettleber und Oberbauchbeschwerden dadurch wurde ich ins AKH Wien in die Onkologi überwiesen. Da wurde dann Gentest gemacht : Homozygot Cys 282 Tyr. Leberwerte waren immer über hundert
Gamma Gt 145 SGot 59 und jetzt Gamma GT 370 SGOT 85.
hilft dir das weiter?
Danke für eine antwort du bist immer unsere Rettung
Danke Mausi
Benutzeravatar
Lia
Alter Hase
Alter Hase
Beiträge: 5869
Registriert: Mo 15. Mär 2004, 16:08

Re: Leberbiopsie?

Beitrag von Lia »

Naja, zu Deinen jetzigen Problemen mti der Leber kann ich nichts sagen. Aber eine hämochromatose!-bedingte Leberzirrhose ist bei einem Ausgangsferritin von so weit unter 1000ng/ml nicht zu erwarten, von daher ist diese Aussage der Ärztin nicht haltbar. Sag ihr bitte, dass dein Ausgangsferritin nur auf dieser Höhe war und damit kein erhöhtes Risiko für eine eisenbedingte Leberzirrhose bestanden hat und besteht, da bei Dir das Zuviel an Eisen entfernt ist.
Wie gesagt, zum Rest kann ich wenig sagen, mus ich mir auch nochmal in Ruhe durchlesen. Soäter am Abend.

Liebe Grüße

Lia
katgirl
Kenner
Kenner
Beiträge: 45
Registriert: So 20. Jul 2014, 19:54

Re: Leberbiopsie?

Beitrag von katgirl »

http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef2/lbef_ggt.htm
Der Link ist zu den Leberwerten. Da kannst Du Dir selber ein Bild machen. Die Höhe ist wohl nicht so entscheidend, sondern eher welcher Wert in welchem Verhältnis bzw. dass Entzündungen oder Zellumbau besteht. Auslöser erhöhter Werte können die Leber und die Gallenblase/Gallengänge sein.

Wenn Deine Leber noch einigermaßen funktioniert und Du nicht extra blutverdünnende Medis nimmst, ist das Risiko für Nachblutungen sehr gering. Also ASS & Co meiden; auch Naturpräparate wie Ginko, Goji und Zeugs ein paar Tage vorher absetzen.
Im KH wird standardmäßig vorher die Blutgerinnung überprüft. Und Du musst eh nüchtern sein, da ist das Blut dann auch schon mal dicker. Ich habe mir auch morgends das Trinken verkniffen.
Vollnarkose ist leider nicht. Wenn Du zu aufgeregt bist, bekommst Du ein LmA-Mittel, aber es geht wirklich auch ohne. Ansonsten örtliche Betäubungsspritze, die um einiges größer ist als beim Zahndoc und dann bloß nicht versuchen hinzugucken. Naja man wird dann mit einem schönen grünen Tuch abgedeckt und so.
Das geht schon.

Es ist nicht schmerzfrei, aber mit Betäubung und Betreuung erträglich und Zahnarzt ist schlimmer !!!

Meine Leber ist zu "groß" und entzündet sich halt immer ein bißchen, weil verfettete Leberzellen das sehr gerne tun und was ich recht schnell merke und auch an den Werten ersichtlich ist. Also NASH.

Hattest Du schon DopplerSono wegen der Blutversorgung Deiner Leber und ob die Gallengänge frei sind?
lg
katgirl
Kenner
Kenner
Beiträge: 45
Registriert: So 20. Jul 2014, 19:54

Re: Leberbiopsie?

Beitrag von katgirl »

Es scheint aber unter den Docs gängige Meinung zu sein, dass man bei HämoGendefekt ein erhöhtes Risiko für Lebererkrankungen hat, egal ob hohe oder niedrige Eisenwerte. Das hab ich jetzt mehrfach gehört. Echt komisch.
Achja und um Nachblutungen zu vermeiden, musst Du danach auf der Seite auf dem Sandsäckchen liegen. Rein vorsorglich lass Dir während der Liegezeit Flüssigkeit per Tropf geben. Ich musste bis anbends mit dem Trinken/Essen warten, weil sie noch Blutkontrolle gemacht haben.

Mein Ferritinwert ist wahrscheinlich aufgrund meiner Fettleber (ich hasse dieses Wort) erhöht.
Antworten